In den späten Abendstunden des Sonntags wurde ein Ehepaar in seinem Einfamilienhaus in Köln-Fühlingen Opfer eines brutalen Raubüberfalls. Drei maskierte Täter drangen in das Haus ein, verletzten die Bewohner und einen Gast teils schwer und entkamen mit wertvoller Beute. Die Polizei hat eine intensive Fahndung eingeleitet und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Ehepaar (26, 33) und ein Freund (38) wurden in Köln-Fühlingen überfallen.
- Drei vermummte Täter drangen gewaltsam in das Einfamilienhaus ein.
- Die Opfer erlitten teils schwere Verletzungen und mussten im Krankenhaus behandelt werden.
- Die Täter flohen mit Schmuck und Handtaschen in einem weißen VW Golf.
- Die Kriminalpolizei sucht dringend nach Zeugen des Vorfalls.
Der Angriff in der Kriegerhofstraße
Die Ereignisse nahmen am Sonntagabend gegen 23:50 Uhr eine dramatische Wendung. Eine 26-jährige Frau wurde im Vorgarten ihres Hauses in der Kriegerhofstraße von den Angreifern attackiert. Die Täter nutzten die Situation, um durch die offene Haustür in das Gebäude zu gelangen. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hatten die Täter den Bewohnern offenbar aufgelauert, die erst kurz zuvor nach Hause gekommen waren.
Im Inneren des Hauses eskalierte die Gewalt weiter. Der 33-jährige Ehemann und ein 38-jähriger Freund des Paares, der zu Besuch war, wurden von den Eindringlingen attackiert und durch Schläge bewusstlos gemacht. Die Rettungskräfte, die kurz nach dem Überfall eintrafen, versorgten die drei Verletzten vor Ort und brachten sie anschließend zur weiteren Behandlung in eine Klinik.
Hintergrund: Gezielte Überfälle auf Wohnobjekte
Die Vorgehensweise der Täter, den Bewohnern aufzulauern, deutet auf eine geplante Tat hin. Kriminelle spähen oft im Vorfeld geeignete Objekte und die Gewohnheiten der Bewohner aus. Solche sogenannten „Home Invasion“-Fälle sind für die Opfer besonders traumatisch, da der Angriff im eigentlich sicheren, privaten Raum stattfindet.
Fahndung nach drei maskierten Männern
Nachdem sie die Bewohner überwältigt hatten, durchsuchten die Täter das Haus nach Wertsachen. Sie entwendeten Schmuck und mehrere hochwertige Handtaschen. Anschließend flüchteten die drei Männer in einem weißen VW Golf in Richtung Chorweiler-Nord. Die gesamte Tat dauerte nur wenige Minuten.
Die Polizei konnte dank Zeugenaussagen eine erste Beschreibung eines der Täter veröffentlichen. Dieser soll:
- etwa 1,75 Meter groß sein,
- eine muskulöse Statur haben,
- und circa 20 Jahre alt sein.
Besonders auffällig war seine Kleidung: Er trug eine dunkelgrüne Jacke der Marke „The North Face“ sowie Schuhe der Marke „Nike“. Alle drei Täter waren während des Überfalls mit Sturmhauben maskiert, was eine Identifizierung erschwert.
Fluchtfahrzeug und Richtung
Die Täter nutzten einen weißen VW Golf für ihre Flucht. Die Fahrtrichtung war nach der Tat Chorweiler-Nord. Diese Information ist für Zeugen entscheidend, die möglicherweise ein schnell fahrendes Fahrzeug in diesem Bereich bemerkt haben.
Polizei bittet dringend um Hinweise aus der Bevölkerung
Das Kriminalkommissariat 14 hat die Ermittlungen übernommen und ist auf die Unterstützung der Öffentlichkeit angewiesen, um die Täter zu fassen. Die Ermittler stellen gezielte Fragen an mögliche Zeugen, die zur Aufklärung des Verbrechens beitragen könnten.
Die Polizei fragt konkret:
- Wer hat bereits vor 23:45 Uhr verdächtige Personen in der Kriegerhofstraße oder in den angrenzenden Wegen bemerkt?
- Wer kann Angaben zu Fahrzeugen machen, die zwischen 23:00 Uhr und 0:00 Uhr in der Gegend um den Tatort unterwegs waren oder dort parkten?
- Wer hat sonstige verdächtige Beobachtungen im Bereich Fühlingen oder im angrenzenden Chorweiler gemacht, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten?
„Jeder noch so kleine Hinweis kann für uns entscheidend sein, um die Täter zu identifizieren und zur Verantwortung zu ziehen“, betonte ein Sprecher der Polizei am Montag. Die Brutalität der Tat mache eine schnelle Aufklärung besonders wichtig.
Die Ermittler hoffen, durch Zeugenaussagen das Puzzle zusammensetzen zu können. Oftmals fallen Anwohnern oder Passanten im Vorfeld einer Tat Personen oder Fahrzeuge auf, die nicht in die Nachbarschaft passen. Diese Beobachtungen können im Nachhinein von großer Bedeutung sein.
Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 14 unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an [email protected] entgegen. Die Ermittlungen dauern an.




