Florian Kastenmeier, Torwart und Kapitän von Fortuna Düsseldorf, hat in einer Vereinsdokumentation einen überraschenden Einblick in sein Privatleben gegeben. Neben dem schwierigen Saisonstart und der neuen Verantwortung als Spielführer sprach der 28-Jährige über seine Leidenschaft für die RTL-Serie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ und seinen Traum von einer Gastrolle.
Der Profisportler offenbarte, dass die Seifenoper ein fester Bestandteil seiner Spielvorbereitung ist und er sich eine zweite Karriere am Set der beliebten Serie vorstellen könnte. Diese persönlichen Einblicke zeigen eine andere Seite des Torhüters, der auf dem Platz für seine Entschlossenheit bekannt ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Florian Kastenmeier, Kapitän von Fortuna Düsseldorf, ist ein großer Fan der RTL-Serie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ (GZSZ).
- Er hat den Traum, eine Gastrolle in der Serie zu übernehmen, idealerweise als Leiter des „Kiezkaufs“.
- Vor jedem Spiel schaut er eine Folge GZSZ als festes Ritual.
- Kastenmeier sprach offen über den schwierigen Saisonstart und die emotionale Belastung durch den Trainerwechsel.
- Privat ist der dreifache Vater ein sehr ordnungsliebender Mensch, der jeden Abend das Haus aufräumt, um „inneren Seelenfrieden“ zu finden.
Ein schwieriger Start in die Saison
Für Florian Kastenmeier und Fortuna Düsseldorf war der Auftakt in die neue Zweitligasaison alles andere als einfach. Nach neun Spieltagen fand sich der Traditionsverein mit nur zehn Punkten auf dem dreizehnten Tabellenplatz wieder. Der Druck auf die Mannschaft und ihren neuen Kapitän war von Beginn an hoch.
Besonders die deutlichen Niederlagen gegen Arminia Bielefeld (1:5) und Hannover 96 (0:2) zu Beginn der Saison sorgten für Unruhe im Umfeld. „Wir haben einen sehr schlechten Auftakt gehabt, die Unruhe außerhalb war groß“, rekapituliert Kastenmeier in der Vereinsdoku „Abgeholt“.
Die Rolle des Kapitäns
Als neuer Spielführer trägt Kastenmeier in dieser turbulenten Phase eine besondere Verantwortung. Er ist das Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainerteam und das Gesicht des Teams in der Öffentlichkeit. Diese Rolle bringt zusätzliche mentale Belastungen mit sich.
Der Torhüter gibt zu, dass die sportliche Talfahrt ihn auch nach dem Abpfiff beschäftigt hat. Er führte viele Gespräche mit dem Trainerteam und den Mitspielern, um Lösungen zu finden.
„Das nimmt man dann schon mit nach Hause und denkt nochmal ein Stündchen drüber nach, was man besser machen und noch mehr Einfluss nehmen könnte.“
Diese Phase beschreibt der 28-Jährige als „sehr kräftezehrend“. Besonders der Trainerwechsel und die Freistellung von Daniel Thioune hätten ihn emotional stark mitgenommen. „Als Kapitän trägt man ein Stück mehr Verantwortung, man ist der Kopf der Mannschaft“, erklärt Kastenmeier die besondere Last auf seinen Schultern.
Zwischen Authentizität und Diplomatie
Trotz der neuen Verantwortung möchte sich Florian Kastenmeier nicht verändern. Er ist bekannt dafür, seine Meinung klar und direkt zu äußern, und das soll auch so bleiben. „Ich will immer noch ich authentisch bleiben und ich sein“, betont er. Er möchte weiterhin der Spieler sein, der sich wie in den vergangenen Jahren auch in schwierigen Momenten vor die Kameras stellt.
Gleichzeitig ist ihm bewusst, dass die Kapitänsbinde manchmal ein anderes Vorgehen erfordert. Er weiß, wann er, wie er es selbst nennt, „diplomatischer“ sein muss, um die Interessen der gesamten Mannschaft zu vertreten.
Florian Kastenmeier: Zahlen und Fakten
- Alter: 28 Jahre
- Position: Torwart
- Verein: Fortuna Düsseldorf
- Einsätze für Fortuna: Über 200
- Familienstand: Vater von drei Kindern (1, 3 und 5 Jahre alt)
Ein ungewöhnlicher Traum: Vom Rasen ins Fernsehen
Abseits des Fußballplatzes pflegt Kastenmeier eine Leidenschaft, die man bei einem Profisportler nicht unbedingt erwartet. Er ist, wie er selbst sagt, ein „Ultra“ der RTL-Seifenoper „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“. Die Serie ist für ihn mehr als nur Unterhaltung – sie ist ein festes Ritual.
„Das ist einer meiner Rituale vor den Spielen“, verrät er. Vor jeder Partie schaut er eine Folge, um sich mental auf das bevorstehende Spiel vorzubereiten. Diese Routine gibt ihm offenbar die nötige Ruhe und Konzentration.
Doch seine Begeisterung geht noch weiter. Kastenmeier hegt den Wunsch, eines Tages selbst Teil der GZSZ-Welt zu werden. Sein Traum ist eine Gastrolle in der Serie, und er hat auch schon eine genaue Vorstellung davon.
„Den Kiezkauf zu leiten, hätte ich schon Bock drauf“, erzählt der Torhüter mit einem Lächeln.
Eine Verbindung in die Serienwelt hat er bereits: Er ist privat mit dem Düsseldorfer GZSZ-Schauspieler Lars Pape befreundet. Vorerst hat die sportliche Situation jedoch absolute Priorität. „Erst mal muss die sportliche Situation wieder in ruhigeres Fahrwasser kommen, dann können wir auch noch einmal intensiver darüber sprechen, wann ich meine Zweitkarriere angehe“, stellt er klar.
Ordnung als Ausgleich zum Familienchaos
Wenn Florian Kastenmeier nach dem Training nach Hause in sein Haus in Krefeld kommt, erwartet ihn ein ganz anderes Spielfeld. Als Vater von drei kleinen Kindern im Alter von einem, drei und fünf Jahren herrscht dort oft reges Treiben.
Um nach einem anstrengenden Tag zur Ruhe zu kommen, hat er ein weiteres festes Ritual entwickelt, das ihm hilft, den Kopf freizubekommen. „Ich liebe Ordnung“, gesteht der Profi. Jeden Abend, wenn die Kinder im Bett sind, nimmt er sich bewusst Zeit für das Zuhause.
„Jeden Abend nehme ich mir eine Stunde Zeit und räume alles blitzeblank auf – das gibt mir inneren Seelenfrieden“, sagt der 28-Jährige. Diese strukturierte Tätigkeit scheint für ihn der perfekte Ausgleich zum oft unvorhersehbaren Alltag als Profifußballer und Familienvater zu sein.




