Autofahrer und Pendler in Köln müssen sich auf weitere erhebliche Verkehrseinschränkungen einstellen. Die Sanierungsarbeiten an der Südseite der Deutzer Brücke dauern länger als geplant, was zu einer verlängerten Sperrung in Richtung Deutz führt. Gleichzeitig steht mit der Nord-Süd-Fahrt eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt vor wochenlangen Behinderungen und mehreren kompletten Wochenendsperrungen.
Grund für die Verzögerung an der Brücke ist laut Stadtverwaltung ein technischer Defekt an einem Baugerät. An der Nord-Süd-Fahrt sorgt ein privates Bauprojekt für die notwendigen Sperrungen, die bis Mitte November andauern werden.
Die wichtigsten Informationen
- Deutzer Brücke: Die Sperrung der Südseite in Fahrtrichtung Deutz wird wegen eines technischen Defekts verlängert.
- Nord-Süd-Fahrt: Vom 27. September bis 17. November steht in der Unterführung nur eine Spur pro Richtung zur Verfügung.
- Vollsperrungen: An vier Wochenenden wird die Nord-Süd-Fahrt für Gerüstarbeiten komplett gesperrt.
- Umleitungen: Der Verkehr wird während der Vollsperrungen weiträumig, unter anderem über die Rheinuferstraße, umgeleitet.
Verzögerung bei Sanierung der Deutzer Brücke
Die ursprünglich für den 20. September geplante Freigabe der Südseite der Deutzer Brücke kann nicht eingehalten werden. Wie die Stadt Köln mitteilte, ist ein defektes Baustellengerät die Ursache für die unvorhergesehene Verlängerung der Arbeiten. Die Reparatur oder der Ersatz des Geräts soll nun schnellstmöglich erfolgen.
Ein neuer, genauer Termin für die vollständige Freigabe der Fahrspuren in Richtung Deutz wurde noch nicht genannt, die Arbeiten sollen jedoch in der kommenden Woche abgeschlossen werden. Bis dahin bleibt die Sperrung bestehen und erfordert von den Verkehrsteilnehmern weiterhin Geduld.
Teilweise Entlastung auf der Nordseite
Immerhin gibt es auf der gegenüberliegenden Seite der Brücke eine positive Entwicklung. Der Verkehr auf der Nordseite in Richtung Kölner Innenstadt fließt bereits seit dem 23. September wieder zweispurig. Dies sorgt für eine gewisse Entlastung des Verkehrs aus den rechtsrheinischen Stadtteilen.
Zusätzlich wurde eine weitere wichtige Verbindung wieder freigegeben. Laut Stadtverwaltung ist die Strecke über die Mindener Straße und die Siegburger Straße zwischen den Stadtteilen Deutz und Poll seit dem 25. September wieder vollständig befahrbar.
Achtung Radverkehr
Auf dem kombinierten Geh- und Radweg der Siegburger Straße zwischen Grabengasse und Deutzer Freiheit kommt es für etwa drei weitere Wochen zu Einschränkungen. Wegen Restarbeiten wird der Radverkehr auf die Fahrbahn umgeleitet, was erhöhte Aufmerksamkeit von allen Verkehrsteilnehmern erfordert.
Einschneidende Maßnahmen an der Nord-Süd-Fahrt
Eine noch größere Herausforderung für den innerstädtischen Verkehr beginnt am 27. September. Die Nord-Süd-Fahrt, eine zentrale Nord-Süd-Verbindung durch die Kölner City, wird durch ein privates Bauvorhaben in Höhe der Schildergasse stark beeinträchtigt.
Für einen Zeitraum von fast zwei Monaten, vom 27. September bis zum 17. November, wird die Kapazität der Unterführung drastisch reduziert. In beiden Fahrtrichtungen steht dann nur noch eine einzige Fahrspur zur Verfügung. Dies wird voraussichtlich zu erheblichen Staus im Berufsverkehr führen.
Vier Wochenenden mit Vollsperrungen geplant
Zusätzlich zu den dauerhaften Einschränkungen sind an vier Wochenenden komplette Sperrungen der Nord-Süd-Fahrt in beide Richtungen erforderlich. Während dieser Zeiträume werden umfangreiche Gerüstarbeiten an dem privaten Bauprojekt durchgeführt.
Die Stadt Köln hat die genauen Termine für die Vollsperrungen bekannt gegeben, um den Bürgern eine frühzeitige Planung zu ermöglichen:
- Erstes Wochenende: von Samstag, 27. September (7:00 Uhr), bis Montag, 29. September (5:00 Uhr)
- Zweites Wochenende: von Donnerstag, 2. Oktober (22:00 Uhr), bis Sonntag, 5. Oktober (5:00 Uhr)
- Drittes Wochenende: von Samstag, 1. November (7:00 Uhr), bis Montag, 3. November (5:00 Uhr)
- Viertes Wochenende: von Samstag, 15. November (7:00 Uhr), bis Montag, 17. November (5:00 Uhr)
Hintergrund der Sperrungen
Die Einschränkungen an der Nord-Süd-Fahrt stehen im Zusammenhang mit einem großen privaten Bauprojekt. Die Notwendigkeit, ein Gerüst sicher auf- und abzubauen, erfordert aus Sicherheitsgründen die vollständige Sperrung der darunter liegenden Verkehrsachse. Solche Maßnahmen sind bei Bauarbeiten in unmittelbarer Nähe zu wichtigen Verkehrswegen üblich.
Umfangreiche Umleitungen eingerichtet
Für die Zeit der Vollsperrungen hat die Stadtverwaltung weiträumige Umleitungsstrecken ausgewiesen. Der Verkehr soll vor allem über die Rheinuferstraße geführt werden, um die Innenstadt zu entlasten.
„Die Umleitungen verlaufen weiträumig über die Rheinuferstraße und angrenzende Straßen“, heißt es in der offiziellen Mitteilung der Stadt Köln. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich großräumig zu umfahren oder auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.
Die Umleitungsstrecken im Detail
Die ausgeschilderten Routen sind je nach Fahrtrichtung unterschiedlich angelegt, um den Verkehrsfluss bestmöglich zu lenken:
- Fahrtrichtung Norden (Richtung Ebertplatz/Dom): Die Umleitung führt über die Straßen „Bäche“, die Rheinuferstraße, die Goldgasse, den Breslauer Platz und schließlich die Ursulastraße zurück auf die ursprüngliche Route.
- Fahrtrichtung Süden (Richtung Neumarkt/Barbarossaplatz): Der Verkehr wird über die Ursulastraße, den Breslauer Platz, die Goldgasse, die Rheinuferstraße und die „Bäche“ geleitet.
Es wird erwartet, dass auch die Umleitungsstrecken, insbesondere die Rheinuferstraße, an den Sperrwochenenden stark belastet sein werden. Autofahrern wird empfohlen, deutlich mehr Zeit für ihre Fahrten einzuplanen oder, wenn möglich, auf das Auto zu verzichten.




