In der Nacht zum Sonntag hat eine laute Explosion die Anwohner in Köln-Weiß aufgeschreckt. Unbekannte Täter sprengten einen Zigarettenautomaten in der Straße „Auf dem Klemberg“. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach drei flüchtigen Männern.
Der Vorfall ereignete sich gegen Mitternacht und reiht sich in eine Serie ähnlicher Taten in der Region ein. Die Ermittler prüfen nun mögliche Zusammenhänge zu Sprengungen in anderen Kölner Stadtteilen wie Holweide und Dünnwald. Die Täter erbeuteten Bargeld und Zigaretten in noch unbekannter Höhe.
Das Wichtigste in Kürze
- In Köln-Weiß wurde in der Nacht zum Sonntag ein Zigarettenautomat gesprengt.
- Zeugen beobachteten drei maskierte Männer, die vom Tatort flüchteten.
- Die Polizei prüft Zusammenhänge zu ähnlichen Taten in Holweide und Dünnwald.
- Das Kriminalkommissariat 71 bittet die Bevölkerung um Mithilfe und sucht Zeugen.
Explosion zerreißt die nächtliche Ruhe
Für die Anwohner der Straße „Auf dem Klemberg“ endete die Nachtruhe abrupt. Gegen Mitternacht erschütterte ein lauter Knall die Wohngegend. Schnell wurde klar, dass es sich nicht um ein Silvesterfeuerwerk handelte, sondern um eine gezielte Explosion. Ziel der Täter war ein freistehender Zigarettenautomat.
Durch die Wucht der Detonation wurde das Gerät vollständig zerstört. Trümmerteile verteilten sich auf dem Gehweg und der angrenzenden Straße. Anwohner, die durch den Lärm alarmiert wurden, beobachteten kurz nach der Explosion, wie drei Personen vom Tatort flüchteten.
Flucht in die Dunkelheit
Die Zeugenaussagen zeichnen ein klares Bild der flüchtigen Täter. Es soll sich um drei dunkel gekleidete Männer gehandelt haben. Alle drei trugen Masken, um ihre Identität zu verbergen. Ihre Flucht führte sie von der Straße „Auf dem Klemberg“ in Richtung der Weißer Hauptstraße, wo sich ihre Spur verliert.
Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung ein, die jedoch bislang ohne Erfolg blieb. Die Ermittler sicherten am Tatort Spuren und befragten erste Zeugen. Der Bereich um den zerstörten Automaten wurde für die Dauer der Spurensicherung weiträumig abgesperrt.
Hintergrund: Die Gefahr von Automatensprengungen
Bei der Sprengung von Automaten, sei es für Zigaretten oder Bargeld, kommen oft hochentzündliche Gasgemische oder illegale Sprengstoffe zum Einsatz. Diese Methoden sind nicht nur kriminell, sondern auch extrem gefährlich. Die unkontrollierte Explosion kann umherfliegende Metallteile zu tödlichen Geschossen machen und stellt eine erhebliche Gefahr für Anwohner und Passanten dar.
Polizei prüft Serienzusammenhang
Der Vorfall in Weiß ist kein Einzelfall. In den vergangenen Wochen und Monaten kam es im Kölner Stadtgebiet immer wieder zu ähnlichen Taten. Die Ermittler des Kriminalkommissariats 71, das auf organisierte Kriminalität spezialisiert ist, gehen daher der Frage nach, ob es eine Verbindung zu anderen Automatensprengungen gibt.
Besonders im Fokus stehen dabei Taten in den Stadtteilen Holweide und Dünnwald. Die Vorgehensweise der Täter weist in mehreren Fällen Parallelen auf. Oftmals suchen sich die Kriminellen Automaten in ruhigen Wohngegenden aus, wo sie sich nachts unbeobachtet fühlen. Die Tatausführung erfolgt meist schnell und professionell.
Statistiken zur Kriminalität
Automatensprengungen fallen in den Bereich der schweren Diebstähle. Laut polizeilicher Kriminalstatistik werden solche Taten oft von organisierten Banden durchgeführt. Die Aufklärungsquote ist eine Herausforderung, da die Täter meist maskiert und bei Nacht agieren, was die Identifizierung erschwert.
Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Auswertung der gesicherten Spuren sowie auf die Befragung weiterer potenzieller Zeugen. Es wird geprüft, ob es Videoaufzeichnungen von privaten Überwachungskameras oder Dashcams aus der Umgebung gibt, die Hinweise auf die Täter oder ein mögliches Fluchtfahrzeug geben könnten.
Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten
Um die flüchtigen Täter zu fassen, ist die Polizei dringend auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen. Das Kriminalkommissariat 71 hat einen offiziellen Zeugenaufruf gestartet und bittet Personen, die relevante Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden.
„Wir bitten jeden, der in der Tatnacht im Bereich ‚Auf dem Klemberg‘ oder der Weißer Hauptstraße etwas Verdächtiges bemerkt hat, sich bei uns zu melden. Jede noch so kleine Beobachtung kann für die Ermittlungen von entscheidender Bedeutung sein.“
Die Polizei fragt gezielt nach folgenden Informationen:
- Wer hat die drei dunkel gekleideten Männer vor, während oder nach der Tat gesehen?
- Gibt es Hinweise auf ein Fluchtfahrzeug, das in der Nähe geparkt war oder mit hoher Geschwindigkeit davongefahren ist?
- Haben Anwohner in den Tagen vor der Tat verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt, die den Automaten ausgekundschaftet haben könnten?
Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 71 unter der Rufnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an [email protected] entgegen. Die Ermittler versichern, dass alle Hinweise vertraulich behandelt werden.
Die wiederholten Taten sorgen bei den Anwohnern für Verunsicherung. Die Brutalität und die damit verbundene Lärmbelästigung und Gefahr beunruhigen viele Bürger. Die Polizei hat angekündigt, die Präsenz in den betroffenen Gebieten zu verstärken, um weitere Taten zu verhindern und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken.




