Autofahrer in Nordrhein-Westfalen müssen sich Ende Februar auf erhebliche Behinderungen einstellen. Die Autobahn A2 wird in der Nähe von Dortmund für Bauarbeiten an einer wichtigen Brücke für fünf Tage vollständig gesperrt. Die Maßnahme betrifft die Fahrtrichtung Hannover und erfordert eine großräumige Umleitung.
Das Wichtigste zur A2-Sperrung
- Wo? Zwischen dem Kreuz Dortmund-Nordwest und der Anschlussstelle Dortmund-Nordost in Fahrtrichtung Hannover.
- Wann? Von Donnerstag, 26. Februar (21 Uhr), bis Montag, 2. März (5 Uhr).
- Warum? Verstärkungsarbeiten an der Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal.
- Umleitung: Eine offizielle Umleitung wird über die A45 und A1 eingerichtet.
Details zur Sperrung und den betroffenen Abschnitten
Die Vollsperrung auf der A2, einer der zentralen Verkehrsachsen im nördlichen Ruhrgebiet, wird den Verkehr in Richtung Hannover komplett unterbrechen. Der betroffene Abschnitt beginnt am Autobahnkreuz Dortmund-Nordwest, wo die A2 auf die A45 trifft, und endet an der Anschlussstelle Dortmund-Nordost.
Die Autobahn Westfalen hat bestätigt, dass die Sperrung am späten Donnerstagabend, dem 26. Februar, um 21 Uhr in Kraft tritt. Sie soll bis zum frühen Montagmorgen, dem 2. März, um 5 Uhr andauern, um den Berufsverkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.
Zusätzliche Einschränkungen im Nahbereich
Neben der Hauptfahrbahn sind weitere Zufahrten und Wege von der Maßnahme betroffen. So wird auch die Ausfahrt Dortmund-Mengede in Fahrtrichtung Hannover nicht nutzbar sein. Um den Verkehrsfluss auf den Umleitungsstrecken zu gewährleisten und Rückstaus zu vermeiden, wird zudem die Auffahrt Dortmund-Bodelschwingh zur A42 gesperrt.
Auch der nicht-motorisierte Verkehr ist betroffen: Der Rad- und Fußweg, der auf der Ostseite unter der Kanalbrücke verläuft, wird ebenfalls für die Dauer der Arbeiten gesperrt. Für Radfahrer und Fußgänger wird eine separate Umleitung ausgeschildert.
Bedeutung der A2 für die Region
Die Bundesautobahn 2, oft als „Ost-West-Achse“ bezeichnet, verbindet das Ruhrgebiet mit Berlin und ist eine der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands. Sperrungen auf dieser Strecke haben weitreichende Auswirkungen auf den regionalen und überregionalen Personen- und Güterverkehr.
Der offizielle Umleitungsweg für den Fernverkehr
Für den Fernverkehr wurde eine großräumige Umleitung konzipiert, um den gesperrten Bereich zu umfahren. Autofahrer, die auf der A2 in Richtung Hannover unterwegs sind, werden ab dem Kreuz Dortmund-Nordwest auf die A45 geleitet.
Die empfohlene Route führt dann weiter in Richtung Frankfurt, bis zum Westhofener Kreuz. Dort wechseln die Fahrer auf die A1 in Richtung Bremen und folgen dieser bis zum Kamener Kreuz, wo sie wieder auf die A2 in Richtung Hannover auffahren können. Es wird dringend empfohlen, dieser ausgeschilderten Umleitung zu folgen, da das lokale Straßennetz voraussichtlich stark überlastet sein wird.
Fakten zur Brücke am Dortmund-Ems-Kanal
- Baujahr: 1979
- Länge: 85 Meter
- Funktion: Überführung der A2 über eine der wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands.
- Maßnahme: Verstärkung der Struktur zur Verlängerung der Nutzungsdauer.
Hintergrund der Bauarbeiten: Eine Brücke aus den 70er-Jahren
Der Grund für die mehrtägige Vollsperrung sind dringend notwendige Verstärkungsarbeiten an der 85 Meter langen Brücke, die die A2 über den Dortmund-Ems-Kanal führt. Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1979 und muss an die heutigen Verkehrsbelastungen angepasst werden.
Nach Angaben der Autobahn GmbH soll die Maßnahme die Nutzungsdauer der Brücke signifikant verlängern. Solche Sanierungen sind Teil eines bundesweiten Programms zur Erhaltung der kritischen Infrastruktur. Viele Brücken aus den 1960er und 1970er Jahren sind für das heutige Verkehrsaufkommen, insbesondere den stark zugenommenen Schwerlastverkehr, nicht mehr ausgelegt.
Einordnung: Verkehrslage in NRW bleibt angespannt
Die Sperrung bei Dortmund ist kein Einzelfall. Nordrhein-Westfalen ist bekannt für sein dichtes Verkehrsnetz, aber auch für seine zahlreichen Baustellen. Die Sanierung der alternden Infrastruktur stellt das Land vor große Herausforderungen.
So ist beispielsweise die A59 zwischen Düsseldorf und Monheim seit Oktober für rund acht Monate voll gesperrt. Dort wird die Fahrbahn grundhaft saniert, was voraussichtlich noch bis Mitte Juni 2026 andauern wird. Auch in Bonn steht mit der Sperrung der A562 zwischen dem Kreuz Bonn-Ost und der Anschlussstelle Bonn-Rheinaue die nächste größere Einschränkung bevor.
Diese Projekte zeigen, dass Autofahrer in NRW auch in Zukunft Geduld und gute Nerven benötigen werden. Die koordinierten Maßnahmen sind jedoch notwendig, um die Sicherheit und Funktionsfähigkeit der Autobahnen langfristig zu gewährleisten.
Was Autofahrer jetzt beachten sollten
Wer plant, am letzten Februarwochenende die A2 bei Dortmund zu nutzen, sollte sich frühzeitig auf die Sperrung einstellen. Es wird dringend geraten, deutlich mehr Zeit für die Fahrt einzuplanen oder, wenn möglich, auf alternative Verkehrsmittel wie die Bahn umzusteigen.
Vor Fahrtantritt sollten die aktuellen Verkehrsinformationen über Radio oder Navigations-Apps geprüft werden. Es ist davon auszugehen, dass auch auf den Umleitungsstrecken, insbesondere auf der A45 und A1, ein erhöhtes Verkehrsaufkommen herrschen wird.




