Ein Amokalarm am Bischöflichen Willigis-Gymnasium in Mainz hat am Morgen einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Zahlreiche Beamte durchsuchten das Schulgelände und die Gebäude. Nach rund eineinhalb Stunden gab die Polizei Entwarnung: Es gab keine Hinweise auf eine tatsächliche Gefahr.
Wichtige Erkenntnisse
- Amokalarm am Willigis-Gymnasium und der Realschule in Mainz.
- Großeinsatz der Polizei mit Durchsuchung des gesamten Geländes.
- Keine Anzeichen für eine tatsächliche Gefahr gefunden.
- Schüler verbarrikadierten sich in Klassenräumen oder wurden evakuiert.
- Ermittlungen zu den Hintergründen des Alarms laufen noch.
Großeinsatz in der Mainzer Altstadt
Der Amokalarm erreichte die Polizei gegen 07:45 Uhr über einen Notruf. Eine Meldung besagte, dass eine Amokansage über die Lautsprecheranlage der Schule lief. Der Alarm selbst wurde kurz zuvor, gegen 07:40 Uhr, ausgelöst. Sofort rückten zahlreiche Einsatzkräfte zur Schule in der Mainzer Altstadt aus.
Die Polizei sperrte die Zufahrtswege zum Bischöflichen Willigis-Gymnasium und der angeschlossenen Realschule weiträumig ab. Dies sollte die Sicherheit gewährleisten und ein ungestörtes Vorgehen der Einsatzkräfte ermöglichen.
Faktencheck zum Einsatz
- Alarmzeit: Gegen 07:40 Uhr
- Entwarnung: Kurz nach 09:00 Uhr
- Einsatzdauer: Rund 1,5 Stunden
- Beteiligte Schulen: Willigis-Gymnasium und Realschule, Maria Ward Schule (Sammelstelle)
Schüler reagieren auf Notlage
Die Schüler der betroffenen Schulen reagierten auf den Alarm auf unterschiedliche Weise. Ein Teil von ihnen wurde umgehend evakuiert. Diese Schüler brachte man zu eingerichteten Sammelstellen. Eine dieser Sammelstellen befand sich an der Mainzer Stephanskirche, eine weitere an der benachbarten Maria Ward Schule, einem Mädchengymnasium.
Andere Schüler hatten sich in ihren Klassenräumen verbarrikadiert. Dies ist ein gängiges Verhalten bei Amokalarmen, um sich vor potenziellen Gefahren zu schützen. Viele von ihnen nutzten ihre Mobiltelefone, um Kontakt zu ihren Eltern aufzunehmen und sie über die Situation zu informieren.
„Ein Teil der Schüler war evakuiert und zu einer Sammelstelle gebracht worden, ein anderer hatte sich in seinen Klassenräumen verbarrikadiert“, berichtete ein Polizeisprecher.
Umfassende Durchsuchung des Schulgeländes
Die Polizeibeamten durchsuchten das gesamte Gelände und alle Gebäude des Bischöflichen Willigis-Gymnasiums und der Realschule. Sie gingen systematisch vor, um sicherzustellen, dass keine Gefahr besteht. Klassenraum für Klassenraum wurde überprüft. Diese gründliche Vorgehensweise ist bei solchen Lagen Standard.
Eltern wurden derweil dringend gebeten, nicht zur Schule zu kommen. Für sie richtete die Stadt eine separate Anlaufstelle auf der Mainzer Zitadelle ein. Dies sollte ein Chaos vor Ort vermeiden und den Einsatzkräften freie Bahn lassen.
Hintergrund zum Willigis-Gymnasium
Das Willigis-Gymnasium ist eine traditionsreiche Bildungseinrichtung in Mainz. Es ist eine reine Jungenschule und befindet sich in Trägerschaft des Bistums Mainz. Neben dem Gymnasium ist auch eine Realschule auf dem Gelände untergebracht. Die Schule ist ein wichtiger Bestandteil der Mainzer Bildungslandschaft.
Entwarnung und weitere Ermittlungen
Kurz nach 9:00 Uhr konnte die Polizei Entwarnung geben. Die intensive Suche hatte keine Hinweise auf eine tatsächliche Gefahrenlage ergeben. „Es wurden keine Hinweise gefunden, dass tatsächlich eine Gefahrenlage bestanden hat“, teilte die Polizei im Anschluss an den Einsatz mit. Dies brachte Erleichterung für Schüler, Lehrer und Eltern.
Trotz der Entwarnung dauern die Ermittlungen zu den Hintergründen des Amokalarms an. Es muss geklärt werden, wie die Meldung zustande kam und ob es sich um einen Fehlalarm oder eine bewusste Falschmeldung handelte. Der Schulbetrieb wurde nach der Entwarnung wieder aufgenommen.
Solche Vorfälle sind für alle Beteiligten eine enorme Belastung. Die schnelle und professionelle Reaktion der Einsatzkräfte trug maßgeblich zur Beruhigung der Situation bei. Die psychologische Betreuung der Schüler und des Lehrpersonals wird in solchen Fällen oft in Betracht gezogen.
Konsequenzen und Prävention
Ein Amokalarm, auch wenn er sich als unbegründet erweist, zeigt die Notwendigkeit von klaren Notfallplänen an Schulen. Regelmäßige Übungen sind entscheidend, damit Schüler und Personal im Ernstfall richtig reagieren können. Die Kommunikation zwischen Schule, Eltern und Polizei spielt dabei eine zentrale Rolle.
Die Ermittlungen werden nun klären, wie es zu diesem Vorfall kommen konnte. Es ist wichtig, die Ursache zu finden, um ähnliche Situationen in Zukunft zu vermeiden. Die Sicherheit an Schulen hat höchste Priorität.




