Die Stadt Köln hat eine Reihe von Maßnahmen vorgestellt, die das Leben für Familien erleichtern und den lokalen Einzelhandel stärken sollen. Im Mittelpunkt stehen der massive Ausbau der Kinderbetreuung, die Einführung einer neuen Vorteilskarte für Familien und ein Förderprogramm in Höhe von 400.000 Euro für lokale Geschäfte. Diese Initiativen zielen darauf ab, die Lebensqualität in der Domstadt spürbar zu verbessern.
Seit dem Kitajahr 2015/2016 wurden bereits 125 neue Kindertagesstätten errichtet, ein wichtiger Schritt, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden. Gleichzeitig soll die neue „FamilienPlusPunkt-Karte“ Kölner Familien direkten Zugang zu vergünstigten Angeboten ermöglichen und das Haushaltsbudget entlasten.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Stadt Köln hat seit 2015 den Bau von 125 neuen Kindertagesstätten realisiert.
- Eine neue „FamilienPlusPunkt-Karte“ bietet Vergünstigungen bei über 100 Partnern aus Kultur, Freizeit und Handel.
- Ein Förderprogramm in Höhe von 400.000 Euro zur Unterstützung des lokalen Einzelhandels wird auch 2026 fortgesetzt.
- Die Maßnahmen sollen die Stadt als attraktiven Standort für Familien und Unternehmen stärken.
Ein massiver Ausbau der Kinderbetreuung
Die Verfügbarkeit von Betreuungsplätzen ist für viele Familien in Köln eine zentrale Herausforderung. Um diesem Problem zu begegnen, hat die Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen. Die Ergebnisse sind nun deutlich sichtbar.
Seit dem Beginn des Kitajahres 2015/2016 wurden in der gesamten Stadt insgesamt 125 neue Kindertagesstätten gebaut. Dieser Ausbau ist eine direkte Antwort auf die steigende Nachfrage und das Bevölkerungswachstum in Köln. Ziel ist es, mehr Eltern den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern und allen Kindern frühe Bildungschancen zu ermöglichen.
Hintergrund: Warum ist der Kita-Ausbau so wichtig?
Ein flächendeckendes Angebot an Kinderbetreuung ist ein entscheidender Faktor für die Attraktivität einer Stadt. Es ermöglicht Eltern, Familie und Beruf besser zu vereinbaren, fördert die frühkindliche Entwicklung und trägt zur Chancengleichheit bei. Für eine wachsende Metropole wie Köln ist eine funktionierende Betreuungsinfrastruktur unerlässlich.
Die neuen Einrichtungen sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt, um eine wohnortnahe Versorgung sicherzustellen. Die Stadtverwaltung betont, dass der Ausbau auch in den kommenden Jahren weiter vorangetrieben werden soll, um die Betreuungslücke vollständig zu schließen.
Die neue FamilienPlusPunkt-Karte: Direkte Entlastung im Alltag
Neben der Verbesserung der Betreuungsinfrastruktur führt die Stadt Köln eine weitere konkrete Maßnahme zur Unterstützung von Familien ein: die „FamilienPlusPunkt-Karte“. Diese Vorteilskarte soll Familien finanziell entlasten und ihnen den Zugang zu Kultur- und Freizeitangeboten erleichtern.
Bereits zum Start der Initiative konnten mehr als 100 Kooperationspartner gewonnen werden. Dazu gehören Einrichtungen aus den Bereichen Kultur, Freizeit und Einzelhandel. Karteninhaber erhalten Vergünstigungen, Rabatte oder spezielle Angebote bei Museen, Schwimmbädern, Theatern und ausgewählten Geschäften.
Vielfältige Partner an Bord
Die Liste der Partner für die FamilienPlusPunkt-Karte umfasst unter anderem:
- Städtische Museen und Kultureinrichtungen
- Sport- und Freizeitstätten
- Lokale Einzelhändler und Dienstleister
- Angebote aus dem Bildungsbereich
Die Karte soll unbürokratisch beantragt werden können und richtet sich an alle Kölner Familien. Sie ist ein Baustein, um die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern und die Stadt noch familienfreundlicher zu gestalten.
400.000 Euro für den lokalen Einzelhandel
Nicht nur Familien, sondern auch die lokale Wirtschaft rückt in den Fokus der städtischen Förderpolitik. Der Kölner Einzelhandel, der wie in vielen anderen Städten vor großen Herausforderungen steht, wird auch im Jahr 2026 mit einem gezielten Programm unterstützt.
Die Stadt stellt dafür erneut eine Summe von 400.000 Euro zur Verfügung. Mit diesen Mitteln sollen lokale Händler dabei unterstützt werden, ihre Geschäfte zukunftsfähig zu machen, neue Kunden zu gewinnen und sich gegen den Wettbewerb des Online-Handels zu behaupten.
„Der lokale Handel ist das Herz unserer Veedel. Mit dem Förderprogramm wollen wir sicherstellen, dass unsere Einkaufsstraßen lebendig und vielfältig bleiben.“
Das Programm finanziert beispielsweise Maßnahmen zur Digitalisierung, zur Verbesserung der Ladenattraktivität oder für gemeinsame Marketingaktionen von Händlergemeinschaften. Die Fortführung des Programms wird als wichtiges Signal für die Wertschätzung des stationären Handels gewertet.
Weitere bürgernahe Initiativen in Köln
Die vorgestellten Maßnahmen sind Teil einer breiteren Strategie, das bürgerschaftliche Engagement und die Lebensqualität in der Stadt zu fördern. Dazu gehören auch andere aktuelle Projekte.
Ehrenamt stärken: Schiedspersonen gesucht
Im Stadtbezirk Chorweiler sucht die Stadt derzeit nach engagierten Bürgerinnen und Bürgern für das Amt der Schiedsperson. Diese ehrenamtlichen Streitschlichter helfen dabei, Konflikte außergerichtlich zu lösen und so die Gerichte zu entlasten. Eine juristische Ausbildung ist dafür nicht erforderlich.
Gemeinsam in die Pedale treten: Stadtradeln 2026
Vom 10. bis zum 30. Juni findet erneut die Aktion „Stadtradeln“ statt. Kölnerinnen und Kölner sind aufgerufen, möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen, um ein Zeichen für den Klimaschutz und die Radverkehrsförderung zu setzen. Die Aktion fördert den Gemeinschaftssinn und die Gesundheit.
Zusammengenommen zeigen diese vielfältigen Initiativen, dass die Stadt Köln aktiv daran arbeitet, die Rahmenbedingungen für ihre Bürgerinnen und Bürger in verschiedenen Lebensbereichen zu verbessern – von der Kinderbetreuung über die Freizeitgestaltung bis hin zur Stärkung der lokalen Gemeinschaft und Wirtschaft.




