Ein Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst hat am frühen Mittwochabend die Kölner Altstadt in Atem gehalten. Im Hotel Löwenbräu an der Frankenwerft kam es zu einer schweren Verpuffung, bei der drei Menschen verletzt wurden, einer davon schwer. Das Gebäude musste vollständig geräumt werden.
Der Vorfall ereignete sich in einem Hotelzimmer im zweiten Stock des bekannten Hauses direkt am Rheinufer. Die Wucht der Explosion war so stark, dass auch Fenster in der darüberliegenden Etage zu Bruch gingen. Die Ursache für die Verpuffung ist derzeit noch unklar, die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Das Wichtigste in Kürze
- In einem Hotel in der Kölner Altstadt ereignete sich am Mittwochabend eine Verpuffung.
- Drei Personen wurden verletzt: eine schwer, zwei leicht, darunter ein Feuerwehrmann.
- Die Feuerwehr war mit 60 Einsatzkräften vor Ort und konnte das Feuer schnell löschen.
- Die Ursache ist noch unbekannt; die Kriminalpolizei ermittelt.
Großeinsatz am Rheinufer
Gegen Abend ging der Notruf bei der Kölner Feuerwehr ein. Gemeldet wurde eine Explosion in dem Hotel an der Frankenwerft, einem beliebten Anlaufpunkt für Touristen und Einheimische. Unverzüglich rückten zahlreiche Einsatzkräfte zur Einsatzstelle aus.
Die Feuerwehr und der Rettungsdienst der Stadt Köln waren mit insgesamt 60 Kräften und mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Vor Ort bot sich den Rettern ein Bild der Zerstörung: Aus einem Zimmer im zweiten Stock waren deutliche Spuren der Verpuffung sichtbar. Auch Fenster in der dritten Etage des Hotels waren durch die Druckwelle zerborsten.
Schnelles Handeln verhindert Schlimmeres
Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte ein offener Brand rasch unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Dies verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Zimmer oder gar andere Gebäude in der eng bebauten Altstadt. Ein Sprecher der Feuerwehr erklärte, dass unmittelbar nach der Brandbekämpfung mit den Nachlöscharbeiten begonnen wurde, die ebenfalls zügig abgeschlossen werden konnten.
Was ist eine Verpuffung?
Eine Verpuffung ist keine klassische Explosion, sondern eine sehr schnelle Verbrennung. Sie entsteht, wenn sich ein zündfähiges Gemisch aus Gas, Dampf oder Staub mit Luft in einem geschlossenen oder schlecht belüfteten Raum entzündet. Die dabei entstehende Druckwelle kann erhebliche Schäden anrichten. Mögliche Ursachen sind oft technische Defekte, beispielsweise an Heizungsanlagen, oder eine unsachgemäße Handhabung brennbarer Stoffe.
Drei Verletzte nach dem Vorfall
Bei dem Vorfall wurden insgesamt drei Personen verletzt. Am schwersten traf es eine Person, die sich zum Zeitpunkt der Verpuffung in dem betroffenen Hotelzimmer aufhielt. Sie erlitt schwere Verletzungen und wurde nach der Erstversorgung vor Ort umgehend in die Spezialklinik Köln-Merheim transportiert.
Eine weitere Person zog sich leichte Verletzungen zu, musste aber nicht in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Auch ein Mitglied der Einsatzkräfte der Feuerwehr wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Nach ersten Informationen verdrehte er sich das Knie und wurde zur weiteren Untersuchung in eine Klinik gebracht.
Evakuierung des gesamten Gebäudes
Als Vorsichtsmaßnahme wurde der gesamte Hotelkomplex umgehend evakuiert. Die Einsatzkräfte durchsuchten systematisch alle Räume, um sicherzustellen, dass sich keine weiteren Personen im Gebäude befanden. Glücklicherweise wurden keine weiteren Gäste oder Mitarbeiter angetroffen. Anschließend wurde das Gebäude umfassend belüftet, um restliche Rauchgase zu entfernen.
Ermittlungen zur Ursache laufen
Die genaue Ursache für die Verpuffung ist noch völlig unklar. Unmittelbar nach Abschluss der Löscharbeiten hat die Kriminalpolizei ihre Arbeit am Einsatzort aufgenommen. Spezialisten sichern nun Spuren und versuchen, den Hergang des Geschehens zu rekonstruieren.
Die Ermittler werden in den kommenden Tagen Zeugen befragen und technische Gutachter hinzuziehen, um zu klären, was zu der plötzlichen Verbrennung in dem Hotelzimmer geführt hat. Ob ein technischer Defekt, menschliches Versäumnis oder eine andere Ursache vorliegt, ist Gegenstand der laufenden Untersuchung.
Schadenshöhe noch nicht beziffert
Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, konnte noch nicht eingeschätzt werden. Neben dem ausgebrannten Hotelzimmer und den zerstörten Fenstern müssen Statiker prüfen, ob die Bausubstanz durch die Druckwelle weiteren Schaden genommen hat. Der Betrieb im Hotel ist bis auf Weiteres unterbrochen.




