Die Kölner Kriminalpolizei hat eine Öffentlichkeitsfahndung nach einem bislang unbekannten Mann eingeleitet. Er steht im Verdacht, im September letzten Jahres in einer Tankstelle in Köln-Chorweiler zwei junge Männer angegriffen und verletzt zu haben. Die Ermittler hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, um die Identität des Mannes zu klären.
Der Vorfall ereignete sich bereits am Abend des 18. September 2025. Gegen 22 Uhr betrat der gesuchte Mann die Tankstelle am Athener Ring und begann, sowohl Mitarbeiter als auch anwesende Kunden verbal zu beleidigen. Die Situation eskalierte, als zwei junge Kölner im Alter von 19 und 20 Jahren den Mann auf sein Verhalten ansprachen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Polizei Köln sucht per Öffentlichkeitsfahndung nach einem Mann wegen Körperverletzung.
- Der Vorfall geschah am 18. September 2025 in einer Tankstelle in Köln-Chorweiler.
- Der Gesuchte soll zwei Kunden (19, 20) geschlagen und getreten haben.
- Die Ermittler haben Bilder aus einer Überwachungskamera veröffentlicht.
Der Angriff in der Tankstelle
Nach Angaben der Polizei und Zeugenaussagen entwickelte sich die Auseinandersetzung sehr schnell. Nachdem die beiden jungen Männer den Randalierer zur Rede gestellt hatten, griff dieser sie unmittelbar körperlich an. Ohne Vorwarnung soll er dem 20-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.
Sein 19-jähriger Begleiter wurde ebenfalls zum Opfer des Angreifers. Ihm trat der Unbekannte gezielt in den Bauch. Beide jungen Männer erlitten durch den Angriff Verletzungen. Die plötzliche und heftige Gewaltbereitschaft des Mannes schockierte die anderen Anwesenden in der Tankstelle.
Flucht nach der Tat
Nach der Attacke auf die beiden Kunden ließ der Mann seine Aggressionen an der Einrichtung der Tankstelle aus. Er beschädigte einen Werbeaufsteller aus Pappe und eine Schranke im Eingangsbereich, bevor er vom Tatort flüchtete. Seine Fluchtrichtung ist bislang nicht bekannt.
Kontext: Öffentlichkeitsfahndung
Eine Öffentlichkeitsfahndung ist ein letztes Mittel der Strafverfolgungsbehörden. Sie wird in der Regel dann eingeleitet, wenn alle anderen Ermittlungsansätze zur Identifizierung eines Tatverdächtigen ausgeschöpft sind. Die Veröffentlichung von Bildern oder Videos aus Überwachungskameras unterliegt strengen rechtlichen Vorgaben und bedarf einer richterlichen Anordnung. Ziel ist es, durch die Mithilfe der Bevölkerung neue Ermittlungsansätze zu gewinnen.
Personenbeschreibung des Gesuchten
Die Polizei hat eine detaillierte Beschreibung des Mannes veröffentlicht, die auf den Aufnahmen der Überwachungskamera und den Aussagen der Zeugen basiert. Die Ermittler hoffen, dass jemand den Mann anhand dieser Merkmale wiedererkennt.
Der Gesuchte wird wie folgt beschrieben:
- Größe: circa 1,85 Meter
- Bekleidung: Ein schwarzes T-Shirt, eine dunkle Hose und weiße Sneaker.
- Accessoires: Er trug eine schwarze Kappe und eine auffällige goldene Halskette.
Fahndungsfoto veröffentlicht
Die Kriminalpolizei hat Bilder des Tatverdächtigen aus der Überwachungskamera der Tankstelle zur Fahndung freigegeben. Die Fotos sind auf dem offiziellen Fahndungsportal der Polizei Nordrhein-Westfalen einsehbar. Sie zeigen den Mann deutlich zum Tatzeitpunkt.
Polizei bittet dringend um Hinweise
Die Ermittlungen in dem Fall werden vom Kriminalkommissariat 54 der Kölner Polizei geführt. Da die Identität des Mannes seit fast fünf Monaten ungeklärt ist, sind die Beamten nun auf die Unterstützung der Öffentlichkeit angewiesen. Jeder noch so kleine Hinweis könnte entscheidend sein, um den Täter zu fassen.
„Wir bitten jeden, der den Mann auf den Bildern erkennt oder Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen kann, sich umgehend bei uns zu melden“, so ein Sprecher der Polizei. Die Ermittler betonen die Wichtigkeit von Zeugenhinweisen für die Aufklärung solcher Gewalttaten.
Hinweise zur Identität oder zum Aufenthaltsort des gesuchten Mannes können telefonisch oder per E-Mail an die Polizei Köln übermittelt werden. Die zuständigen Ermittler sind unter der Rufnummer 0221 229-0 erreichbar. Alternativ können Informationen auch per E-Mail an [email protected] gesendet werden.
Sicherheit im öffentlichen Raum
Vorfälle wie dieser werfen erneut ein Licht auf das Thema der Zivilcourage und der Sicherheit im öffentlichen Raum. Das couragierte Eingreifen der beiden jungen Männer, die den Randalierer auf sein Fehlverhalten ansprachen, endete für sie mit Verletzungen. Experten raten in solchen Situationen generell zur Vorsicht.
Es ist wichtig, andere auf Fehlverhalten aufmerksam zu machen, jedoch sollte die eigene Sicherheit immer Vorrang haben. Anstatt eine direkte Konfrontation zu suchen, wird empfohlen, aus sicherer Entfernung die Polizei zu verständigen und sich Tätermerkmale genau einzuprägen, um später als Zeuge aussagen zu können. In diesem Fall halfen die Aussagen der Zeugen und die Videoaufnahmen entscheidend dabei, die jetzige Fahndung zu ermöglichen.




