Am Freitagabend blieben in Teilen der Kölner Stadtteile Deutz und Kalk die Lichter aus. Ein technischer Defekt im Stromnetz führte zu einem plötzlichen Ausfall, der zahlreiche Haushalte und Betriebe betraf. Einsatzkräfte des Netzbetreibers RheinNetz arbeiteten unter Hochdruck an der Behebung des Problems.
Der Vorfall ereignete sich kurz nach 20 Uhr und sorgte für erhebliche Unruhe unter den Anwohnern. Während einige Straßen schnell wieder versorgt wurden, dauerte die Wiederherstellung in anderen Bereichen etwas länger. Die Ursache wurde als Kabelfehler im Mittelspannungsnetz identifiziert.
Das Wichtigste in Kürze
- Am Freitagabend, 23. Januar 2026, kam es zu einem Stromausfall in den Kölner Stadtteilen Deutz und Kalk.
- Ursache war ein Kabelfehler im 10-Kilovolt-Netz der RheinNetz.
- Der Ausfall begann um 20:03 Uhr und betraf zahlreiche Haushalte.
- Die Stromversorgung konnte durch schnelle Umschaltungen im Netz innerhalb einer Stunde vollständig wiederhergestellt werden.
Plötzliche Dunkelheit am Freitagabend
Für viele Kölnerinnen und Kölner begann das Wochenende mit einer unerwarteten Unterbrechung. Gegen 20:03 Uhr erloschen in zahlreichen Wohnungen und Geschäftsräumen in Deutz und Kalk die Lichter. Haushaltsgeräte schalteten sich ab, Bildschirme wurden schwarz und die Straßenbeleuchtung fiel in den betroffenen Abschnitten aus.
Die plötzliche Stille und Dunkelheit sorgte bei vielen Anwohnern zunächst für Verwirrung und Unsicherheit. Soziale Medien und Nachbarschafts-Chats füllten sich schnell mit Anfragen und Berichten über den Ausfall. Die erste Sorge galt oft der Dauer der Unterbrechung, da erste unbestätigte Informationen von einer mehrstündigen Störung ausgingen.
Der Netzbetreiber RheinNetz registrierte den Ausfall sofort über seine zentrale Leitwarte. Unmittelbar nach dem Eingang der Störungsmeldung wurden die sogenannten Entstör-Teams mobilisiert, um die Ursache zu lokalisieren und die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen.
Schnelle Reaktion des Netzbetreibers
Die RheinNetz, verantwortlich für das Kölner Stromnetz, leitete umgehend Maßnahmen zur Behebung der Störung ein. Oliver Knoch, Sprecher des Unternehmens, bestätigte den Vorfall und gab erste Details bekannt. „Grund des Ausfalls war ein Kabelfehler im 10-Kilovolt-Netz, der um 20:03 Uhr aufgetreten ist“, erklärte Knoch.
Das 10-Kilovolt-Netz, auch als Mittelspannungsnetz bekannt, bildet das Rückgrat der städtischen Stromverteilung. Es versorgt die lokalen Transformatorenstationen, die den Strom auf die für Haushalte übliche Spannung von 230 Volt umwandeln. Ein Fehler in diesem Bereich kann daher weitreichende Auswirkungen haben.
Wie funktioniert die Stromversorgung?
Das Stromnetz ist hierarchisch aufgebaut. Große Kraftwerke speisen Strom in das Höchstspannungsnetz ein. Von dort wird er über Umspannwerke in das Hoch- und Mittelspannungsnetz verteilt. Das 10-Kilovolt-Mittelspannungsnetz versorgt ganze Stadtteile. Fällt hier ein Kabel aus, können durch Umschaltungen im Netz die betroffenen Gebiete oft über alternative Leitungen wieder versorgt werden, noch bevor der eigentliche Schaden repariert ist.
Die Techniker vor Ort konzentrierten sich darauf, den fehlerhaften Kabelabschnitt zu isolieren. Durch gezielte Umschaltungen in der Netzstruktur konnte der Strom um die beschädigte Stelle herumgeleitet werden. Dieses Vorgehen ermöglicht eine schnelle Wiederversorgung der meisten betroffenen Kunden.
„Teilweise ist der Strom schon wieder da. Die letzten Straßen werden in Kürze auch wieder versorgt sein.“
Diese Strategie erwies sich als erfolgreich. Bereits gegen 20:35 Uhr, nur gut eine halbe Stunde nach Beginn des Ausfalls, konnte der RheinNetz-Sprecher eine erste positive Bilanz ziehen. Die schrittweise Zuschaltung der einzelnen Netzabschnitte verlief planmäßig.
Wiederherstellung und Hintergründe
Kurz nach 21 Uhr kam die erlösende Nachricht für die letzten noch betroffenen Haushalte: Die Stromversorgung war in allen Bereichen von Deutz und Kalk wieder vollständig hergestellt. „Alle Stationen sind wieder versorgt“, bestätigte Oliver Knoch abschließend. Die schnelle Reaktion und die redundante Auslegung des Kölner Stromnetzes verhinderten eine längere Unterbrechung.
Das Kölner Stromnetz in Zahlen
- Netzlänge: Das Stromnetz der RheinNetz in Köln hat eine Gesamtlänge von über 10.000 Kilometern.
- Spannungsebenen: Es umfasst Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze.
- Versorgungssicherheit: Deutschland gehört zu den Ländern mit der höchsten Versorgungssicherheit weltweit. Die durchschnittliche Unterbrechungsdauer pro Verbraucher liegt bei nur wenigen Minuten im Jahr.
Ein Kabelfehler, wie er am Freitag auftrat, kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören Materialermüdung durch Alterung, Beschädigungen durch Tiefbauarbeiten oder auch Feuchtigkeit, die in die Isolierung eindringt. Die genaue Fehlerquelle wird im Nachgang durch spezielle Messverfahren ermittelt, um das defekte Kabelstück auszutauschen und zukünftige Störungen zu vermeiden.
Für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger endete der Vorfall glimpflich. Die schnelle und professionelle Arbeit der Entstör-Teams sorgte dafür, dass der unplanmäßige Abend im Dunkeln nur von kurzer Dauer war und die Normalität rasch zurückkehrte.




