Die Kölner Innenstadt bereitet sich auf einen massiven Besucheransturm am zweiten Adventswochenende vor. Die Stadtverwaltung rechnet allein am Samstag mit über 200 Reisebussen, was zu erheblichen Verkehrsbeschränkungen führen wird. Im Zentrum der Maßnahmen steht eine mehrstündige Sperrung der Deutzer Brücke in Richtung Innenstadt.
Diese Regelung soll den Verkehrsfluss lenken und die Sicherheit in der überfüllten City gewährleisten. Autofahrer müssen sich auf Umleitungen einstellen, während die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) mit einem besonderen Angebot eine Alternative zum Auto bieten.
Das Wichtigste in Kürze
- Am Samstag, dem 6. Dezember 2025, werden über 200 Reisebusse in Köln erwartet.
- Die Deutzer Brücke wird von 11 bis 20 Uhr in Richtung Heumarkt für den Individualverkehr gesperrt.
- Als Ausweichrouten werden die Severinsbrücke und die Zoobrücke empfohlen.
- Die KVB bietet ein Kombiticket an: Parken in ausgewählten Parkhäusern beinhaltet ein 24-Stunden-Ticket für bis zu fünf Personen.
Deutzer Brücke wird zum Nadelöhr
Um dem erwarteten Andrang Herr zu werden, hat die Stadt Köln ein umfassendes Verkehrskonzept für die Adventssamstage erarbeitet. Ein zentraler Baustein ist die temporäre Sperrung der Deutzer Brücke. Die Brücke wird am Samstag, 6. Dezember, zwischen 11:00 und 20:00 Uhr für den regulären Autoverkehr in Fahrtrichtung Heumarkt nicht befahrbar sein.
Die Fahrspuren werden in dieser Zeit für ankommende Reisebusse und für Rettungsfahrzeuge reserviert. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass die Busse ihre Fahrgäste an zentralen Punkten absetzen können, ohne den Verkehr lahmzulegen. Gleichzeitig wird gewährleistet, dass Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste im Notfall schnell durch die belebten Straßen gelangen können.
Fahrtrichtung Deutz bleibt frei
Wichtig für Anwohner und Besucher des Stadtteils Deutz: Die Sperrung betrifft ausschließlich die Fahrtrichtung in die linksrheinische Innenstadt. Wer von der City nach Deutz fahren möchte, kann die Deutzer Brücke wie gewohnt nutzen.
Zahlen zum Adventsverkehr
Die Adventszeit ist für Köln von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Die Weihnachtsmärkte ziehen jährlich Millionen von Besuchern an. An einem einzigen Adventssamstag strömen oft Hunderttausende Menschen in die Stadt, was eine logistische Herausforderung für die Infrastruktur darstellt.
Umfahrungen und die Rolle des ÖPNV
Autofahrern, die in die Innenstadt müssen, wird geraten, den Bereich um den Heumarkt weiträumig zu umfahren. Die Stadt hat offizielle Umleitungen eingerichtet, die über die Severinsbrücke im Süden und die Zoobrücke im Norden führen. Verkehrsteilnehmer sollten sich jedoch darauf einstellen, dass auch auf diesen Ausweichrouten mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und möglichen Staus zu rechnen ist.
Angesichts der erwarteten Verkehrslage empfehlen die Behörden dringend, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Die KVB verdichtet an den Adventswochenenden in der Regel ihren Takt, um dem erhöhten Fahrgastaufkommen gerecht zu werden.
Ein attraktives Angebot der KVB
Um den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn zu erleichtern, wiederholen die KVB ihr erfolgreiches Angebot der Vorjahre. Wer sein Fahrzeug an den Adventssamstagen in bestimmten Parkhäusern abstellt, erhält einen deutlichen Mehrwert.
Parken und Fahren im Kombipaket
Die Aktion gilt für die Parkhäuser der Kölner Wirtschafts- und Rehabilitations-GmbH (KWR), die Parkhäuser LA P1, 2 und 4 sowie die Park-and-Ride-Anlage Haus Vorst. Das gezogene Parkticket gilt automatisch als 24-Stunden-Ticket für bis zu fünf Personen im gesamten Netz der KVB. Dies stellt eine erhebliche Ersparnis im Vergleich zum Einzelkauf von Park- und Fahrscheinen dar und soll den Anreiz erhöhen, das Auto am Stadtrand stehen zu lassen.
Hintergrund der Maßnahmen: Sicherheit und Erreichbarkeit
Die umfangreichen Verkehrslenkungsmaßnahmen sind eine direkte Reaktion auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre. Die Kombination aus Weihnachtseinkäufern, Touristen und dem normalen Stadtverkehr führte regelmäßig zu einem Verkehrskollaps in der Innenstadt.
„Unsere Priorität ist es, die Sicherheit aller Besucher zu gewährleisten und die Stadt erreichbar zu halten. Die Sperrung der Deutzer Brücke ist ein notwendiger Schritt, um ein Chaos zu verhindern und die Rettungswege freizuhalten“, erklärte ein Sprecher der Stadtverwaltung.
Die Kanalisierung der Reisebusse auf der Brücke hat sich als effektives Mittel erwiesen, um den Suchverkehr nach Parkplätzen zu reduzieren und die An- und Abreise der Touristengruppen zu organisieren. Die freigehaltenen Spuren dienen als Pufferzone und verhindern, dass die Busse die engen Straßen rund um den Dom und die Altstadt blockieren.
Tipps für einen stressfreien Besuch
Wer einen Besuch der Kölner Innenstadt am zweiten Adventswochenende plant, sollte sich gut vorbereiten. Hier sind einige Empfehlungen:
- Früh anreisen: Fahren Sie möglichst vor 11 Uhr in die Stadt, um die Hauptverkehrszeit und die Brückensperrung zu umgehen.
- ÖPNV nutzen: Die beste Alternative ist die Anreise mit S-Bahn, U-Bahn oder Bus.
- P+R-Anlagen verwenden: Nutzen Sie die Park-and-Ride-Plätze am Stadtrand und steigen Sie dort in die KVB um. Das Kombi-Angebot macht dies besonders attraktiv.
- Informationen prüfen: Informieren Sie sich vor der Abfahrt über die aktuelle Verkehrslage durch Radio, Navigations-Apps oder die Webseiten der Stadt Köln und der KVB.
Mit der richtigen Planung lässt sich der Besuch der festlich geschmückten Domstadt auch an einem der besucherstärksten Tage des Jahres genießen.




