An diesem Wochenende verwandeln sich Kölns Straßen und sogar der Rhein in eine Bühne für hunderte Nikoläuse. Doch hinter den roten Mänteln und weißen Bärten stecken keine gewöhnlichen Geschenkebringer. Verschiedene Gruppen nutzen Motorräder, Vespas und sogar Jet-Skis, um auf kreative Weise Spenden zu sammeln und Freude in soziale Einrichtungen zu bringen.
Die Aktionen, die am Nikolaustag und am zweiten Adventssonntag stattfinden, verbinden traditionelles Brauchtum mit modernem Engagement. Sie zeigen, wie die Kölner Gemeinschaft zusammenkommt, um denen zu helfen, die Unterstützung benötigen, und sorgen dabei für unvergessliche Bilder in der ganzen Stadt.
Das Wichtigste in Kürze
- Am Nikolauswochenende finden in Köln mehrere karitative Aktionen mit verkleideten Nikoläusen statt.
- Gruppen wie die "bikerforkids-cologne" besuchen mit Motorrädern soziale Einrichtungen und Krankenhäuser.
- Eine besondere Aktion bringt Nikoläuse per Jet-Ski zum Rheinauhafen.
- Am zweiten Advent sammeln hunderte Vespa-Fahrer in Nikolauskostümen Spenden für den guten Zweck.
- Auch die KVB beteiligt sich mit einem Nikolaus-Flashmob auf Leihrädern.
Nikoläuse auf zwei Rädern: Biker zeigen Herz
Eine der auffälligsten Aktionen am Samstag wird von den „bikerforkids-cologne“ organisiert. Die Mitglieder des Vereins schlüpfen in Nikolauskostüme und schwingen sich auf ihre Maschinen, um Gutes zu tun. Ihre Tour führt sie quer durch die Stadt zu verschiedenen sozialen Einrichtungen und Krankenhäusern.
Das Ziel der Biker ist es, Kindern und Bedürftigen eine Freude zu machen. Mit kleinen Geschenken und ihrer beeindruckenden Erscheinung bringen sie Abwechslung in den Alltag von Krankenhäusern und Heimen. Die lauten Motoren kündigen ihre Ankunft schon von Weitem an und sorgen für leuchtende Augen bei Groß und Klein.
Ein Stopp im Herzen der Stadt
Ein fester Bestandteil ihrer Route ist auch ein Halt am Nikolausdorf auf dem Kölner Rudolfplatz. Dort mischen sich die Biker-Nikoläuse unter die Besucher des Weihnachtsmarktes, sammeln Spenden und machen auf ihre gemeinnützige Arbeit aufmerksam. Diese Präsenz in der Öffentlichkeit ist wichtig, um das Bewusstsein für soziale Projekte zu schärfen.
Die Kombination aus der rauen Biker-Kultur und dem sanftmütigen Nikolaus-Image erzeugt einen besonderen Kontrast. Er unterstreicht die Botschaft, dass Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft in allen Teilen der Gesellschaft zu finden sind.
Wasser marsch für den Nikolaus
Nicht nur auf den Straßen, auch auf dem Wasser wird es am Samstag weihnachtlich. Eine besonders ungewöhnliche Aktion findet am Rheinauhafen statt. Gegen Mittag werden dort Nikoläuse erwartet, die nicht mit dem Schlitten, sondern mit Jet-Skis über den Rhein anreisen.
Dieses Spektakel zieht jedes Jahr zahlreiche Schaulustige an die Kaimauern. Die schnellen Wasserfahrzeuge, gesteuert von Männern und Frauen in roten Mänteln, bieten ein surreales und zugleich faszinierendes Bild vor der Kulisse der Kranhäuser. Auch bei dieser Aktion steht der karitative Gedanke im Vordergrund, oft werden Spenden für lokale Initiativen gesammelt.
Tradition trifft Moderne
Die Kölner Nikolaus-Aktionen zeigen eindrucksvoll, wie traditionelle Bräuche neu interpretiert werden können. Ob auf dem Motorrad, dem Jet-Ski oder der Vespa – das Engagement für den guten Zweck verbindet alle Teilnehmer und schafft neue, moderne Traditionen in der Stadt.
Hunderte Vespas rollen für den guten Zweck
Der zweite Adventssonntag steht dann ganz im Zeichen italienischer Kult-Roller. Traditionell versammeln sich hunderte Vespa-Fahrer, ebenfalls als Nikoläuse verkleidet, zu einer großen Spenden-Tour durch Köln. Der Startpunkt für den beeindruckenden Korso liegt in Deutz.
Von dort aus setzt sich die rot-weiße Roller-Armada in Bewegung. Die Route führt sie über den Rhein und durch viele belebte Straßen der Innenstadt. Das leise Knattern der Motoren und das freundliche Winken der Fahrer sorgen für eine heitere und festliche Stimmung bei den Passanten am Straßenrand.
Gemeinschaft auf zwei Rädern
Die Vespa-Nikoläuse sammeln während ihrer Fahrt Spenden für verschiedene wohltätige Organisationen. An mehreren Haltepunkten haben Zuschauer die Möglichkeit, Geld zu spenden und mit den Fahrern ins Gespräch zu kommen. Die Aktion ist über die Jahre zu einer festen Institution im Kölner Advent geworden und symbolisiert den starken Zusammenhalt innerhalb der Vespa-Community und darüber hinaus.
Die große Teilnehmerzahl macht dieses Ereignis zu einem der größten seiner Art. Es ist ein starkes Zeichen der Solidarität und zeigt, wie viel eine engagierte Gruppe von Menschen gemeinsam erreichen kann.
Hintergrund der Aktionen
Viele dieser Veranstaltungen haben eine lange Tradition und werden von Vereinen oder privaten Initiativen organisiert. Der Antrieb ist fast immer derselbe: Die Freude an der Gemeinschaft und der Wunsch, in der Vorweihnachtszeit etwas an die Gesellschaft zurückzugeben. Die Kostüme dienen dabei als sympathischer Türöffner, um auf ernste Themen aufmerksam zu machen und Spendenbereitschaft zu fördern.
Nikolaus-Flashmob der KVB
Auch die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) beteiligen sich am vorweihnachtlichen Treiben. Am Sonntagnachmittag ist ein sogenannter Nikolaus-Flashmob geplant. Statt auf Bussen und Bahnen sind die Nikoläuse hier auf den bekannten Leihrädern der KVB unterwegs.
Die genauen Details eines Flashmobs werden oft bis kurz vorher geheim gehalten, um den Überraschungseffekt zu wahren. Es ist jedoch zu erwarten, dass eine große Gruppe von rot gekleideten Radfahrern an einem zentralen Ort in der Stadt zusammenkommt, um für eine weihnachtliche Überraschung zu sorgen.
Diese Aktion verbindet auf spielerische Weise die Themen Nachhaltigkeit und soziales Engagement. Sie zeigt, dass man auch mit einfachen Mitteln Aufmerksamkeit erzeugen und eine positive Botschaft verbreiten kann. Für die Kölnerinnen und Kölner bietet sich damit eine weitere Gelegenheit, unerwartete und fröhliche Nikolaus-Begegnungen zu erleben.




