In Köln kam es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zu zwei Raubüberfällen auf Tankstellen in Rodenkirchen und in der Innenstadt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft, ob die Taten von demselben Täter begangen wurden und Teil einer Serie sein könnten.
Erster Überfall in Rodenkirchen
Der erste Vorfall ereignete sich am späten Dienstagabend gegen 21 Uhr. Ein bislang unbekannter Mann betrat eine Shell-Tankstelle an der Schillingsrotter Straße im Stadtteil Rodenkirchen. Er bedrohte den 65-jährigen Angestellten mit einem Messer und verlangte die Herausgabe von Bargeld und Zigaretten.
Der Täter erbeutete Bargeld sowie vier Packungen Zigaretten. Der Gesamtwert der Beute beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehrere Hundert Euro. Nach der Tat flüchtete der Mann zu Fuß in Richtung der KVB-Bushaltestelle Schwabenstraße.
Details zum ersten Tatort
Die Schillingsrotter Straße in Rodenkirchen ist eine belebte Verkehrsader, die den Stadtteil mit dem Kölner Süden verbindet. Die Nähe zu einer Bushaltestelle könnte dem Täter eine schnelle Flucht ermöglicht haben.
Zweite Tat wenige Stunden später in der Innenstadt
Nur wenige Stunden später, gegen 3:20 Uhr am frühen Mittwochmorgen, kam es zu einem zweiten Überfall. Diesmal war eine Tankstelle am Holzmarkt in der Kölner Innenstadt das Ziel. Auch hier betrat ein Mann, der sein Gesicht verdeckt hatte, den Verkaufsraum und bedrohte die 36-jährige Angestellte mit einem Messer.
Die Mitarbeiterin händigte jedoch kein Bargeld aus. Daraufhin forderte der Täter Zigaretten. Er ergriff mehrere Packungen und flüchtete anschließend zu Fuß in Richtung des nahegelegenen NH Hotels. Die genaue Menge der gestohlenen Ware ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Auffällige Parallelen
- Tatzeit: Beide Überfälle fanden in der Nacht statt.
- Vorgehen: Der Täter agierte allein und nutzte ein Messer zur Bedrohung.
- Zielobjekt: In beiden Fällen handelte es sich um Tankstellen.
- Beute: Der Fokus lag auf Bargeld und insbesondere Zigaretten.
Polizei prüft möglichen Serienzusammenhang
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu beiden Fällen aufgenommen. Aufgrund der ähnlichen Vorgehensweise prüfen die Beamten intensiv, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Raubüberfällen besteht. „Wir prüfen, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Taten sowie weiteren, ähnlich gelagerten Überfällen auf Tankstellen im Stadtgebiet besteht“, teilte die Polizei mit.
Die Ermittler werten nun Spuren an den Tatorten aus und befragen Zeugen. Im Fokus steht die Frage, ob es sich um einen Einzeltäter handelt, der für eine Serie von Überfällen in Köln verantwortlich sein könnte. Die Beschreibungen der Täter werden derzeit abgeglichen, um ein genaueres Bild zu erhalten.
Zeugenaufruf der Polizei
Die Polizei sucht dringend nach Zeugen, die in der Nacht zu Mittwoch verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Personen, die sich im Umfeld der beiden Tatorte aufgehalten haben und Hinweise geben können, werden gebeten, sich zu melden.
„Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 14 unter der Rufnummer 0221 / 229-0 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.“
Besonders wichtig sind Beobachtungen zu Personen, die sich vor oder nach den Tatzeiten auffällig in der Nähe der Tankstellen in Rodenkirchen oder am Holzmarkt verhalten haben. Jedes Detail kann für die Ermittler von Bedeutung sein, um die Taten aufzuklären und den oder die Täter zu fassen.




