Vier Katzen sind in Köln-Mülheim aus einem fensterlosen Keller einer Bäckerei befreit worden. Tierschützer entdeckten die Tiere in einem Raum mit Schimmel, unzureichender Futterversorgung und abgestandenem Wasser. Ordnungsamt und Polizei griffen ein, nachdem der Bäckereibesitzer die Situation offenbar nicht ernst nahm.
Wichtige Punkte
- Vier Katzen aus Keller einer Bäckerei in Köln-Mülheim gerettet.
- Haltungsbedingungen: fensterlos, Schimmel, wenig Futter, abgestandenes Wasser.
- Tierschützer, Ordnungsamt und Polizei waren vor Ort.
- Bäckereibesitzer zeigte sich unkooperativ.
- Die Tiere sind nun im Tierheim und erholen sich.
Verstoß gegen Tierschutzgesetz
Die Rettungsaktion begann, nachdem ein anonymer Hinweis Tierschützer auf die Missstände aufmerksam machte. Bei ihrer Ankunft in der Bäckerei in Mülheim stießen die Helfer auf eine erschreckende Situation. Der Kellerraum, in dem die Katzen gehalten wurden, war komplett fensterlos. Es gab keine Möglichkeit für frische Luft oder Tageslicht, was essenziell für das Wohlbefinden von Tieren ist.
Die Wände des Kellers waren von Schimmel befallen. Dies deutet auf eine hohe Feuchtigkeit und mangelnde Hygiene hin, die sowohl für Menschen als auch für Tiere gesundheitsschädlich ist. Die Katzen hatten zudem kaum Futter zur Verfügung. Das angebotene Wasser war abgestanden.
Faktencheck
- Ort des Geschehens: Köln-Mülheim, Keller einer Bäckerei.
- Anzahl der Tiere: Vier Katzen, davon drei Jungtiere.
- Zustand des Kellers: Fensterlos, schimmelnde Wände, unzureichende Versorgung.
Einsatz von Ordnungsamt und Polizei
Nachdem die Tierschützer das Ausmaß der Tierhaltung erkannten, informierten sie umgehend das Ordnungsamt und die Polizei. Beide Behörden zeigten sich erschüttert über die vorgefundenen Bedingungen. Solche Zustände stellen einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar, welches die artgerechte Haltung von Tieren vorschreibt.
Der Bäckereibesitzer wurde telefonisch kontaktiert. Seine Reaktion war laut Angaben der Tierschützer kurz und ablehnend. Er sagte lediglich:
„Dann nehmen Sie die Katzen halt mit.“Diese Aussage unterstreicht die offenbar mangelnde Bereitschaft, Verantwortung für die Tiere zu übernehmen oder die Situation zu verbessern.
Schwierige Sicherung der Tiere
Während des Einsatzes kam es zu einer weiteren Komplikation. Eine der verängstigten Katzen nutzte eine kurzzeitig geöffnete Tür, um in den Verkaufsraum der Bäckerei zu flüchten. Die Sicherung des Tieres gestaltete sich schwierig, da eine weitere Tür von den Verantwortlichen der Bäckerei absichtlich verschlossen wurde.
Diese Handlung erschwerte die Arbeit der Einsatzkräfte zusätzlich. Das Ordnungsamt und die Polizei entschieden daraufhin gemeinsam, alle vier Tiere sicherzustellen. Dies war notwendig, um ihr Wohl zu gewährleisten und sie aus der unhaltbaren Situation zu befreien. Die Zusammenarbeit der Behörden war entscheidend für den Erfolg der Rettungsaktion.
Hintergrund Tierschutzgesetz
Das deutsche Tierschutzgesetz (§ 2 TierschG) schreibt vor, dass Tiere ihrer Art und ihren Bedürfnissen entsprechend ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden müssen. Es verbietet auch, einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Die Haltung von Tieren in einem fensterlosen, schimmeligen Keller ohne ausreichend Futter und frisches Wasser verstößt klar gegen diese Grundsätze.
Die Katzen im Tierheim
Die drei Katzen und der Kater befinden sich nun im örtlichen Tierheim. Sie sind physisch unverletzt, was angesichts der Umstände eine Erleichterung ist. Jedoch sind die Tiere nach Angaben der Einsatzkräfte stark verängstigt. Die traumatischen Erfahrungen im Keller der Bäckerei haben deutliche Spuren hinterlassen.
Im Tierheim erhalten die Katzen nun die notwendige Pflege und Aufmerksamkeit. Sie werden tierärztlich untersucht, ausreichend gefüttert und haben Zugang zu sauberem Wasser und einer artgerechten Umgebung. Das Tierheim wird sich bemühen, die Tiere zu sozialisieren und ihnen zu helfen, ihr Vertrauen in den Menschen wiederzugewinnen.
Zukunft der geretteten Tiere
Die Tiere werden im Tierheim betreut, bis sie sich vollständig erholt haben. Danach beginnt die Suche nach geeigneten Adoptivfamilien, die ihnen ein liebevolles und artgerechtes Zuhause bieten können. Es ist zu erwarten, dass die Katzen Zeit benötigen, um sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen und ihre Ängste abzubauen.
Solche Fälle zeigen immer wieder die Wichtigkeit von aufmerksamen Bürgern und engagierten Tierschutzorganisationen. Ohne den Hinweis des Anrufers und das schnelle Handeln der Tierschützer wären die Katzen weiterhin unter den katastrophalen Bedingungen im Keller der Bäckerei gefangen gewesen. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen der Bäckereibesitzer für die Missachtung des Tierschutzgesetzes tragen muss.
- Erste Priorität ist die Erholung der Katzen.
- Sozialisierung und Vertrauensaufbau sind wichtige Schritte.
- Suche nach verantwortungsbewussten Adoptivfamilien.




