Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn 4 im Kölner Westen hat am Donnerstagnachmittag zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Bei einer Kollision zwischen zwei Pkw und einem Lkw wurden vier Personen verletzt, drei davon schwer. Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Köln für mehrere Stunden teilweise voll gesperrt werden, was lange Staus im Feierabendverkehr zur Folge hatte.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Unfall mit drei Fahrzeugen ereignete sich am Donnerstagnachmittag auf der A4 in Richtung Köln.
- Drei Personen wurden schwer und eine Person leicht verletzt. Lebensgefahr besteht nicht.
- Die Autobahn zwischen Frechen-Nord und dem Kreuz Köln-West wurde zeitweise voll gesperrt.
- Es bildete sich ein kilometerlanger Stau, der den Feierabendverkehr stark beeinträchtigte.
Unfallhergang am späten Nachmittag
Der Unfall ereignete sich gegen 16:45 Uhr auf dem viel befahrenen Abschnitt der A4 zwischen dem Kreuz Kerpen und Frechen-Nord. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wollte der Fahrer eines Nissan Almera mit britischem Kennzeichen von der mittleren auf die linke Fahrspur wechseln. Dabei übersah er offenbar einen von hinten herannahenden VW Caddy.
Es kam zur Kollision der beiden Pkw. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Nissan nach rechts geschleudert und prallte dort gegen eine polnische Sattelzugmaschine. Die nachfolgenden Rettungs- und Bergungsarbeiten gestalteten sich aufwendig und erforderten eine umgehende Sperrung der Fahrbahn.
Folgen für die Beteiligten
Insgesamt wurden bei dem Unfall vier Personen verletzt. Im mutmaßlichen Unfallverursacherfahrzeug, dem Nissan, erlitt die Beifahrerin schwere Verletzungen. Der Fahrer des Wagens kam mit leichten Verletzungen davon. Im VW Caddy wurden sowohl der Fahrer als auch der Beifahrer schwer verletzt.
Verletztenbilanz
- Schwer verletzt: 3 Personen (Beifahrerin Nissan, Fahrer und Beifahrer VW Caddy)
- Leicht verletzt: 1 Person (Fahrer Nissan)
- Unverletzt: 1 Person (Fahrer des Lkw)
Nach Angaben der Rettungskräfte vor Ort bestand bei keinem der Verletzten Lebensgefahr. Sie wurden nach der Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Der Fahrer des polnischen Lkw blieb bei der Kollision unverletzt, stand aber sichtlich unter dem Eindruck des Geschehens.
Massive Auswirkungen auf den Verkehr
Die unmittelbare Folge des Unfalls war eine Vollsperrung der A4 in Fahrtrichtung Köln zwischen der Anschlussstelle Frechen-Nord und dem Kreuz Köln-West. Für den ohnehin dichten Feierabendverkehr bedeutete dies einen sofortigen Stillstand. Der Verkehr staute sich schnell auf mehrere Kilometer zurück.
Gegen 18:50 Uhr meldete die Verkehrszentrale einen Stau von rund sieben Kilometern Länge. Autofahrer mussten mit einer Verzögerung von mindestens 30 Minuten rechnen. Die Polizei leitete den Verkehr, wo möglich, ab, doch die Ausweichstrecken waren ebenfalls schnell überlastet.
Verkehrsknotenpunkt Kölner Westen
Die A4 ist eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen in Nordrhein-Westfalen und Teil des Kölner Autobahnrings. Besonders im Bereich des Kreuzes Köln-West, wo sie die A1 kreuzt, kommt es regelmäßig zu hohem Verkehrsaufkommen. Unfälle in diesem Bereich führen fast immer zu weitreichenden Störungen im gesamten regionalen Verkehrsnetz.
Lange Aufräumarbeiten
Nach der Versorgung der Verletzten begannen die Bergungsarbeiten. Die beiden stark beschädigten Pkw mussten von Abschleppunternehmen abtransportiert werden. Zudem war die Fahrbahn durch ausgelaufene Betriebsstoffe und Trümmerteile verunreinigt, was eine spezielle Reinigung erforderlich machte.
Im Laufe des Abends konnte die Polizei eine Fahrspur wieder für den Verkehr freigeben, um den Stau langsam abzubauen. Die vollständige Freigabe aller Spuren zog sich jedoch bis in die späten Abendstunden hin. Erst nachdem die Fahrbahn vollständig gereinigt und die Sicherheit wiederhergestellt war, normalisierte sich die Verkehrslage allmählich.
Weitere Staus im Kölner Raum
Der Unfall im Kölner Westen war nicht die einzige Störung am Donnerstagnachmittag. Auch auf der A4 in der Gegenrichtung, von Köln in Richtung Aachen, kam es zu Behinderungen. Zwischen dem Dreieck Heumar und dem Kreuz Köln-Süd bildete sich ebenfalls ein kilometerlanger Stau mit Verzögerungen von rund 20 Minuten.
Zusätzlich gab es auf dem gesamten Kölner Autobahnring diverse kleinere Staus, teilweise ebenfalls durch kleinere Unfälle verursacht. Die meisten dieser Behinderungen hatten sich gegen 19:00 Uhr wieder aufgelöst, doch die Situation auf der A4 in Richtung Osten blieb bis in den späten Abend angespannt. Der Vorfall unterstreicht einmal mehr die Anfälligkeit der hochbelasteten Verkehrsinfrastruktur rund um Köln.




