Am späten Freitagabend hat die Kölner Polizei ein illegales Autorennen auf den Ringen gestoppt. Zwei junge Fahranfänger im Alter von 19 und 21 Jahren lieferten sich eine gefährliche Verfolgungsjagd von Deutz nach Mülheim, bei der Geschwindigkeiten von über 100 km/h erreicht wurden. Die Führerscheine und die Fahrzeuge der beiden Männer wurden beschlagnahmt.
Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Fahranfänger (19 und 21 Jahre) veranstalteten ein illegales Autorennen in Köln.
- Die Fahrer erreichten auf dem Pfälzischen und Bergischen Ring Geschwindigkeiten von über 100 km/h.
- Die Polizei stoppte das Rennen und beschlagnahmte einen Audi A6 sowie einen 3er-BMW.
- Beide Fahrer verloren ihre Führerscheine; ein Strafverfahren wurde eingeleitet.
Rücksichtsloses Manöver durch die Stadt
Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend, als die beiden jungen Männer mit ihren Fahrzeugen – einem Audi A6 und einem 3er-BMW – an einer roten Ampel nebeneinander zum Stehen kamen. Augenzeugenberichten zufolge nahmen die Fahrer Kontakt auf, bevor sie bei Grün mit aufheulenden Motoren und durchdrehenden Reifen losfuhren.
Die anschließende Fahrt entwickelte sich schnell zu einem hochriskanten Rennen. Die Route führte über den Pfälzischen und den Bergischen Ring, eine der Hauptverkehrsadern der Stadt, von Deutz in Richtung Mülheim. Die Polizei gab an, dass die Fahrer die innerorts erlaubte Höchstgeschwindigkeit massiv überschritten.
Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer
Während ihrer Fahrt sollen die beiden Männer wiederholt Geschwindigkeiten von deutlich über 100 Kilometern pro Stunde erreicht haben. Um sich gegenseitig zu überholen, nutzten sie nicht nur die linke, sondern auch die rechte Fahrspur und zwangen andere Autofahrer zu abrupten Ausweichmanövern. Dieses Verhalten gefährdete nicht nur sie selbst, sondern auch unbeteiligte Dritte erheblich.
Hintergrund: Illegale Autorennen als Straftat
Seit 2017 wird die Teilnahme an illegalen Autorennen in Deutschland nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat gewertet. Der § 315d des Strafgesetzbuches (StGB) sieht Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafen vor. Kommt es zu einer konkreten Gefährdung von Menschen oder Sachen von bedeutendem Wert, kann die Strafe auf bis zu fünf Jahre ansteigen. Bei schweren Verletzungen oder Todesfällen sind bis zu zehn Jahre Haft möglich.
Das Ende der Raserei
Eine Zivilstreife der Kölner Polizei wurde auf das gefährliche Treiben aufmerksam und nahm die Verfolgung auf. Die Beamten hielten zunächst Abstand, um die Situation nicht weiter zu eskalieren, dokumentierten aber das rücksichtslose Fahrverhalten der beiden jungen Männer.
Die Gelegenheit zum Eingreifen bot sich, als die beiden Raser an einer weiteren roten Ampel stark abbremsen und anhalten mussten. Der Streifenwagen positionierte sich sofort so, dass er den beiden Fahrzeugen den Weg blockierte und eine Weiterfahrt unmöglich machte.
Fakten zum Einsatz
- Beteiligte Fahrzeuge: Audi A6, 3er-BMW
- Alter der Fahrer: 19 und 21 Jahre
- Tatort: Pfälzischer Ring und Bergischer Ring (Deutz bis Mülheim)
- Gemessene Geschwindigkeit: Zeitweise über 100 km/h
Harte Konsequenzen für die Fahranfänger
Für die beiden jungen Männer hatte ihr gefährliches Manöver unmittelbare und empfindliche Folgen. Die Beamten stellten noch vor Ort die beiden hochmotorisierten Fahrzeuge sicher. Sowohl der Audi als auch der BMW wurden zur Beweissicherung abgeschleppt.
Darüber hinaus wurden die Führerscheine der 19- und 21-Jährigen beschlagnahmt. Da es sich bei beiden um Fahranfänger handelt, die sich noch in der Probezeit befinden könnten, dürften die Konsequenzen besonders schwerwiegend sein. Neben einer Geld- oder Freiheitsstrafe drohen eine lange Sperrfrist für die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis sowie die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU).
„Solche rücksichtslosen Rennen sind kein Kavaliersdelikt, sondern eine massive Bedrohung für die öffentliche Sicherheit. Wir verfolgen diese Delikte mit aller Konsequenz“, erklärte ein Sprecher der Polizei Köln am Rande des Einsatzes.
Gegen die beiden Fahrer wurde ein Verkehrsstrafverfahren wegen der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei prüft zudem, ob weitere Verkehrsteilnehmer durch das Verhalten der Raser konkret gefährdet wurden und bittet mögliche Zeugen, sich zu melden.




