Köln und die umliegende Region erleben zum Jahreswechsel einen deutlichen Wintereinbruch. Starker Schneefall und eisige Temperaturen haben eine Winterlandschaft gezaubert und gleichzeitig für erhebliche Verkehrsbehinderungen und zahlreiche Unfälle gesorgt. Der Deutsche Wetterdienst warnt weiterhin vor Glätte und Schneeverwehungen.
Wichtige Punkte
- Starker Schneefall in Köln und dem Rheinland seit Freitagabend.
- Deutscher Wetterdienst (DWD) warnt vor Glätte und Schneeverwehungen.
- Zahlreiche Unfälle im Bergischen Land, Sauerland und der Eifel.
- Linienbus rutschte in Kürten in ein Haus, drei Verletzte.
- Weitere Schneefälle und frostige Temperaturen werden erwartet.
Schnee erreicht Kölner Bucht: Warnungen vor Glatteis
Bereits am Freitagmorgen setzte im Rheinland Schneefall ein. Am Abend erreichte der Schnee auch Köln und verwandelte weite Teile der Stadt in eine weiße Winterlandschaft. Die Temperaturen sanken deutlich unter den Gefrierpunkt.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab eine Warnung vor Frost und Glatteis heraus. Autofahrer wurden dazu angehalten, besonders vorsichtig zu sein oder nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verschieben. Die Warnungen umfassten auch mögliche Schneeverwehungen, insbesondere in höheren Lagen.
Wetterprognose
Für die Nacht zum Samstag wurden weitere Schneefälle mit ein bis fünf Zentimetern Neuschnee bis in tiefe Lagen prognostiziert. In Hochlagen könnten sogar bis zu zehn Zentimeter Neuschnee fallen. Auch am Samstag tagsüber wird mit weiteren Schneeschauern und Glätte gerechnet, die im Flachland ein bis drei Zentimeter und im Bergland fünf bis acht Zentimeter zusätzlichen Schnee bringen könnten.
Verkehrschaos und folgenreiche Unfälle
Der Wintereinbruch führte zu erheblichen Problemen im Straßenverkehr. Im Bergischen Land, Sauerland und in der Eifel kam es zu Dutzenden Unfällen. Räumdienste waren im Dauereinsatz, um die wichtigsten Strecken befahrbar zu halten.
Besonders betroffen war das Bergische Land. Dort rutschten Lastwagen mit durchdrehenden Reifen fest, und mehrere Autos kamen von den Fahrbahnen ab. Die Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zu tun, um die Situation zu bewältigen.
Busunfall in Kürten: Drei Menschen verletzt
Ein besonders schwerwiegender Vorfall ereignete sich in Kürten. Ein Linienbus geriet auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern. Der 47-jährige Fahrer verlor die Kontrolle über das Fahrzeug, das daraufhin umkippte und eine Böschung hinunterrutschte.
Am Fuße des Hangs prallte der Bus gegen ein Haus und kam auf dem Dach zum Liegen. Der Busfahrer erlitt schwere Verletzungen. Zwei Fahrgäste wurden leicht verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die genaue Unfallursache wird noch ermittelt.
„In der Nacht zum Samstag im gesamten Bereich weitere Schneefälle mit Glätte, dabei gebietsweise weitere ein bis fünf Zentimeter Neuschnee bis in tiefe Lagen, in Hochlagen auch bis zehn Zentimeter Neuschnee nicht ausgeschlossen.“
Deutscher Wetterdienst (DWD)
Probleme auf Autobahnen und im Berufsverkehr
Auch auf den Autobahnen kam es zu gravierenden Behinderungen. Im Sauerland blieben auf der A44 zwischen Marsberg und Lichtenau mehrere Lastwagen stecken. Sie konnten wegen der glatten Straßen und des starken Schneefalls nicht weiterfahren.
Die Lastwagen blockierten die Fahrbahn bis in die frühen Morgenstunden. Ähnliche Probleme gab es auf der A1 in der Eifel, wo ebenfalls Lkw aufgrund der winterlichen Bedingungen nicht vorankamen. Der morgendliche Berufsverkehr war vielerorts stark beeinträchtigt.
Winterdienst im Dauereinsatz
Der Winterdienst war am Freitagmorgen bemüht, die Hauptverkehrswege von Schnee und Eis zu befreien. Trotz dieser Anstrengungen blieben die Straßen in vielen Regionen gefährlich. Autofahrer wurden wiederholt ermahnt, nur mit Winterreifen zu fahren und ihre Geschwindigkeit den Verhältnissen anzupassen.
Freude bei Wintersportlern und weitere Aussichten
Während der Wintereinbruch für Pendler und Autofahrer eine Herausforderung darstellt, freuen sich viele Schulkinder über den Schnee. In den letzten Tagen der Weihnachtsferien nutzten sie die Gelegenheit, ihre Schlitten auszupacken und die Hänge hinunterzusausen. Auch Schneeballschlachten gehörten zum Programm.
In der Wintersportarena Sauerland waren insgesamt 53 Lifte geöffnet. Neben dem großen Skiliftkarussell in Winterberg hatten zahlreiche kleinere Betreiber ihre Schneekanonen angeworfen, um die Ski- und Rodelpisten zu präparieren. Für Skilanglauf reichte der gefallene Schnee jedoch noch nicht aus; gespurte Loipen gab es bisher keine.
Der DWD rechnet auch am Wochenende mit frostigen Temperaturen. In den Hochlagen könnten noch einmal bis zu zehn Zentimeter Neuschnee fallen. Einzelne Schneeschauer werden am Samstag und Sonntag auch im Flachland erwartet. Für die kommende Woche wird sogar eine weitere Abkühlung prognostiziert, was den Winter fest in der Region etablieren dürfte.
- Vorsicht auf den Straßen: Auch in den kommenden Tagen bleibt es glatt.
- Angepasste Fahrweise: Reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit und halten Sie Abstand.
- Winterausrüstung prüfen: Nur mit geeigneten Reifen fahren.




