Für Ísak Bergmann Jóhannesson vom 1. FC Köln steht am kommenden Samstag eine besondere Premiere an. Der isländische Mittelfeldspieler wird zum ersten Mal das prestigeträchtige rheinische Derby gegen Borussia Mönchengladbach erleben. Nach dem Training am Geißbockheim sprach er über seine Vorfreude, intensive Duelle mit Freunden und die enorme Bedeutung des Spiels für den Verein und die Fans.
Obwohl er mit Fortuna Düsseldorf bereits gegen den FC gespielt hat, ist ihm bewusst, dass das bevorstehende Aufeinandertreffen eine völlig andere Dimension hat. Die Erwartungen sind hoch, sowohl bei ihm persönlich als auch im gesamten Umfeld des Vereins.
Das Wichtigste in Kürze
- Ísak Jóhannesson steht vor seinem ersten rheinischen Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach.
- Er betont die immense Bedeutung des Spiels für Fans und Verein, die er als noch größer als das "kleine Derby" mit Düsseldorf empfindet.
- Im Mittelfeld erwartet ihn ein direktes Duell mit seinem guten Freund und ehemaligen Düsseldorfer Mitspieler Yannik Engelhardt.
- Jóhannesson fühlt sich in Köln sehr wohl und sieht seinen Wechsel in die Bundesliga als den richtigen Karriereschritt.
Ein Isländer im Derby-Fieber
Die Anspannung und Vorfreude sind im Gespräch mit Ísak Jóhannesson deutlich spürbar. Seit seinem Wechsel zum 1. FC Köln hat er viel über die besondere Rivalität mit dem Nachbarn vom Niederrhein gehört. "Ich weiß natürlich, dass es für den FC das mit Abstand größte Spiel der Saison ist", erklärte der Isländer am Mittwoch nach dem Trainingsauftakt.
Seine Teamkollegen, die bereits Derby-Erfahrung gesammelt haben, haben ihm von der einzigartigen Atmosphäre vorgeschwärmt. "Alle Jungs, die schon mal ein Derby gespielt haben, schwärmen von diesem Spiel", so Jóhannesson. Diese Erzählungen haben seine Neugier und seinen Ehrgeiz geweckt.
Zwar stand er bereits für Fortuna Düsseldorf im Duell gegen den FC auf dem Platz, doch er macht klar, dass dies nicht vergleichbar ist. "Ich habe zwar schon mit Düsseldorf gegen den FC im kleinen Derby gespielt, aber dieses Spiel ist wesentlich größer. Ich freue mich riesig auf diese Partie."
Die Brisanz des rheinischen Derbys
Die Rivalität zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach ist eine der traditionsreichsten und intensivsten im deutschen Fußball. Sie geht weit über das Sportliche hinaus und ist tief in der regionalen Identität des Rheinlands verwurzelt. Für die Fans beider Lager ist ein Sieg im Derby oft wichtiger als die endgültige Tabellenplatzierung am Saisonende.
Erinnerungen an hitzige Duelle in Kopenhagen
Gänzlich neu ist die Erfahrung eines hochemotionalen Stadt- oder Regionalduells für den Mittelfeldstrategen jedoch nicht. Während seiner Zeit beim FC Kopenhagen hat er bereits eines der hitzigsten Derbys Skandinaviens erlebt.
"Das Stadt-Duell zwischen dem FC Kopenhagen und Bröndby ist ebenfalls ein waschechtes Derby. Es herrscht eine gewaltige Rivalität zwischen den Klubs und den Fans."
Diese Erfahrungen aus Dänemark könnten ihm nun zugutekommen. Er weiß, wie man mit dem Druck und der elektrisierenden Stimmung umgeht, die solche Spiele mit sich bringen. "Ich mochte die Spiele gegen unseren Erzrivalen immer sehr, deshalb freue ich mich jetzt auch besonders auf das Spiel in Gladbach", betonte er.
Ein besonderes Duell im Mittelfeld
Das Spiel am Samstag wird für Jóhannesson auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Besonders das Aufeinandertreffen im Zentrum des Spielfelds verspricht Spannung, denn dort trifft er auf Yannik Engelhardt, der nun für die Borussia spielt.
Wiedersehen mit einem guten Freund
"Yannik, mit dem ich in Düsseldorf zusammengespielt habe, ist ein guter Freund von mir", verriet Jóhannesson. Die Freundschaft wird auf dem Platz für 90 Minuten ruhen müssen. "Wir haben Kontakt und ich erwarte einen großen Kampf mit ihm im Mittelfeld." Es wird ein Duell auf Augenhöhe, bei dem sich beide Spieler nichts schenken werden.
Auch ein weiterer ehemaliger Mitspieler steht im Kader der Gladbacher: Kevin Diks, den er noch aus seiner Zeit in Kopenhagen kennt. Der Kontakt zu ihm sei jedoch nicht mehr so eng.
Fokus auf die eigene Leistung
Obwohl der Gegner einen schwierigen Saisonstart hatte, warnt Jóhannesson davor, die Borussia zu unterschätzen. "Sie hatten einen schweren Start in die Saison", analysiert er, fügt aber sofort hinzu: "Wir sollten uns aber nicht mit ihnen beschäftigen, sondern auf uns fokussieren."
Die Marschroute ist klar
Für den 1. FC Köln geht es darum, die eigene gute Form zu bestätigen und mit einem positiven Ergebnis in die anstehende Länderspielpause zu gehen. Ein Sieg im Derby hätte dabei eine doppelte Bedeutung: drei wichtige Punkte für die Tabelle und ein enormer Moralschub für das gesamte Team und die Fans.
Jóhannesson blickt optimistisch auf die Aufgabe: "Wenn wir dort nochmal drei Punkte holen, gehen wir in guter Position in die Länderspielpause."
Die Fans als entscheidender Faktor
Ein zentraler Aspekt, den der isländische Nationalspieler immer wieder hervorhebt, ist die Unterstützung durch die Fans des 1. FC Köln. Er zeigt sich tief beeindruckt von der Leidenschaft, mit der die Anhänger ihre Mannschaft begleiten.
"Die Fans unterstützen uns Woche für Woche unglaublich. Sie geben uns so viel Energie", schwärmt er. Gerade in einem so emotionalen Spiel wie dem Derby erwartet er eine nochmals gesteigerte Atmosphäre. "Wir können uns sicher sein, dass sie es umso mehr in einem Derby machen werden. Sie werden alles für uns geben und wir werden auf dem Platz alles für sie geben."
Ein gelungener Start in der Bundesliga
Abschließend zog Jóhannesson eine positive persönliche Bilanz seiner ersten Monate in Köln. Der Wechsel im Sommer hat sich für ihn als goldrichtig erwiesen. "Ich bin glücklich über meine ersten Wochen hier. Wir haben ein richtig gutes Team und einen super Trainer, ich fühle mich rundum wohl", sagte er sichtlich zufrieden.
Sein Ziel war es, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen und sich in einer der Top-Ligen Europas zu beweisen. "Ich bin froh, dass ich diesen Schritt im Sommer gegangen bin. Ich konnte nachweisen, dass es der richtige für mich war." Mit der Mannschaft hat er sich bereits eine gute Ausgangslage erarbeitet, auf der man nun aufbauen will: "Wir wollen fokussiert dranbleiben."




