Die Stadt Köln hat in Zusammenarbeit mit der Polizei eine weitreichende Sicherheitsmaßnahme für den Beginn der Karnevalssession am 11. November beschlossen. Ein generelles Verbot für das Mitführen und Betreiben von Drohnen wird in den zentralen Feierzonen der Stadt gelten, um die erwarteten Zehntausenden von Jecken zu schützen.
Das Wichtigste in Kürze
- Was: Striktes Verbot für das Mitführen und Starten von Drohnen und Flugmodellen.
- Wann: Am 11. November, von 6:00 Uhr morgens bis 2:00 Uhr nachts des Folgetages.
- Wo: In den Hauptfeierzonen, einschließlich der Altstadt-Nord, der Südstadt und dem Zülpicher Viertel.
- Warum: Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Schutz vor Unfällen oder potenziellen Anschlägen.
Neue Allgemeinverfügung für den Sessionsauftakt
Zur Eröffnung der „fünften Jahreszeit“ bereitet sich Köln auf einen Ausnahmezustand vor. Um die Sicherheit der Feiernden zu gewährleisten, haben die Behörden eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenden Sicherheitskonzepts, das auch den Einsatz von über 1.000 Polizeikräften und rund 600 Rettungskräften vorsieht.
Das Verbot betrifft alle unbemannten Luftfahrtsysteme, die gemeinhin als Drohnen bekannt sind. Es schließt explizit auch Flugmodelle und die dazugehörigen Fernsteuerungen mit ein. Wer am 11. November in den ausgewiesenen Zonen mit einem solchen Gerät angetroffen wird, muss mit Konsequenzen rechnen.
Eine Ausnahme für den Heimweg
Eine einzige Ausnahme lässt die Verordnung zu: Wer an diesem Tag eine Drohne kauft und sie originalverpackt nach Hause transportiert, ist von dem Verbot ausgenommen. Als Nachweis für den Kauf und den Transportzweck muss der Kassenbeleg mitgeführt werden. Diese Regelung soll sicherstellen, dass der Handel nicht beeinträchtigt wird, während die Sicherheitsziele gewahrt bleiben.
Zahlen zum Einsatz am 11.11.
- Polizeikräfte: Weit mehr als 1.000 im Einsatz
- Rettungskräfte: Etwa 600 Helferinnen und Helfer
- Gültigkeit des Verbots: 20 Stunden (von 6:00 bis 02:00 Uhr)
Schutz der Menschenmassen als oberste Priorität
Die Entscheidung für das Drohnenverbot wurde mit der Notwendigkeit begründet, den Feiernden „einen maximalen Schutz“ zu bieten. Die Stadtverwaltung und die Polizei sehen in den ungesteuerten Fluggeräten eine erhebliche Gefahr für Großveranstaltungen dieser Art.
In der offiziellen Begründung wird von einer „außerordentlichen Gefahr“ gesprochen. Diese besteht darin, dass eine Drohne außer Kontrolle geraten und in die dicht gedrängte Menschenmenge stürzen könnte. Ein solcher Vorfall könnte nicht nur zu schweren Verletzungen führen, sondern auch eine Massenpanik auslösen und den Ablauf der Veranstaltung empfindlich stören.
„Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass eine Drohne auch zu Anschlagswecken mit dem Ziel einer größtmöglichen Schädigung von Personen verwendet werden könnte.“
Diese Sorge spiegelt eine wachsende Bedrohungslage wider, die bei der Planung von Großveranstaltungen europaweit berücksichtigt wird. Die Behörden betonen, dass jeder Versuch, eine Drohne in den gesperrten Bereichen zu starten, von der Polizei als „Vorbereitung einer Straftat“ gewertet und entsprechend verfolgt werden kann.
Ein bundesweites Phänomen
Das Problem unkontrollierter Drohnenflüge ist nicht auf Köln beschränkt. In den vergangenen Monaten kam es deutschlandweit immer wieder zu Zwischenfällen. Flughäfen mussten teilweise stundenlang gesperrt werden, weil Drohnen unerlaubt in den Luftraum eingedrungen waren. Auch bei anderen Großveranstaltungen, wie Konzerten oder Sportevents, stellen sie ein wiederkehrendes Sicherheitsrisiko dar.
Geplante Maßnahmen der Bundesregierung
Aufgrund der gestiegenen Sorge vor Drohnen-Zwischenfällen und möglichen Anschlägen plant die Bundesregierung, die Bundespolizei noch in diesem Jahr mit einer speziellen Drohnenabwehreinheit auszustatten. Zusätzlich soll ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern den Betrieb aufnehmen, um die Koordination und Reaktion auf solche Bedrohungen zu verbessern.
Was Jecke jetzt wissen müssen
Für alle, die den 11.11. in Köln feiern wollen, ist die Botschaft klar: Lassen Sie Ihre Drohne zu Hause. Das Verbot dient dem Schutz aller Anwesenden und wird konsequent durchgesetzt. Wer spektakuläre Luftaufnahmen machen möchte, muss auf offizielle Bilder von Veranstaltern oder Medien zurückgreifen.
Die Stadt appelliert an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger, diese Regelung zu respektieren, um einen friedlichen und vor allem sicheren Start in die neue Karnevalssession zu ermöglichen. Die Sicherheit steht an erster Stelle, damit das Feiern unbeschwert bleibt.




