Die Kölner Innenstadt bereitet sich auf einen ereignisreichen Samstag vor. Mehrere angemeldete Demonstrationen zur Lage im Iran werden voraussichtlich Tausende von Menschen auf die Straßen bringen. Die Polizei plant einen Großeinsatz und warnt vor einer angespannten Atmosphäre.
Am kommenden Samstag, dem 17. Januar 2026, wird Köln zum Schauplatz mehrerer politischer Versammlungen. Veranstalter und Sicherheitsbehörden rechnen mit einer hohen Teilnehmerzahl, die das öffentliche Leben in der Innenstadt erheblich beeinflussen könnte. Die Polizei hat bereits umfangreiche Vorkehrungen getroffen, um die Sicherheit zu gewährleisten und mögliche Konflikte zu vermeiden.
Das Wichtigste in Kürze
- Für Samstag sind in Köln mehrere Demonstrationen zur politischen Lage im Iran angemeldet.
- Die Polizei und Veranstalter erwarten mehrere Tausend Teilnehmer.
- Ein hohes Polizeiaufgebot soll die Sicherheit an zentralen Plätzen der Innenstadt gewährleisten.
- Die Lage wird von den Behörden als emotional und potenziell angespannt eingeschätzt.
- Verkehrsteilnehmer müssen mit Einschränkungen rechnen, insbesondere im Bereich Neumarkt und Rudolfplatz.
Großaufgebot der Polizei an zentralen Orten
Die Kölner Polizei wird am Samstag mit einer starken Präsenz in der gesamten Innenstadt vertreten sein. Die Einsatzkräfte konzentrieren sich dabei auf die neuralgischen Punkte, an denen die Kundgebungen stattfinden sollen. Dazu gehören die großen Plätze rund um den Kölner Dom und den Hauptbahnhof, der Neumarkt, der Rudolfplatz, der Heumarkt, der Chlodwigplatz sowie der Otto-Platz am Deutzer Bahnhof.
Die Behörden bereiten sich nicht nur auf die angemeldeten Teilnehmerzahlen vor, sondern kalkulieren auch einen möglichen Zulauf weiterer Personen ein. „Wir stellen uns darauf ein, dass es deutlich mehr als die bislang angemeldeten Teilnehmer werden könnten“, erklärte ein Sprecher der Polizei. Das Ziel sei es, die Versammlungsfreiheit zu schützen und gleichzeitig die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten.
Eine angespannte emotionale Lage
Die Sicherheitsbehörden bewerten die Ausgangslage als besonders herausfordernd. Grund dafür ist die emotionale und brisante Stimmung, die mit dem Thema der Demonstrationen einhergeht. Die Polizei spricht von einer „angespannten, brisanten emotionalen Lage“. Ein Grund dafür sei das Misstrauen, das teilweise zwischen den verschiedenen Protestgruppen herrsche.
Es wird als entscheidende Aufgabe betrachtet, diese unterschiedlichen Strömungen unter Kontrolle zu halten und potenzielle Reibungspunkte frühzeitig zu erkennen. Die Einsatzstrategie ist darauf ausgelegt, ein friedliches Nebeneinander der verschiedenen Versammlungen zu ermöglichen und Eskalationen zu verhindern.
Hintergrund der Proteste
Die Demonstrationen in Köln sind Teil einer weltweiten Bewegung, die auf die angespannte politische und gesellschaftliche Situation im Iran aufmerksam macht. Seit Monaten kommt es in vielen Städten zu Solidaritätsbekundungen und Protesten, die sich gegen das Regime richten und die Menschenrechtslage im Land anprangern. Diese Veranstaltungen sind oft von starken Emotionen und persönlichen Schicksalen der Teilnehmer geprägt.
Verkehrsbehinderungen erwartet
Obwohl der Schwerpunkt der Veranstaltungen auf stationären Kundgebungen liegt, müssen sich die Kölnerinnen und Kölner auf Verkehrsbeeinträchtigungen einstellen. Autofahrer sollten die betroffenen Bereiche am Samstag möglichst meiden. Nach aktuellem Stand ist mindestens ein Demonstrationszug geplant, der vom Neumarkt zum Rudolfplatz und wieder zurückführen soll.
Diese Route durchquert eine wichtige Verkehrsachse der Innenstadt. Es ist daher mit Straßensperrungen und erheblichen Verzögerungen zu rechnen. Auch der öffentliche Nahverkehr könnte von den Versammlungen betroffen sein. Es wird empfohlen, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren.
Geplante Versammlungsorte
- Dom / Hauptbahnhof
- Neumarkt
- Rudolfplatz
- Heumarkt
- Chlodwigplatz
- Otto-Platz (Bahnhof Deutz)
Nicht alle Versammlungen sind final genehmigt
Die Polizei wies darauf hin, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht alle angemeldeten Versammlungen final genehmigt sind. Das Genehmigungsverfahren läuft noch, und es könnten sich kurzfristig Änderungen bei den Routen oder Veranstaltungsorten ergeben. Die Behörden stehen in engem Austausch mit den Anmeldern, um die Rahmenbedingungen für einen sicheren und geordneten Ablauf festzulegen.
Die finale Entscheidung über die Genehmigungen wird in den kommenden Stunden erwartet. Unabhängig davon hat die Polizei ihre Planungen abgeschlossen und ist auf verschiedene Szenarien vorbereitet. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie der Demonstrationsteilnehmer hat dabei oberste Priorität.
„Unsere Aufgabe ist es, diese explosive Mischung unter Kontrolle zu halten und allen Teilnehmern ihr Recht auf Versammlungsfreiheit zu gewährleisten, solange dies friedlich geschieht.“
– Polizeisprecher, Köln
Anwohner und Besucher der Kölner Innenstadt sind angehalten, am Samstag wachsam zu sein und den Anweisungen der Einsatzkräfte vor Ort Folge zu leisten. Die Polizei wird über ihre Social-Media-Kanäle und die lokale Presse fortlaufend über die aktuelle Lage informieren.




