Die Schulen in Wesel und Umgebung stellen am Montag aufgrund einer amtlichen Glatteiswarnung auf Distanzunterricht um. Das NRW-Schulministerium hat diese Maßnahme landesweit angeordnet, um die Sicherheit von Schülern und Lehrkräften zu gewährleisten. Eine Notbetreuung ist für Kinder eingerichtet, die trotzdem zur Schule kommen.
Wichtige Punkte
- Am Montag findet in Wesel kein Präsenzunterricht statt.
- Schulen bieten stattdessen digitalen Distanzunterricht an.
- Eine Notbetreuung für ankommende Schüler ist sichergestellt.
- Klassenarbeiten und Klausuren werden verschoben.
- Der Busverkehr wird eingeschränkt, Verstärkerfahrten entfallen.
Schulschließungen aufgrund von Glatteis
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die Region Wesel und Umgebung eine Unwetterwarnung herausgegeben. Es wird ab Mitternacht bis Montagvormittag um 10 Uhr mit Glatteis und gefrierendem Regen gerechnet. Diese Wetterlage macht den Schulweg potenziell gefährlich.
Das Schulministerium in Nordrhein-Westfalen reagierte umgehend. Es ordnete an, dass Schulen im gesamten Bundesland auf Distanzunterricht umstellen. Damit soll das Risiko von Unfällen auf dem Weg zur Schule minimiert werden.
Die Schulleitungen in Wesel mussten am Sonntagnachmittag eilig Eltern und Schüler über die Absage des Präsenzunterrichts informieren. Viele Schulen nutzten ihre Webseiten und E-Mails, um die Nachricht schnell zu verbreiten.
Faktencheck Glatteis
- Glatteis entsteht, wenn Regen auf gefrorenen Boden oder Oberflächen trifft.
- Es ist extrem rutschig und schwer zu erkennen.
- Das Unfallrisiko für Fußgänger und Autofahrer steigt erheblich.
Ablauf des Distanzunterrichts
Die Schulen in Wesel haben sich auf den digitalen Unterricht vorbereitet. Das Konrad-Duden-Gymnasium in Wesel zum Beispiel informierte, dass der digitale Distanzunterricht nach dem regulären Stundenplan über die Plattform Microsoft Teams stattfinden wird. Dies ermöglicht eine strukturierte Fortsetzung des Lernens von zu Hause aus.
Klassenarbeiten und Klausuren, die für Montag angesetzt waren, müssen verschoben werden. Die Schulen werden neue Termine bekannt geben. Dies betrifft eine Vielzahl von Schülern, die sich auf Prüfungen vorbereitet hatten.
Die Konrad-Duden-Realschule legte den Schwerpunkt darauf, dass die Kinder Arbeitsaufträge erhalten und bearbeiten. Lehrkräfte stehen bei Bedarf über Teams für Fragen zur Verfügung oder bieten kurze Videokonferenzen an. Eltern werden gebeten, sicherzustellen, dass ihre Kinder Zugang zu den benötigten Programmen haben.
"Statt Präsenzunterricht wird digitaler Distanzunterricht nach Stundenplan über Teams durchgeführt", heißt es in einer Mitteilung des Konrad-Duden-Gymnasiums.
Notbetreuung und Kommunikationswege
Obwohl der reguläre Präsenzunterricht ausfällt, müssen Schulen eine Notbetreuung für anwesende Kinder gewährleisten. Dies ist besonders wichtig für Schüler, die die Nachricht nicht rechtzeitig erreicht hat oder deren Eltern keine andere Betreuungsmöglichkeit haben.
Das Andreas-Vesalius-Gymnasium informierte die Eltern auf seiner Internetseite darüber, dass ankommende Kinder betreut werden, bis die Eltern sie wieder abholen können. Diese Regelung soll sicherstellen, dass kein Kind unbeaufsichtigt bleibt.
Weitere Schulen wie die Ida-Noddack-Gesamtschule und die Gesamtschule am Lauerhaus haben ebenfalls an ihre Schulgemeinden geschrieben. Sie bestätigten, dass die Kinder ihre Aufgaben online erhalten werden.
Hintergrund der Anordnung
Das NRW-Schulministerium trifft solche Entscheidungen auf Basis von Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes. Die Sicherheit der Schüler hat dabei oberste Priorität. Bei extremen Wetterlagen wie Glatteis kann der Schulweg ein hohes Risiko darstellen. Distanzunterricht ist eine etablierte Lösung, um den Unterrichtsbetrieb aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Sicherheit zu gewährleisten.
Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Die Glatteiswarnung und der Ausfall des Präsenzunterrichts wirken sich auch auf den öffentlichen Nahverkehr aus. Die Verkehrsunternehmen Niag und Look haben bereits angekündigt, dass die wetterbedingten Ausfälle im Busverkehr zu Einschränkungen führen werden.
Die sogenannten Verstärkerfahrten, die speziell für den Schülerverkehr eingesetzt werden, entfallen am Montag komplett. Die Unternehmen beobachten die Wetter- und Straßenlage kontinuierlich, um das Verkehrsangebot anzupassen. Sie planen, mit verkleinerten Teams so viel Linienverkehr wie möglich aufrechtzuerhalten.
Priorität haben dabei die zentralen Linien und wichtige Verbindungen für Berufspendler. Dies bedeutet, dass Fahrgäste mit längeren Wartezeiten und möglichen Verspätungen rechnen müssen. Es wird empfohlen, sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Verbindungen zu informieren.
- Verstärkerfahrten: Werden gestrichen.
- Linienverkehr: Anpassungen je nach Wetterlage.
- Priorität: Zentrale Linien und Pendlerverbindungen.
Die Situation erfordert von allen Beteiligten, von Schülern über Eltern bis hin zu den Verkehrsbetrieben, Flexibilität und eine genaue Beachtung der aktuellen Informationen. Die Sicherheit steht an erster Stelle, während versucht wird, den Alltag so gut wie möglich aufrechtzuerhalten.




