Aufgrund massiver Schäden an einer Brücke der A4 im Bereich Eifeltor ergreift die Stadt Köln jetzt drastische Maßnahmen. Autofahrer müssen sich in Kürze auf neue, umfassende Geschwindigkeits- und Gewichtskontrollen einstellen, um die Sicherheit auf dem stark frequentierten Autobahnabschnitt zu gewährleisten.
Die Installation der Überwachungsanlagen ist für den Jahreswechsel 2025/2026 geplant und eine Reaktion auf die Einstufung des Bereichs als offizielle Gefahrenstelle.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine wichtige Brücke auf der A4 bei Köln-Eifeltor weist erhebliche Schäden auf.
- Neue Anlagen zur Geschwindigkeits- und Gewichtskontrolle werden zwischen Ende Dezember 2025 und Anfang Januar 2026 installiert.
- Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gilt ab sofort eine neue Spurführung.
- Die Miet- und Wartungskosten für die Überwachungstechnik belaufen sich auf rund 245.000 Euro für 15 Monate.
Gefahr für den Verkehrsknotenpunkt Köln
Die Autobahnbrücke am Eifeltor ist eine der meistbefahrenen Verkehrsadern in der Region. Täglich passieren rund 270.000 Fahrzeuge diesen Abschnitt der A4. Nun wurde festgestellt, dass die Bausubstanz der Brücke erhebliche Mängel aufweist, die die strukturelle Integrität gefährden könnten.
Bereits im Juli 2025 hat die „Unfallkommission Autobahn“, ein Gremium aus Vertretern der Autobahn GmbH und der Landespolizei, den Abschnitt offiziell als Gefahrenstelle eingestuft. Diese Bewertung ist die Grundlage für die nun angekündigten Sicherheitsmaßnahmen.
Neue Verkehrsregeln als Sofortmaßnahme
Um die Belastung der beschädigten Brücke umgehend zu reduzieren, wurde eine neue Verkehrsführung eingerichtet. Als Sofortmaßnahme dürfen Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen die Brücke in beiden Fahrtrichtungen nur noch auf dem rechten Fahrstreifen befahren.
Diese Regelung soll die schwersten Lasten auf die statisch stabileren Bereiche der Brückenkonstruktion verteilen. Zusätzlich gilt derzeit ein Tempolimit von 40 km/h, wobei die Autobahn GmbH prüft, ob diese Geschwindigkeitsbegrenzung angepasst werden muss.
Hintergrund: Die Unfallkommission Autobahn
Die Unfallkommission ist ein Expertengremium, das regelmäßig Unfallschwerpunkte und Gefahrenstellen auf Autobahnen analysiert. Ihre Empfehlungen sind eine wichtige Grundlage für verkehrstechnische Anordnungen, um die Sicherheit zu erhöhen. Die Einstufung der A4-Brücke am Eifeltor als Gefahrenstelle unterstreicht die Dringlichkeit der Situation.
Moderne Technik soll für Sicherheit sorgen
Um die Einhaltung der neuen Regeln zu überwachen, setzt die Stadt Köln auf moderne Technik. Zwischen Ende Dezember 2025 und Anfang Januar 2026 werden spezielle Anlagen zur Geschwindigkeits- und Gewichtskontrolle installiert.
Dabei kommt ein erst im März 2025 zugelassenes System zum Einsatz, das mit Brennstoffzellen betrieben wird und somit flexibel einsetzbar ist. Die Stadt mietet diese Technologie für einen Zeitraum von 15 Monaten. Die Kosten für Miete und Wartung belaufen sich auf rund 245.000 Euro.
Wie wird kontrolliert?
Die Überwachung wird gezielt auf die kritischen Bereiche ausgerichtet:
- In Fahrtrichtung Köln-West: Ein Messsystem wird die mittlere und linke Spur überwachen, um zu verhindern, dass schwere Fahrzeuge diese nutzen.
- In Fahrtrichtung Süden: Hier werden zwei Systeme installiert, die alle drei Fahrspuren abdecken, um eine lückenlose Kontrolle zu gewährleisten.
Autofahrer müssen sich also auf eine sehr genaue Überwachung einstellen. Verstöße gegen die Spur- und Gewichtsvorgaben sowie gegen das Tempolimit werden konsequent geahndet.
Zahlen und Fakten zur A4-Brücke Eifeltor
- Tägliches Verkehrsaufkommen: ca. 270.000 Fahrzeuge
- Gewichtsbeschränkung: Fahrzeuge über 3,5 t nur auf der rechten Spur
- Tempolimit: aktuell 40 km/h
- Kosten der Überwachung: 245.000 € für 15 Monate
- Mietdauer der Anlagen: zunächst bis Ende Februar 2027
Langfristige Lösung noch unklar
Während die neuen Kontrollen kurzfristig für mehr Sicherheit sorgen sollen, bleibt die Frage nach der langfristigen Zukunft der Brücke offen. Die Überwachungsanlagen sind zunächst bis Ende Februar 2027 gemietet, was auf einen längeren Zeitraum mit Einschränkungen hindeutet.
Ein konkreter Zeitplan für die Sanierung oder einen möglichen Neubau der Brücke liegt jedoch noch nicht vor. Laut offiziellen Angaben wird ein solcher Plan erst für Ende 2026 erwartet. Bis dahin müssen sich Pendler und Reisende auf der A4 am Eifeltor auf die neuen Regeln und mögliche weitere Einschränkungen einstellen.




