Wochen nach der verheerenden Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana wird eine der verletzten Personen weiterhin im Krankenhaus Köln-Merheim behandelt. Die Klinik ist auf die Versorgung von Patienten mit schwersten Brandverletzungen spezialisiert und hatte nach dem Unglück Unterstützung angeboten.
Die Verlegung nach Deutschland war notwendig geworden, da die Kapazitäten in den Schweizer Krankenhäusern nach dem Unglück mit zahlreichen Opfern erschöpft waren. Ein Sprecher der Kliniken Köln bestätigte, dass die Behandlung der Person andauert.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Person, die bei der Brandkatastrophe in Crans-Montana verletzt wurde, befindet sich weiterhin im Krankenhaus Köln-Merheim.
- Die Kölner Klinik verfügt über eine hochspezialisierte Intensivstation für Schwerbrandverletzte.
- Die Verlegung war aufgrund fehlender Behandlungskapazitäten in der Schweiz nach dem Unglück erforderlich.
- Bei dem Feuer in der Silvesternacht kamen 41 Menschen ums Leben, über 100 wurden verletzt.
Spezialversorgung in Köln-Merheim
Das Krankenhaus Merheim ist ein überregionales Zentrum für die Behandlung von Brandopfern. Die dortige Intensivstation für Schwerverbrannte bietet besondere medizinische und räumliche Bedingungen, die für die Genesung solcher Patienten entscheidend sind.
Nach der Katastrophe in der Schweiz wurden mehrere Verletzte zur Behandlung nach Nordrhein-Westfalen gebracht. Während ein Patient, der im Uniklinikum Aachen versorgt wurde, inzwischen wieder in die Schweiz zurückverlegt werden konnte, ist die Behandlung in Köln noch nicht abgeschlossen.
Warum Köln? Expertise bei Brandverletzungen
Die Behandlung von schweren Verbrennungen erfordert ein hochspezialisiertes Umfeld. Dazu gehören sterile Raumbedingungen, spezielle Temperatur- und Luftfeuchtigkeitskontrollen sowie ein interdisziplinäres Team aus Chirurgen, Intensivmedizinern und Pflegekräften. Das Klinikum Merheim gehört zu den wenigen Zentren in Deutschland, die diese umfassende Versorgung gewährleisten können.
Keine Angaben zum Gesundheitszustand
Aus Gründen des Patientenschutzes und der ärztlichen Schweigepflicht machen die Kliniken Köln keine Angaben zum genauen Gesundheitszustand, zum Alter oder zum Geschlecht der behandelten Person. Ein Sprecher der Kliniken bestätigte auf Anfrage lediglich, dass sich der Patient weiterhin in stationärer Behandlung befindet.
„Wir können bestätigen, dass eine Person, die bei dem Unglück in Crans-Montana verletzt wurde, weiterhin in unserer Klinik versorgt wird. Weitere Details können wir aus Datenschutzgründen nicht nennen.“
Diese strikte Zurückhaltung ist in solchen Fällen üblich und dient dem Schutz der Privatsphäre der Patienten und ihrer Angehörigen in einer extrem schwierigen Zeit.
Rückblick auf eine tragische Silvesternacht
In der Nacht zum neuen Jahr ereignete sich in einer gut besuchten Bar im beliebten Schweizer Wintersportort Crans-Montana im Kanton Wallis eine Feuerkatastrophe. Das Feuer breitete sich rasch aus und forderte nach offiziellen Angaben 41 Menschenleben.
Mehr als 100 weitere Personen erlitten Verletzungen, viele davon lebensgefährlich. Berichten zufolge befanden sich rund 80 Verletzte zeitweise in einem kritischen Zustand. Die hohe Zahl an Schwerverletzten stellte die Rettungskräfte und Krankenhäuser in der Region vor enorme Herausforderungen.
Die Katastrophe in Zahlen
- Todesopfer: 41
- Verletzte: Über 100
- Schwerverletzte: Rund 80 Personen in kritischem Zustand
- Betroffene Altersgruppe: Die meisten Schwerverletzten waren zwischen 16 und 26 Jahre alt.
Internationale Hilfe war notwendig
Aufgrund der großen Anzahl an Brandopfern reichten die spezialisierten Behandlungsplätze in der Schweiz nicht aus. Daher wurde ein internationales Hilfsgesuch gestartet, woraufhin Kliniken in Nachbarländern, darunter Deutschland, die Aufnahme von Patienten anboten.
Die Koordination solcher grenzüberschreitenden Patiententransporte ist komplex und erfordert eine enge Zusammenarbeit der medizinischen Einrichtungen und Behörden. Der Transport von Schwerbrandverletzten muss unter intensivmedizinischer Betreuung stattfinden und ist eine logistische Herausforderung.
Die andauernde Behandlung in Köln zeigt das Ausmaß der Verletzungen und den langen Weg der Genesung, der vielen Überlebenden der Katastrophe von Crans-Montana noch bevorsteht.




