Ein besonderer Gast ist heute Morgen in der Kölner Innenstadt eingetroffen. Der diesjährige Weihnachtsbaum für den Roncalliplatz wurde unter den Augen zahlreicher Schaulustiger aufgestellt. Die massive Rotfichte, die eine weite Reise aus Österreich hinter sich hat, bildet nun das Zentrum des beliebten Weihnachtsmarktes am Dom.
Der Aufbau, der bereits um 9 Uhr morgens begann, war ein technisches Schauspiel. Mit schwerem Gerät und präziser Millimeterarbeit wurde der Baum in seine endgültige Position gehievt. Die Aktion markiert den offiziellen Start der Vorbereitungen für die Weihnachtszeit im Herzen der Stadt.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Weihnachtsbaum für den Roncalliplatz in Köln wurde heute Morgen aufgestellt.
- Es handelt sich um eine Rotfichte aus Kitzbühel, Österreich.
- Der Baum wurde per Schwertransport und mit Polizeieskorte nach Köln gebracht.
- Der Aufbau erforderte schweres Gerät und zog viele Zuschauer an.
Eine Reise von den Alpen an den Rhein
Der diesjährige Baum ist kein gewöhnliches Gewächs aus der Region. Es handelt sich um eine sorgfältig ausgewählte Rotfichte, die ihren Ursprung in den Wäldern rund um Kitzbühel in Österreich hat. Dort wurde sie erst am vergangenen Dienstag gefällt, ein Prozess, der bereits eine genaue Planung erforderte, um den Baum nicht zu beschädigen.
Unmittelbar nach dem Fällen begann die außergewöhnliche Reise nach Köln. Verladen auf einen Schwertransporter, legte die Fichte Hunderte von Kilometern zurück. Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts war eine spezielle Logistik notwendig. Teile der Strecke wurden von einer Polizeieskorte begleitet, um die Sicherheit zu gewährleisten und den Verkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Solche Transporte finden oft in den verkehrsärmeren Nachtstunden statt.
Warum ein Baum aus der Ferne?
Die Auswahl eines Weihnachtsbaumes für einen so prominenten Standort wie den Kölner Roncalliplatz unterliegt strengen Kriterien. Gefragt sind Bäume von beeindruckender Höhe, mit einem dichten und gleichmäßigen Wuchs. Solche Exemplare sind in den Wäldern der Alpenregionen häufiger zu finden als in den heimischen Forsten. Die kühleren Temperaturen und die Bodenbeschaffenheit in den Bergen begünstigen ein langsames, gerades Wachstum, das für den perfekten Weihnachtsbaum-Look sorgt.
Die Ankunft in Köln in den frühen Morgenstunden markierte das Ende einer beeindruckenden logistischen Operation. Für die Organisatoren ist die Herkunft des Baumes auch ein Symbol der Verbundenheit über Ländergrenzen hinweg, gerade in der Weihnachtszeit.
Präzisionsarbeit vor historischer Kulisse
Das Aufstellen des Baumes auf dem Roncalliplatz ist jedes Jahr aufs Neue ein Ereignis, das Technikbegeisterte und Weihnachtsfans gleichermaßen fasziniert. Der Platz direkt neben dem Kölner Dom bietet eine einmalige, aber auch herausfordernde Kulisse. Der Schutz des historischen Pflasters und der umliegenden Bauten hat oberste Priorität.
Ein großer Kran war notwendig, um den tonnenschweren Baum vom Transporter zu heben. Langsam und vorsichtig schwebte die Rotfichte über den Platz, während ein eingespieltes Team am Boden Anweisungen gab. Das Einsetzen des Stammes in die dafür vorgesehene, im Boden verankerte Halterung ist der kritischste Moment. Hier ist absolute Präzision gefragt, denn der Baum muss perfekt senkrecht stehen, um seine volle Pracht zu entfalten und stabil zu sein.
Fakten zum Aufbau
- Beginn: 9:00 Uhr morgens
- Ort: Roncalliplatz, direkt am Kölner Dom
- Benötigtes Gerät: Schwerlastkran, spezialisierte Montageteams
- Herausforderung: Millimetergenaues Einpassen des Stammes in die Bodenhülse
Viele Kölnerinnen und Kölner sowie Touristen hielten inne, um das Spektakel zu beobachten. Für viele ist dieser Moment der inoffizielle Startschuss für die Adventszeit. Es ist der sichtbare Beweis dafür, dass die „fünfte Jahreszeit“ in Köln nicht nur aus Karneval, sondern auch aus einer stimmungsvollen Weihnachtszeit besteht.
Ein Symbol der Vorfreude
Mit dem stehenden Baum beginnen nun die nächsten Vorbereitungen. In den kommenden Tagen wird die Rotfichte festlich geschmückt. Hunderte, wenn nicht Tausende Lichter werden angebracht, um den Baum in der Dunkelheit erstrahlen zu lassen. Der Schmuck wird traditionell gehalten sein, um die natürliche Schönheit des Baumes zu unterstreichen und sich harmonisch in das Gesamtbild des Weihnachtsmarktes „Heinzels Wintermärchen“ einzufügen, der den Platz umgibt.
„Jedes Jahr ist es ein besonderer Moment, wenn der Baum steht. Er ist das Herzstück unseres Marktes und ein Zeichen der Hoffnung und der Freude für die Menschen“, so ein Sprecher der Marktorganisatoren.
Der Baum wird in den nächsten Wochen nicht nur ein beliebtes Fotomotiv sein, sondern auch der zentrale Treffpunkt für Besucher des Weihnachtsmarktes. Unter seinem Lichterglanz werden Menschen Glühwein trinken, gebrannte Mandeln genießen und die besondere Atmosphäre vor dem Dom erleben. Die feierliche Illuminierung des Baumes, die in Kürze stattfinden wird, ist ein weiteres Highlight, auf das sich viele bereits freuen.
Die Ankunft des Baumes ist mehr als nur eine logistische Meisterleistung; sie ist ein tief verwurzeltes Ritual, das die Vorfreude auf Weihnachten in der ganzen Stadt weckt und ein starkes Gefühl der Gemeinschaft schafft.




