Ein Streifenwagen der Kölner Polizei, der sich auf einer dringenden Einsatzfahrt befand, ist am Samstagabend im Stadtteil Bayenthal in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden. An einer belebten Kreuzung kollidierte das Fahrzeug mit zwei weiteren Autos und prallte anschließend gegen einen Ampelmast. Wie durch ein Wunder blieben alle Beteiligten unverletzt.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Polizeifahrzeug kollidierte während einer Einsatzfahrt in Köln-Bayenthal mit zwei Pkw.
- Der Unfall ereignete sich am Samstagabend gegen 19:00 Uhr an der Kreuzung Bayenthalgürtel/Pferdemengesstraße.
- Trotz erheblichen Sachschadens gab es keine Verletzten.
- Die Polizei Euskirchen hat aus Neutralitätsgründen die Ermittlungen zur Unfallursache übernommen.
Unfall auf belebter Kreuzung
Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend gegen 19:00 Uhr, einer Zeit, zu der die Straßen in Köln oft noch stark frequentiert sind. Der Streifenwagen war mit Sonder- und Wegerechten auf dem Weg zu einem Einsatzort, als es an der Kreuzung Bayenthalgürtel Ecke Pferdemengesstraße zur Kollision kam.
An dem Unfall waren neben dem Polizeifahrzeug ein weißer Kastenwagen und ein Volvo beteiligt. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Streifenwagen gegen einen Ampelmast geschleudert, wo er stark beschädigt zum Stehen kam. Die Front des Polizeiautos wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen, und auch die beiden anderen Fahrzeuge trugen deutliche Schäden davon.
Großes Glück für alle Beteiligten
Unmittelbar nach dem Unfall eilten Rettungskräfte zur Unfallstelle. Die erste Sorge galt dem Zustand der Fahrzeuginsassen. Ein Sprecher der Polizei konnte jedoch schnell Entwarnung geben. Sowohl die Beamten im Streifenwagen als auch die Insassen des Kastenwagens und des Volvos blieben unverletzt.
Hoher Sachschaden
Obwohl es keine Verletzten gab, ist der materielle Schaden an den drei Fahrzeugen und der Verkehrsinfrastruktur beträchtlich. Genaue Zahlen wurden noch nicht genannt, aber die ersten Bilder vom Unfallort deuten auf Kosten im fünfstelligen Bereich hin.
Diese Nachricht sorgte bei den Einsatzkräften und den Anwesenden für große Erleichterung. Angesichts des Unfallhergangs und der stark beschädigten Fahrzeuge grenzt es an ein kleines Wunder, dass niemand körperlichen Schaden davontrug.
Neutrale Ermittlungen und Verkehrschaos
Polizei Euskirchen übernimmt
Um eine absolut neutrale und unvoreingenommene Untersuchung des Unfallhergangs zu gewährleisten, wurde ein spezielles Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei aus Euskirchen an den Einsatzort beordert. Dieses Vorgehen ist Standard, wenn Polizeibeamte selbst in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt sind. Die Spezialisten aus Euskirchen sicherten Spuren, vermaßen die Unfallstelle und befragten Zeugen, um den genauen Ablauf der Kollision zu rekonstruieren.
Vollsperrung führt zu Stau
Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die wichtige Kreuzung im Kölner Süden komplett gesperrt werden. Dies führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Feierabendverkehr. Autofahrer mussten das Gebiet weiträumig umfahren, was zu Staus auf den umliegenden Straßen führte. Erst nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und dem Abtransport der Unfallfahrzeuge konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden.
Sonderrechte im Straßenverkehr
Fahrten mit Sondersignal stellen für Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte immer eine besondere Herausforderung dar. Laut Straßenverkehrs-Ordnung (§ 38 StVO) dürfen sie Blaulicht und Martinshorn nutzen, um von anderen Verkehrsteilnehmern freie Bahn zu fordern. § 35 StVO befreit sie zudem von den Vorschriften der StVO, allerdings nur unter "gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung". Das bedeutet, dass auch bei Einsatzfahrten niemand gefährdet werden darf. Die Abwägung zwischen schnellem Ankommen am Einsatzort und der Sicherheit im Straßenverkehr ist eine der größten Belastungen in diesem Beruf.
Hintergründe zu Einsatzfahrten
Einsatzfahrten unter Blaulicht und Martinshorn gehören zum Alltag der Polizei, sind aber stets mit einem erhöhten Risiko verbunden. Die Beamten müssen in Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen und das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer antizipieren. Trotz intensiver Fahrsicherheitstrainings lassen sich Unfälle nicht immer vermeiden, insbesondere an komplexen und unübersichtlichen Kreuzungen.
Die Untersuchung der Polizei Euskirchen wird nun klären müssen, wie es genau zu dem Zusammenstoß kommen konnte. Dabei wird unter anderem die Geschwindigkeit der beteiligten Fahrzeuge, die Ampelschaltung zum Unfallzeitpunkt und die Reaktion der anderen Autofahrer auf das herannahende Einsatzfahrzeug eine Rolle spielen.




