Der deutsche Pavillon auf der Weltausstellung Expo in Osaka, Japan, hat über drei Millionen Besucher angezogen und mehrere Auszeichnungen erhalten. Betrieben von der Kölnmesse im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums, präsentierte sich Deutschland als innovativer Partner. Der Pavillon schloss nach 184 Tagen seine Pforten und hinterlässt einen positiven Eindruck.
Wichtige Erkenntnisse
- Über 3 Millionen Besucher im deutschen Pavillon.
- Zwei Auszeichnungen für Nachhaltigkeit und Themenentwicklung.
- Fokusthema Kreislaufwirtschaft erfolgreich vermittelt.
- Kölnmesse plant weitere Beteiligungen an zukünftigen Expos.
Erfolgreiche Präsentation der Kreislaufwirtschaft
Der deutsche Pavillon in Osaka fokussierte sich auf das Thema Kreislaufwirtschaft. Dies war ein bewusster Schritt, um sich von traditionellen Leistungsschauen und Tourismuswerbung anderer Länder abzugrenzen. Die in Köln ansässige Agentur „Facts and Fiction“ gestaltete die Inhalte. Sie präsentierte die eher komplexe Materie auf unterhaltsame und informative Weise.
Gerald Böse, Chef der Kölnmesse, äußerte sich sehr zufrieden:
„Der deutsche Pavillon hat eindrucksvoll gezeigt, dass internationale Großprojekte made in Germany weltweit begeistern.“Dies unterstreicht den Erfolg des Konzepts, das auf Bildung und Engagement setzte.
Interessanter Fakt
Das Maskottchen des deutschen Pavillons, „Circular“, wurde von den Expo-Besuchern zum beliebtesten Maskottchen der gesamten Weltausstellung gewählt. Dies zeigt, wie gut das Konzept bei den Gästen ankam.
Zwei renommierte Auszeichnungen für Deutschland
Der Erfolg des deutschen Beitrags wurde durch zwei bedeutende Preise des Expo-Ausrichters BIE bestätigt. Die Jury zeichnete den Pavillon mit einem „Sustainability Award“ für sein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept aus. Zudem erhielt er eine Silbermedaille für die Themenentwicklung. Diese Anerkennungen würdigen die hohe Qualität der Präsentation und die Relevanz des gewählten Themas.
Christopher Hecker, Direktor des Deutschen Pavillons, kommentierte die Auszeichnungen:
„Die Auszeichnungen am Ende dieser intensiven Monate sind eine wertvolle Anerkennung für das gesamte Team – und spiegeln wider, was wir in Osaka täglich erleben durften: echte Begeisterung und internationale Verbundenheit.“Dies verdeutlicht die positive Resonanz vor Ort.
Besucher loben deutschen Beitrag
Besucherbefragungen bestätigen die positive Wahrnehmung. Über 90 Prozent der Gäste gaben an, ihre Erwartungen seien übertroffen worden. Viele bezeichneten den deutschen Beitrag sogar als einen der besten der gesamten Expo. Diese Rückmeldungen sind ein klares Zeichen für die gelungene Umsetzung des Pavillon-Konzepts.
Die interaktiven Elemente und die klare Botschaft zur Kreislaufwirtschaft sprachen ein breites Publikum an. Der Pavillon schaffte es, ein wichtiges Thema greifbar und spannend zu vermitteln. Das Ergebnis war eine hohe Besucherzufriedenheit.
Köln als treibende Kraft hinter dem Erfolg
Die Kölnmesse spielte eine zentrale Rolle bei der Realisierung des deutschen Pavillons. Sie verantwortete im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums bereits zum wiederholten Mal die Organisation und den Betrieb. Frühere Engagements umfassen die Expos in Dubai (2021), Shanghai (2010) und Aichi (2005). Dies unterstreicht die Expertise der Kölner Messegesellschaft bei der Durchführung solcher Großprojekte.
Die Zusammenarbeit mit der Kölner Agentur „Facts and Fiction“ zeigte die Stärke lokaler Expertise. Dietmar Jähn, geschäftsführender Gesellschafter von „Facts and Fiction“, betonte die Bedeutung solcher Weltausstellungen:
„Die Expo in Osaka hat uns einmal mehr gezeigt, welche Kraft in der gemeinsamen Auseinandersetzung mit den großen Fragen unserer Zukunft liegt.“
Hintergrund der Expo Osaka
Die Weltausstellung in Osaka verzeichnete insgesamt 29.017.924 Besucher. Das Ausstellungsgelände lag direkt am Meer und wurde vom „Grand Ring“ eingerahmt. Diese spektakuläre, kreisrunde Holzkonstruktion war begehbar und prägte das Erscheinungsbild der Expo.
Zukünftige Weltausstellungen im Blick
Die Kölnmesse plant, ihr Engagement bei zukünftigen Weltausstellungen fortzusetzen. Die nächsten Termine stehen bereits fest: Im Jahr 2027 findet die Expo Belgrad statt, die erste Weltausstellung in Südosteuropa. Die nächste große Expo startet im Oktober 2030 in Riad, Saudi-Arabien.
Dietmar Jähn äußerte sich optimistisch:
„Wir werden hoffentlich auch in Belgrad und Riad wieder mit einigen Pavillon-Konzepten dabei sein.“Dies zeigt den Wunsch, die erfolgreiche Tradition fortzusetzen und Deutschland weiterhin international zu repräsentieren.
Philosophische Fragen und Friedensappell
Thomas Schriefers, ein Kölner Architekt und Experte für Weltausstellungen, bezeichnete die Expo Osaka als „eine sehr beachtenswerte, eine großartige Expo – und eine Expo mit Tiefgang“. Er hob hervor, dass dort „philosophische, fast existenzielle Fragen“ beantwortet wurden. Es ging um die Verantwortung des Einzelnen für die Welt und füreinander, gekoppelt mit einem starken Friedensappell.
Die Veranstalter der Expo in Osaka teilten diese Einschätzung. Tokura Masakazu, Vorsitzender der Japanischen Vereinigung für die Weltausstellung 2025, sagte:
„In einer Welt, die von Spaltung geprägt ist, hat es eine tiefe Bedeutung, dass sich über 160 Länder versammelt haben, um zu bekräftigen, dass die Welt vielfältig und doch eins ist.“Dies unterstreicht die globale Relevanz der Veranstaltung.
Fazit und Ausblick
Die Expo 2025 in Osaka war für Deutschland ein großer Erfolg. Der deutsche Pavillon, betrieben von der Kölnmesse, zeigte sich als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit und innovativer Themenvermittlung. Die positive Resonanz der Besucher und die erhaltenen Auszeichnungen bestätigen den eingeschlagenen Weg.
Messechef Gerald Böse blickt positiv zurück:
„Die Expo 2025 hat Deutschland als offenen, innovativen und nachhaltigen Partner in der Weltgemeinschaft präsentiert – und wir sind stolz, unseren Beitrag dazu geleistet zu haben.“Köln und die Kölnmesse haben durch dieses Engagement ihren Ruf als internationale Akteure weiter gefestigt.




