Die Einsatzkräfte in Köln und der umliegenden Region waren am Donnerstag mit einer Reihe schwerwiegender Vorfälle konfrontiert. Auf der Autobahn 555 wurde ein Mann lebensgefährlich verletzt, während in Leverkusen die Polizei nach dem Fund einer toten Frau eine Mordkommission einrichtete. Parallel dazu laufen die Ermittlungen zu einer Vergewaltigung und einer Unfallflucht.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Mann wurde auf der A555 bei Wesseling von einem LKW erfasst und lebensgefährlich verletzt.
- In Leverkusen-Opladen wurde eine tote Frau in einer Wohnung gefunden; die Polizei ermittelt wegen eines Tötungsdelikts.
- Die Kölner Polizei sucht dringend Zeugen nach einer Vergewaltigung im Grüngürtel.
- Nach einer Unfallflucht auf dem Militärring brannte ein Kleinwagen vollständig aus.
Tödungsdelikt in Leverkusen-Opladen
In den Nachmittagsstunden des Donnerstags machten Polizisten in Leverkusen-Opladen eine schreckliche Entdeckung. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung fanden sie in einer Wohnung in der Düsseldorfer Straße eine tote Frau. Die Identität der Verstorbenen ist bisher noch unklar.
Die ersten Untersuchungen am Fundort deuten auf ein Gewaltverbrechen hin. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei Köln gehen von einem Tötungsdelikt aus. Um die Hintergründe der Tat aufzuklären und den oder die Täter zu ermitteln, wurde umgehend eine Mordkommission eingerichtet. Spezialisten der Spurensicherung waren bis in den späten Abend vor Ort, um Beweismittel zu sichern. Weitere Details zum Opfer oder zu möglichen Verdächtigen wurden aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht bekannt gegeben.
Ermittlungsarbeit einer Mordkommission
Eine Mordkommission besteht aus einem Team hochspezialisierter Ermittler, Kriminaltechnikern und Rechtsmedizinern. Ihre Aufgabe ist es, bei Tötungsdelikten den Tatort zu analysieren, Spuren zu sichern, Zeugen zu befragen und ein umfassendes Bild des Tathergangs zu rekonstruieren, um den Fall aufzuklären.
Lebensgefährlicher Unfall auf der A555
Fast zeitgleich ereignete sich auf der Bundesautobahn 555 ein schwerer Verkehrsunfall, der zu einer Vollsperrung und erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Gegen 15 Uhr wurde ein Mann in Höhe der Anschlussstelle Wesseling von einem Lastwagen erfasst, der in Richtung Köln unterwegs war.
Der Mann, dessen Identität noch nicht geklärt werden konnte, erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz, um den Notarzt schnellstmöglich zur Unfallstelle zu bringen. Der 60-jährige Fahrer des LKW stand unter Schock.
Polizei prüft Hinweise auf Suizidversuch
Nach ersten Zeugenaussagen soll der Mann unvermittelt auf die Fahrbahn getreten sein. Aufgrund dieser Schilderungen hat das Kriminalkommissariat 11 der Polizei Rhein-Erft-Kreis die Ermittlungen übernommen. Ein zentraler Punkt der Untersuchung ist die Prüfung, ob es sich bei dem Vorfall um einen Suizidversuch handeln könnte.
Ein speziell ausgebildetes Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei war vor Ort, um den Unfallhergang exakt zu rekonstruieren. Diese Teams nutzen modernste Technik wie 3D-Scanner, um eine digitale Dokumentation der Unfallstelle zu erstellen. Die A555 in Richtung Köln blieb für die Dauer der Spurensicherung für mehrere Stunden gesperrt.
Die Polizei bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 02271 81-0 zu melden. Gleichzeitig weisen die Behörden auf Hilfsangebote wie die Telefonseelsorge hin, die anonym und rund um die Uhr erreichbar ist.
Weitere Ermittlungen in Köln
Neben diesen beiden Großeinsätzen beschäftigen weitere schwere Straftaten die Kölner Polizei. Die Ermittler suchen nach einer Vergewaltigung, die sich bereits am frühen Sonntagmorgen des 23. Novembers ereignet hat, dringend nach Zeugen.
Zeugensuche nach Vergewaltigung im Grüngürtel
Eine 45-jährige Frau gab an, gegen 4:20 Uhr im Bereich der Vogelsanger Straße und des Albrecht-Dürer-Platzes von einem Mann verfolgt worden zu sein. Der Täter soll sie zu Boden gebracht und vergewaltigt haben. Die Frau beschrieb den Mann als etwa 30 bis 40 Jahre alt und circa 1,85 Meter groß. Die Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung, um den Täter zu identifizieren.
Unfallflucht mit brennendem Auto
In der Nacht zum Dienstag kam es zudem zu einer aufsehenerregenden Unfallflucht. Gegen 1:40 Uhr kollidierte ein grauer Ford Fiesta auf dem Militärring in Lindenthal mit einem Taxi. Anstatt anzuhalten, flüchtete der Fahrer mit dem beschädigten Kleinwagen vom Unfallort.
Etwa eine Stunde später, gegen 2:40 Uhr, meldeten Zeugen ein brennendes Fahrzeug am nahegelegenen Alten Militärring in Müngersdorf. Es handelte sich um den zuvor geflüchteten Ford Fiesta. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Fahrzeug absichtlich in Brand gesetzt wurde, möglicherweise um Spuren zu verwischen. Auch in diesem Fall bittet die Polizei um Hinweise zu dem flüchtigen Fahrer und dem Geschehen.




