Die Bezirksvertretung Nippes hat beschlossen, das unkontrollierte Parken auf einer Mittelinsel am Mauenheimer Gürtel durch Poller zu unterbinden. Diese Maßnahme soll die Verkehrssicherheit an einem unübersichtlichen Straßenabschnitt kurzfristig erhöhen, da geparkte Fahrzeuge, insbesondere Lastwagen, immer wieder die Sicht für andere Verkehrsteilnehmer blockieren.
Das Wichtigste in Kürze
- Auf einer Mittelinsel am Mauenheimer Gürtel in Köln-Nippes wird das illegale Parken durch Poller beendet.
- Die Maßnahme soll die Verkehrssicherheit erhöhen, da geparkte Fahrzeuge die Sicht behindern.
- Ein breites politisches Bündnis in der Bezirksvertretung Nippes hat den entsprechenden Antrag verabschiedet.
- Die Poller sind eine Sofortmaßnahme, da ein größerer Umbau des Bereichs erst für 2027 geplant ist.
Ein unkalkulierbares Risiko im Alltag
Für viele Autofahrer in Nippes ist die Stelle eine tägliche Herausforderung. Kurz vor dem Ende des Mauenheimer Gürtels in Richtung Merheimer Straße, direkt nach der Wendespur, befindet sich eine etwa 450 Quadratmeter große, unbefestigte Mittelinsel. Seit langer Zeit wird diese Fläche als inoffizieller Parkplatz genutzt – oft auch von großen Lastwagen und Transportern, die dort dauerhaft abgestellt werden.
Die Situation ist besonders heikel, da der Mauenheimer Gürtel an dieser Stelle eine schlecht einsehbare Doppelkurve beschreibt. Fahrzeuge, die aus der Gegenrichtung kommen, haben durch die geparkten Autos eine stark eingeschränkte Sicht auf den Verkehr, der aus der Wendespur auf den Gürtel einbiegt. Eine klare Fahrbahntrennung fehlt ebenfalls, was die Orientierung zusätzlich erschwert.
Gefahrenpunkt Mauenheimer Gürtel
Die Kombination aus einer unübersichtlichen Doppelkurve, fehlenden Fahrbahnmarkierungen und sichtbehindernden, illegal geparkten Fahrzeugen schafft ein erhöhtes Unfallrisiko. Die Bezirksvertretung sieht hier dringenden Handlungsbedarf, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.
Politik reagiert auf Sicherheitsbedenken
Um diese gefährliche Situation zu beenden, hat die Bezirksvertretung Nippes in ihrer letzten Sitzung des Jahres gehandelt. Ein gemeinsamer Antrag der Fraktionen von Grünen, SPD, Linken und Volt fand eine breite Mehrheit. Der Vorschlag sieht eine einfache, aber wirksame Lösung vor: Die Mittelinsel soll durch Poller abgesperrt werden, um das Parken dort unmöglich zu machen.
Die Antragsteller, darunter die Fraktionsvorsitzenden Anne Roth (Grüne) und Ulrich Müller (SPD) sowie Joanna Dommnich (Linke) und Robert Glashagen (Volt), betonten die Notwendigkeit einer schnellen Lösung. Sie argumentierten, dass die Verkehrssicherheit Vorrang haben müsse und eine Abpollerung eine unkomplizierte und zügig umsetzbare Maßnahme sei.
"Dieser zu begrüßende Umbau beseitigt jedoch nicht das Problem mit dem Wildparken auf der Mittelinsel. Eine Abpollerung wäre eine einfache und schnell umsetzbare Maßnahme, um für zusätzliche Sicherheit zu sorgen", heißt es zur Begründung des gemeinsamen Antrags.
Nicht alle Vertreter stimmten dem Vorschlag zu. Die beiden Vertreter der AfD-Fraktion sprachen sich gegen die Maßnahme aus, da sie das Aufstellen von Pollern als unverhältnismäßig ansahen.
Großer Umbau erst in einigen Jahren geplant
Die Installation der Poller ist als Übergangslösung gedacht, denn für den betroffenen Straßenabschnitt ist bereits eine umfassende Neugestaltung in Planung. Diese soll jedoch erst im Jahr 2027 umgesetzt werden. Bis dahin, so die Befürworter der Poller, könne man das bestehende Sicherheitsrisiko nicht ignorieren.
Was die Umbaupläne für 2027 vorsehen
Die Pläne, die von der Bezirksvertretung bereits im März 2023 beschlossen wurden, zielen auf eine grundlegende Verbesserung der Verkehrsführung ab. Zukünftig sollen der Geradeausverkehr und die Fahrzeuge aus der Wendespur eigene, klar markierte Fahrspuren erhalten. Um die notwendige Schleppkurve für größere Fahrzeuge wie Busse und Lkw zu ermöglichen, wird die Fahrbahn verbreitert.
Wegfall von offiziellen Parkplätzen
Die geplante Verbreiterung der Fahrbahn wird nicht ohne Folgen bleiben. Ein Teil eines bisherigen Parkstreifens wird für die neue Verkehrsführung benötigt. Das bedeutet konkret, dass die rund 15 kostenfreien Pkw-Stellplätze am nördlichen Rand des Mauenheimer Gürtels im Zuge des Umbaus wegfallen werden.
Die Entscheidung für die Poller unterstreicht den politischen Willen, akute Gefahrenpunkte im Stadtverkehr nicht auf die lange Bank zu schieben. Anwohner und tägliche Pendler können nun auf eine baldige Entschärfung der unübersichtlichen Verkehrslage am Mauenheimer Gürtel hoffen.




