Die bekannte Kölner Patisserie „TörtchenTörtchen“ hat zu Beginn ihres 20. Jubiläumsjahres eine strategische Neuausrichtung angekündigt. Mehrere Filialen in der Stadt wurden geschlossen, um sich wieder auf das Kerngeschäft zu konzentrieren: hochwertige, handwerklich hergestellte Backkunst. Für viele Kölnerinnen und Kölner kam die Nachricht überraschend.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Patisserie „TörtchenTörtchen“ hat vier Standorte in Köln dauerhaft geschlossen.
- Betroffen sind die Cafés in Nippes und Braunsfeld sowie zwei Eisdielen in Nippes und der Südstadt.
- Als Grund nennt das Unternehmen den Wunsch, sich wieder auf das handwerkliche Kerngeschäft zu konzentrieren.
- Die Standorte in der Apostelnstraße und in Riehl bleiben erhalten und werden unter neuen Namen weitergeführt.
Ein strategischer Rückzug zum Jubiläum
Zum Jahresbeginn 2026 gab die Geschäftsführung von „TörtchenTörtchen“ bekannt, dass vier ihrer Betriebe nicht mehr öffnen werden. Diese Entscheidung, die im 20. Jahr des Bestehens des Unternehmens getroffen wurde, markiert einen bedeutenden Wendepunkt für die bei Kölnern beliebte Marke.
In einer Mitteilung an die Kunden, die über soziale Medien und die eigene Webseite verbreitet wurde, erklärte das Team die Beweggründe. Man habe im Laufe der Jahre durch Expansionen und neue Projekte „leider ein bisschen aus den Augen verloren, worum es eigentlich geht: Handwerk, das spür- und schmeckbar ist“.
Welche Standorte sind betroffen?
Die Schließungen betreffen verschiedene Kölner Stadtteile und umfassen sowohl die klassischen Patisserie-Cafés als auch die zugehörigen Eisdielen. Konkret wurden folgende Filialen zum 1. Januar 2026 geschlossen:
- Das „TörtchenTörtchen“-Café in Nippes
- Das „TörtchenTörtchen“-Café in Braunsfeld
- Die „Schmelzpunkt“-Eisdiele in Nippes
- Die „Schmelzpunkt“-Eisdiele in der Südstadt
Diese Maßnahme reduziert die Präsenz der Marke im Stadtgebiet erheblich, soll aber laut den Betreibern die Qualität des Angebots an den verbleibenden Standorten sichern und verbessern.
Hintergrund: 20 Jahre Patisserie-Kunst in Köln
„TörtchenTörtchen“ wurde vor zwei Jahrzehnten gegründet und hat sich seitdem einen Namen für französische Patisserie auf höchstem Niveau gemacht. Die kunstvollen Törtchen, Macarons und Pralinen wurden schnell zu einem festen Bestandteil der Kölner Genusskultur. Die Expansion in verschiedene Stadtteile war ein Zeichen des Erfolgs, führte aber offenbar auch zu Herausforderungen bei der Qualitätssicherung.
Fokus auf Qualität und Handwerk
Die Unternehmensleitung betont, dass die Entscheidung keine wirtschaftliche Notlage widerspiegelt, sondern eine bewusste strategische Wahl ist. Ziel sei es, die eigenen Kapazitäten zu bündeln und sich wieder voll und ganz der handwerklichen Herstellung zu widmen. Weniger Standorte bedeuten mehr Zeit und Ressourcen für die Produktentwicklung und die Perfektionierung der bestehenden Rezepte.
„Wir wollen Kapazitäten bündeln, um uns wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren, und zwar die Liebe zu hochwertiger, handwerklicher Patisserie.“
Diese Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln soll sicherstellen, dass der Name „TörtchenTörtchen“ auch in Zukunft für kompromisslose Qualität steht. Das Team möchte Raum für neue Ideen schaffen und die handwerkliche Exzellenz, die die Marke bekannt gemacht hat, wieder in den Mittelpunkt stellen.
Reaktionen der Kunden
In den sozialen Medien zeigten sich viele Stammkunden betroffen über die Schließung ihrer Lieblingsfiliale. Gleichzeitig äußerten viele Verständnis und Respekt für die ehrliche Kommunikation des Unternehmens. Kommentare wie „Vielen Dank für eure Ehrlichkeit und alles Gute für die Zukunft. Wir bleiben euch weiterhin treu“ zeigen die starke Bindung der Kölner zu der Marke.
Die Zukunft von „TörtchenTörtchen“ in Köln
Trotz der Schließungen müssen die Liebhaber der süßen Kreationen nicht auf ihre Törtchen verzichten. Das Unternehmen konzentriert seine Kräfte auf zwei zentrale Standorte, die mit neuen Konzepten und Namen aufgewertet werden.
Das neue „TörtchenTörtchen Studio“
Der Flagship-Store in der Apostelnstraße im Herzen von Köln wird zum zentralen Anlaufpunkt und erhält den neuen Namen „TörtchenTörtchen Studio“. Hier soll das gesamte Erlebnis der Marke gebündelt werden. Geplant sind neben dem Verkauf der bekannten Patisserie-Spezialitäten auch Umbauten, um das Kundenerlebnis zu verbessern.
Interessant für die wärmeren Monate: Für den Sommer 2026 ist die Eröffnung einer Eistheke geplant, um das Angebot der geschlossenen Schmelzpunkt-Filialen zumindest teilweise zu kompensieren. Um die Umbauten zu ermöglichen, wird das Studio über die Karnevalstage vorübergehend geschlossen. Bereits getätigte Bestellungen können jedoch weiterhin abgeholt werden.
Das „TörtchenTörtchen Atelier“
Die Backstube in der Barbarastraße in Riehl, die bisher auch für ihre beliebten Backkurse bekannt war, wird zum „TörtchenTörtchen Atelier“. Dieser Ort bleibt das kreative und handwerkliche Zentrum des Unternehmens. Hier werden weiterhin alle Produkte hergestellt und Kurse angeboten. Das Atelier wird somit zur Denk- und Produktionsstätte, die die Qualität für das Studio in der Innenstadt sicherstellt.
Mit dieser klaren Aufteilung zwischen Produktionsstätte und Verkaufsort will das Unternehmen die Effizienz steigern und gleichzeitig die handwerkliche Seele bewahren. Die Konzentration auf diese beiden Säulen soll „TörtchenTörtchen“ für die nächsten 20 Jahre stark aufstellen und den Kunden weiterhin ein besonderes Genusserlebnis bieten.




