In Leverkusen-Manfort ereignete sich am Mittwochvormittag ein Verkehrsunfall mit anschließender Flucht. Ein 18-jähriger Motorradfahrer stürzte auf der Gustav-Heinemann-Straße und erlitt leichte Verletzungen. Der mutmaßliche Verursacher, Fahrer eines weißen Kleinwagens, flüchtete vom Unfallort. Die Polizei Köln sucht nun dringend nach Zeugen, insbesondere nach einem Autofahrer mit Dashcam-Aufnahmen.
Wichtige Punkte
- 18-jähriger Kradfahrer leicht verletzt.
- Unfall auf Gustav-Heinemann-Straße in Leverkusen-Manfort.
- Weißer Kleinwagen flüchtete vom Unfallort.
- Polizei sucht dringend Zeugen und Dashcam-Aufnahmen.
Details zum Unfallhergang
Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch, den 10. Dezember, gegen 11:50 Uhr. Der junge Kradfahrer war mit seiner Kawasaki auf der Gustav-Heinemann-Straße in Richtung Wiesdorfer Innenstadt unterwegs. Ein weißer Kleinwagen bog unmittelbar vor ihm von der untergeordneten Straße Mauspfad ein.
Der Motorradfahrer musste eine Vollbremsung einleiten, um eine Kollision zu verhindern. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte. Er zog sich leichte Verletzungen zu.
Faktencheck: Unfallstatistik
Verkehrsunfälle mit Flucht sind in Nordrhein-Westfalen ein wiederkehrendes Problem. Im Jahr 2023 gab es laut Statistischem Bundesamt über 170.000 solcher Fälle bundesweit. Die Aufklärungsquote liegt hier oft unter dem Durchschnitt.
Flucht des Verursachers und Zeugenaufruf
Nach dem Sturz des Motorradfahrers setzte der Fahrer des weißen Kleinwagens seine Fahrt unbeirrt fort. Er entfernte sich vom Unfallort, ohne sich um den verletzten 18-Jährigen zu kümmern. Dieses Verhalten stellt eine Straftat dar.
Das Verkehrskommissariat 2 der Polizei Köln hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten bitten dringend um Hinweise aus der Bevölkerung. Besonders wichtig ist die Aussage eines Verkehrsteilnehmers, der sich direkt nach dem Unfall beim Verletzten meldete.
"Wir suchen insbesondere einen Verkehrsteilnehmer, der vor Ort gegenüber dem Verletzten angab, möglicherweise über Dashcam-Aufnahmen des Geschehens zu verfügen", erklärte ein Polizeisprecher. "Diese Aufnahmen könnten entscheidend sein, um den flüchtigen Fahrer zu identifizieren."
Die Polizei bittet diese Person dringend, sich zu melden. Auch andere Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Angaben zum flüchtigen Fahrzeug machen können, sollen sich an die Ermittler wenden.
So erreichen Sie die Polizei
Hinweise nimmt die Polizei Köln unter der Telefonnummer 0221 229-0 entgegen. Alternativ können Informationen auch per E-Mail an [email protected] gesendet werden. Jede Information, auch wenn sie noch so klein erscheint, kann zur Aufklärung des Falls beitragen.
Hintergrund: Unfallflucht
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, umgangssprachlich Unfallflucht oder Fahrerflucht genannt, ist in Deutschland eine Straftat nach § 142 des Strafgesetzbuches. Die Strafen reichen von Geldstrafen bis zu Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren. Hinzu kommen oft Punkte in Flensburg, ein Fahrverbot oder der Entzug der Fahrerlaubnis.
Aktuelle Sicherheitslage in Leverkusen
Der Vorfall in Manfort ist einer von mehreren aktuellen Polizeieinsätzen in Leverkusen. Die Region war in den letzten Tagen Schauplatz weiterer Ermittlungen. Erst kürzlich stellte die Polizei zwei mutmaßliche Taschendiebinnen in Schlebusch.
Zivilfahnder ertappten die 21- und 46-jährigen Frauen, als sie versuchten, eine 83-jährige Fußgängerin zu bestehlen. Beide Frauen wurden festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt. Solche Fälle zeigen die kontinuierliche Präsenz der Polizei im Kampf gegen Kriminalität in Leverkusen.
Weitere polizeiliche Ermittlungen
Ein weiterer bedeutender Fall betrifft einen Raubüberfall auf einen 43-jährigen Goldhändler, ebenfalls in Leverkusen-Schlebusch. Die Täter, vier maskierte Personen, flüchteten mit einem etwa fünf Jahre alten roten Golf ohne Kennzeichen. Die Polizei sucht hier ebenfalls nach Zeugen und dem Fluchtfahrzeug.
Zudem bereitet sich die Polizei Köln auf das anstehende Fußballderby zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem 1. FC Köln vor. Das Spiel am Samstag, den 13. Dezember, gilt als Risikospiel. Mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten werden rund um die BayArena im Einsatz sein, um die Sicherheit zu gewährleisten und Auseinandersetzungen zu verhindern.
Diese verschiedenen Ereignisse unterstreichen die vielfältigen Aufgaben der Polizei in der Region. Von der Aufklärung von Unfallflucht bis zur Prävention bei Großveranstaltungen – die Beamten sind täglich gefordert.




