Am frühen Sonntagabend kam es in einem Seniorenheim im Kölner Stadtteil Nippes zu einem Feuerwehreinsatz. Ein Brand im Keller des „Zentrums für Betreuung und Pflege Phönix“ an der Neusser Straße löste einen Großeinsatz mit rund 100 Kräften aus. Dank des schnellen Handelns des Pflegepersonals konnten alle Bewohner rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Am Sonntagabend brach ein Feuer im Keller eines Seniorenheims in Köln-Nippes aus.
- Rund 100 Bewohner wurden evakuiert; es gab keine Verletzten unter ihnen.
- Zwei Pflegekräfte wurden zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht.
- Etwa 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren vor Ort.
- Alle Bewohner konnten nach dem Einsatz wieder in ihre Zimmer zurückkehren.
Alarm am frühen Abend
Die Ruhe des Sonntagabends wurde in Nippes jäh unterbrochen, als um 17:41 Uhr die automatische Brandmeldeanlage des Pflegeheims auf der Neusser Straße Alarm schlug. Unverzüglich rückten die ersten Einheiten der Kölner Feuerwehr aus.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich die Lage: Aus dem Keller des Gebäudes drang Rauch. Die Situation erforderte eine schnelle und koordinierte Reaktion, weshalb umgehend weitere Verstärkung angefordert wurde. Insgesamt waren schließlich rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst an dem Einsatz beteiligt.
Evakuierung durch Pflegepersonal eingeleitet
Als die Feuerwehr eintraf, hatte das Personal des Seniorenheims bereits vorbildlich mit der Evakuierung der Bewohner begonnen. Diese schnelle Reaktion war entscheidend, um eine mögliche Katastrophe zu verhindern. Die Feuerwehrkräfte unterstützten sofort bei der Evakuierung und brachten die übrigen der rund 100 Bewohnerinnen und Bewohner sicher ins Freie.
Zeitgleich begannen mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz mit der Brandbekämpfung im Keller. Die Löscharbeiten gestalteten sich intensiv, was sich auch am Materialverbrauch zeigte.
Hoher Materialverbrauch
Während des Einsatzes wurden insgesamt 21 Pressluftatmer verbraucht. Diese Atemschutzgeräte sind für die Einsatzkräfte überlebenswichtig, um sich vor giftigen Rauchgasen zu schützen. Die hohe Anzahl verdeutlicht die Intensität und Dauer der Löscharbeiten im Inneren des Gebäudes.
Zwei Mitarbeiter im Krankenhaus
Eine Sprecherin der Feuerwehr betonte am Abend das hervorragende Zusammenspiel zwischen der Haustechnik, dem Pflegepersonal und den Einsatzkräften. „Durch diese gute Zusammenarbeit gab es unter den Bewohnerinnen und Bewohnern glücklicherweise keine Verletzten“, teilte sie mit.
Zwei Mitarbeiter des Pflegedienstes wurden jedoch zur vorsorglichen Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Sie hatten sich möglicherweise bei den ersten Rettungsmaßnahmen Rauchgasen ausgesetzt.
Rückkehr nach erfolgreichem Einsatz
Nachdem das Feuer im Keller vollständig gelöscht war, führten die Einsatzkräfte umfangreiche Kontrollen und Luftmessungen im gesamten Gebäude durch. Es musste sichergestellt werden, dass keine Gefahr mehr durch Rauch oder andere Schadstoffe für die Bewohner bestand.
Verkehrsbehinderungen auf der Neusser Straße
Für die Dauer des Großeinsatzes musste die Neusser Straße, eine wichtige Verkehrsader in Nippes, zwischen der Blücherstraße und der Friedrich-Karl-Straße vollständig gesperrt werden. Dies führte zu vorübergehenden Störungen im Verkehr. Nach Abschluss der Maßnahmen konnte die Sperrung am Abend wieder aufgehoben werden.
Die Messungen ergaben erfreulicherweise keine bedenklichen Werte. Gegen 20:20 Uhr, knapp zweieinhalb Stunden nach dem ersten Alarm, konnte der Einsatz beendet werden. Alle Bewohnerinnen und Bewohner durften sicher in ihre Zimmer zurückkehren. Die Pflegeeinrichtung bietet Platz für rund 100 Personen in 54 Einzel- und 13 Doppelzimmern.




