Ein Großbrand in einem Reihenhaus in Köln-Weiß hat am Dienstagabend die Anwohner in Aufruhr versetzt und die Feuerwehr stundenlang in Atem gehalten. Das Feuer, das gegen 18:45 Uhr ausbrach, breitete sich schnell aus und erfasste das gesamte Gebäude. Besonders problematisch gestaltete sich der Einsatz durch die Lagerung von illegalem Feuerwerk im Inneren des Hauses, das während der Löscharbeiten explodierte.
Wichtige Fakten
- Brand in einem Reihenhaus in Köln-Weiß am Dienstagabend.
- Illegale Lagerung von Feuerwerk erschwerte die Löscharbeiten erheblich.
- Rund 70 Einsatzkräfte mit 25 Fahrzeugen vor Ort.
- Bewohner des Hauses kam mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.
- Feuerwehr warnte vor Rauch und Geruchsbelästigung in Weiß und Sürth.
Explosionen erschweren Feuerwehr-Einsatz
Die Kölner Feuerwehr erreichte das Reihenhaus „Auf dem Klemberg“ und fand es bereits in Vollbrand vor. „Bei unserem Eintreffen stand das Haus komplett in Flammen“, erklärte Feuerwehrsprecher Ulrich Laschet. Die Flammen schlugen meterhoch aus dem Gebäude, und dichte Rauchschwaden zogen über den Stadtteil.
Die Situation eskalierte, als die Einsatzkräfte auf ein unerwartetes Problem stießen: Im Haus befanden sich größere Mengen illegal gelagerten Feuerwerks. Diese Pyrotechnik explodierte aufgrund der Hitze des Brandes. Die Detonationen stellten eine erhebliche Gefahr für die Feuerwehrleute dar und behinderten die direkte Brandbekämpfung im Inneren des Gebäudes.
„Im Haus wurde illegal Feuerwerk gelagert. Das fliegt uns gerade um die Ohren“, so Feuerwehrsprecher Ulrich Laschet während des Einsatzes.
Diese unkontrollierten Explosionen machten es den Kräften unmöglich, das Feuer aus nächster Nähe zu bekämpfen. Sie mussten stattdessen von außen agieren und sich darauf konzentrieren, ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Reihenhäuser zu verhindern.
Einsatzkräfte im Überblick
- 70 Feuerwehrleute im Einsatz.
- 25 Einsatzfahrzeuge, darunter Drehleitern und Tanklöschfahrzeuge.
- Einsatzdauer: Über 14 Stunden, inklusive Nachlöscharbeiten am Morgen.
Bewohner gerettet, Nachbarn in Sicherheit
Der Bewohner des brennenden Hauses hatte sich glücklicherweise selbst ins Freie retten können. Er wurde umgehend von Rettungskräften versorgt. Es bestand der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung, weshalb er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht wurde. Lebensgefahr bestand laut Angaben der Feuerwehr nicht.
Anwohner umliegender Häuser mussten ihre Wohnungen ebenfalls verlassen. Sie berichteten von einem starken Brandgeruch und dem Anblick der aufsteigenden Rauchwolken. Die Polizei sperrte den Bereich „Auf dem Klemberg“ und Teile der angrenzenden Ritterstraße weiträumig ab, um die Löscharbeiten zu ermöglichen und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.
Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf die benachbarten Gebäude verhindert werden. Dies war eine der größten Herausforderungen des Einsatzes, da es sich um ein mittleres Reihenhaus handelte, das direkt an andere Wohnhäuser grenzte.
Hintergrund: Gefahr durch Pyrotechnik
Die illegale Lagerung von Feuerwerkskörpern stellt eine erhebliche Gefahr dar. Pyrotechnische Artikel enthalten explosionsfähige Stoffe, die bei unsachgemäßer Lagerung oder im Brandfall unkontrolliert detonieren können. Dies kann nicht nur schwere Verletzungen verursachen, sondern auch die Brandbekämpfung massiv erschweren, wie der aktuelle Fall in Köln-Weiß zeigt. Die Behörden warnen regelmäßig vor den Risiken.
Warnungen und Entwarnung für die Bevölkerung
Aufgrund der starken Rauchentwicklung löste die Warn-App NINA am Abend eine Meldung aus. Die Kölner Feuerwehr warnte vor einer großräumigen Rauchausbreitung in den Stadtteilen Weiß und Sürth sowie in direkt angrenzenden Bereichen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungs- sowie Klimaanlagen abzuschalten.
Messungen der Feuerwehr ergaben jedoch später am Abend, dass keine problematischen Messwerte festgestellt werden konnten. Um 23:29 Uhr gab die Feuerwehr Entwarnung. Die Straßensperrungen wurden daraufhin aufgehoben, und die meisten Anwohner konnten in ihre Häuser zurückkehren.
Die Nachlöscharbeiten am Brandort dauerten bis in den Mittwochmorgen an. Die Feuerwehrleute mussten Glutnester ablöschen, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Erst nach vollständiger Sicherung des Brandortes konnten die Brandermittler ihre Arbeit aufnehmen, um die genaue Ursache des Feuers zu klären und die Umstände der illegalen Feuerwerkslagerung zu untersuchen.
Ausmaß der Zerstörung
Am Mittwochmorgen zeigte sich das volle Ausmaß der Zerstörung. Das betroffene Reihenhaus ist vollständig ausgebrannt und unbewohnbar. Wann die direkten Nachbarn des zerstörten Hauses wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können, blieb zunächst ungewiss. Die statische Sicherheit des Gebäudes muss erst geprüft werden.
Dieser Vorfall unterstreicht einmal mehr die Risiken, die von unsachgemäß gelagerten Gefahrstoffen ausgehen, und die Herausforderungen, mit denen Rettungskräfte bei solchen Einsätzen konfrontiert sind.




