Während der Live-Übertragung des Kölner Rosenmontagszugs kam es zu einem schmerzhaften Zwischenfall. WDR-Moderatorin Sabine Heinrich wurde von einer geworfenen Pralinenschachtel am Kopf getroffen. Trotz des Vorfalls setzte sie die Moderation an der Seite von Guido Cantz fort.
Der Vorfall ereignete sich am Moderationsstandort an der Severinsstraße, einem der Hotspots des Kölner Karnevals. Die Übertragung zeigte den Moment, in dem Heinrich plötzlich aufschrie, nachdem das Wurfgeschoss sie getroffen hatte. Ihr Kollege Guido Cantz informierte das Fernsehpublikum umgehend über die Situation.
Das Wichtigste in Kürze
- WDR-Moderatorin Sabine Heinrich wurde während der Rosenmontagszug-Übertragung von einer Pralinenschachtel am Kopf getroffen.
- Der Vorfall ereignete sich am Moderationspunkt an der Severinsstraße, als das Fenster geöffnet war.
- Trotz einer sichtlichen Beule und Schmerzen moderierte Heinrich die Sendung mit einem Kühlpack weiter.
- Ihr Co-Moderator Guido Cantz unterstützte sie und informierte die Zuschauer über den „Pralinen-Unfall“.
Ein Wurfgeschoss aus dem Zoch
Der Kölner Rosenmontagszug ist bekannt für seine ausgelassene Stimmung und den Regen aus „Kamelle“, den die Teilnehmer von den Wagen werfen. Für die Moderatoren des WDR, Sabine Heinrich und Guido Cantz, wurde diese Tradition jedoch zu einem unerwarteten Problem. Ihr Kommentar-Standort befindet sich direkt am Zugweg, was ihnen eine hervorragende Sicht ermöglicht, sie aber auch dem Wurfmaterial aussetzt.
Während der Übertragung prallten immer wieder Bonbons und andere Süßigkeiten gegen die Scheiben ihres Standes. In einem Moment, in dem das Fenster für eine bessere Interaktion mit dem Zug geöffnet war, ereignete sich der Unfall. Ein Mitglied der Karnevalsgesellschaft „Kölner Luftflotte“ warf eine Pralinenschachtel in Richtung der Moderatoren, die unglücklicherweise Sabine Heinrich traf.
Die Tradition des Kamelle-Werfens
Das Werfen von Süßigkeiten, den sogenannten „Kamelle“, ist ein fester Bestandteil des Kölner Karnevals. Es symbolisiert die Großzügigkeit der Jecken und ist für viele Zuschauer, insbesondere für Kinder, ein Höhepunkt des Umzugs. Jedes Jahr werden Tonnen von Süßwaren, kleinen Blumensträußen („Strüßjer“) und anderen kleinen Geschenken in die Menge geworfen.
Die unmittelbare Reaktion im Studio
Der Treffer war für die Zuschauer unüberhörbar. Ein lauter Schrei von Sabine Heinrich unterbrach die Moderation. Guido Cantz reagierte sofort und erklärte dem Publikum, was passiert war. „Sabine ist leider gerade getroffen worden“, sagte er in die Kamera, während seine Kollegin sichtlich unter Schmerzen litt.
Er zeigte sich besorgt und kümmerte sich um Heinrich. „Du kühlst gerade mal ein bisschen, ich mache mir ein bisschen Sorgen“, fügte er hinzu und übernahm kurzzeitig die alleinige Moderation, um seiner Kollegin eine Pause zu gönnen. Die Professionalität des Duos wurde hier deutlich sichtbar.
Moderation mit Kühlpack und „Hörnchen“
Kurze Zeit später war Sabine Heinrich wieder voll im Einsatz, wenn auch mit einem improvisierten Hilfsmittel. Sie hielt sich ein Kühlpack an die Stirn, um die Schwellung zu lindern. Cantz kommentierte die Situation mit dem für den Karneval typischen Humor, um die Stimmung aufzulockern.
„Sabine Heinrich moderiert mit Eis. Es gab einen Pralinen-Unfall.“
Als Folge des Treffers trug die Moderatorin eine sichtbare Beule davon, die sie selbst als „kleines Hörnchen“ bezeichnete. Diese unfreiwillige Erinnerung an den Rosenmontagszug 2026 wird sie wohl noch einige Tage begleiten. Trotz des schmerzhaften Zwischenfalls bewies Heinrich große Professionalität und führte die mehrstündige Live-Sendung bis zum Ende durch.
Fakten zum Rosenmontagszug
- Länge: Der Kölner Rosenmontagszug ist mit über 7 Kilometern einer der längsten in Deutschland.
- Teilnehmer: Jedes Jahr nehmen über 10.000 Menschen aktiv am Zug teil.
- Wurfmaterial: Es werden rund 300 Tonnen Süßigkeiten, 700.000 Schokoladentafeln und Tausende Blumensträuße geworfen.
Keine Absicht unterstellt
Es wird davon ausgegangen, dass der Wurf des Mitglieds der „Kölner Luftflotte“ keine böse Absicht hatte. Im Trubel des Rosenmontagszugs sind solche Vorfälle zwar selten, aber nicht gänzlich ausgeschlossen. Das Werfen von Kamelle ist ein Ausdruck der Freude und soll die Zuschauer am Zugweg erfreuen.
Der Vorfall zeigt jedoch auch die kleinen Risiken, die mit einer Berichterstattung aus nächster Nähe verbunden sind. Für Sabine Heinrich endete der Tag mit einer Beule, aber auch mit viel Zuspruch von Kollegen und Zuschauern für ihre professionelle Haltung. Sie ließ sich den Spaß am Karneval durch den unglücklichen Treffer nicht verderben und moderierte souverän weiter.




