In der Kölner Unterwelt offenbart sich ein erschreckendes Detail nach dem Anschlag auf das Hells-Angels-Mitglied Orhan A. im Dezember. Neue Erkenntnisse der Ermittler deuten darauf hin, dass bereits Monate zuvor ein Mordkomplott gegen den Rocker bestand. Im Zentrum der Ermittlungen steht nun ein Jugendlicher: Ein erst 17-Jähriger soll beauftragt worden sein, Orhan A. zu töten.
Dieser frühere Mordplan wirft ein neues Licht auf die brutale Gewalt im Rockermilieu und die Hintergründe des späteren Attentats, bei dem acht Kugeln den Audi von Orhan A. durchschlugen und ihn lebensgefährlich verletzten.
Das Wichtigste in Kürze
- Gegen das Kölner Hells-Angels-Mitglied Orhan A. gab es offenbar bereits im Oktober einen Mordauftrag.
- Ein 17-jähriger Jugendlicher steht im Verdacht, als Auftragskiller angeheuert worden zu sein.
- Dieser erste Mordversuch scheiterte, bevor Orhan A. im Dezember bei einem Schusswaffenangriff schwer verletzt wurde.
- Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Verstrickungen und Machtkämpfe in der organisierten Kriminalität.
Ein früherer Mordplan kommt ans Licht
Die Schüsse, die im Dezember auf den Audi von Orhan A. abgefeuert wurden, schockierten die Öffentlichkeit. Der Rocker überlebte den Angriff nur knapp, nachdem acht Projektile die Windschutzscheibe seines Fahrzeugs durchschlagen hatten. Die Tat trug die Handschrift einer professionellen Abrechnung im kriminellen Milieu. Doch die Ermittlungen der Polizei haben nun eine noch beunruhigendere Vorgeschichte aufgedeckt.
Informationen aus Ermittlerkreisen legen nahe, dass der Anschlag im Dezember nicht der erste Versuch war, das Leben von Orhan A. zu beenden. Bereits im Oktober soll ein konkreter Mordauftrag gegen ihn existiert haben. Die Brisanz dieses Falls liegt im Alter des mutmaßlichen Täters: Ein Jugendlicher, gerade einmal 17 Jahre alt, soll als Auftragskiller rekrutiert worden sein.
Die Rolle des jugendlichen Tatverdächtigen
Die Vorstellung, dass ein Minderjähriger für eine solch schwere Straftat angeheuert wird, ist alarmierend. Ermittler prüfen nun, wer die Hintermänner dieses Auftrags sind und warum die Wahl auf einen so jungen Täter fiel. Es wird vermutet, dass die Auftraggeber hofften, ein Jugendlicher würde weniger Misstrauen erregen oder im Falle einer Festnahme eine mildere Strafe erhalten.
Der Plan scheiterte jedoch. Die genauen Umstände, warum der Mord im Oktober nicht ausgeführt wurde, sind Gegenstand der laufenden Untersuchung. Die Polizei hält sich mit Details bedeckt, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Klar ist aber, dass die Bedrohung für Orhan A. real und akut war, lange bevor die Schüsse im Dezember fielen.
Hintergrund: Gewalt im Rockermilieu
Konflikte zwischen rivalisierenden Rockergruppen oder interne Machtkämpfe sind keine Seltenheit. Dabei geht es oft um die Kontrolle über illegale Geschäfte wie Drogenhandel, Prostitution oder Schutzgelderpressung. Auseinandersetzungen werden häufig mit äußerster Brutalität geführt, um Macht zu demonstrieren und Territorien zu sichern.
Der Anschlag im Dezember: Eine geplante Hinrichtung
Nachdem der erste Mordplan im Herbst gescheitert war, gaben die Gegner von Orhan A. offenbar nicht auf. Der Angriff im Dezember war weitaus direkter und brutaler. Acht Kugeln wurden gezielt auf die Fahrerseite seines Audis abgefeuert, was auf eine klare Tötungsabsicht hindeutet. Dass Orhan A. diesen Kugelhagel überlebte, grenzt an ein Wunder.
Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert. Seitdem kämpft er sich zurück ins Leben. Die Ermittler der Mordkommission arbeiten unter Hochdruck daran, die Schützen und ihre Auftraggeber zu identifizieren. Die Verbindung zum früheren Mordkomplott ist dabei eine zentrale Spur.
Details zum Angriff
- Tatzeitpunkt: Dezember 2025
- Opfer: Orhan A., Mitglied der Hells Angels
- Tatwaffe: Schusswaffe, vermutlich eine Pistole oder ein automatisches Gewehr
- Anzahl der Schüsse: Mindestens acht Kugeln trafen die Windschutzscheibe
- Folgen: Lebensgefährliche Verletzungen des Opfers
Wer sind die Feinde von Orhan A.?
Die zentrale Frage für die Ermittler lautet: Wer will Orhan A. tot sehen? Die Motive sind vermutlich tief in der komplexen und verschwiegenen Welt der organisierten Kriminalität zu finden. Mögliche Szenarien reichen von Konflikten mit rivalisierenden Clubs bis hin zu internen Machtkämpfen innerhalb der Hells Angels.
Orhan A. ist kein Unbekannter in der Szene. Seine Position innerhalb des Clubs könnte Neider oder Feinde auf den Plan gerufen haben. Die Ermittler durchleuchten sein Umfeld, seine geschäftlichen Aktivitäten und mögliche Konflikte, die in der Vergangenheit lagen. Jede Spur wird verfolgt, um das Netzwerk hinter den Anschlägen aufzudecken.
Ein Insider, der anonym bleiben möchte, äußerte sich zur Situation: „In dieser Welt machst du dir schnell Feinde. Es geht um Geld, Ehre und Macht. Ein falsches Wort oder eine falsche Entscheidung kann dein Todesurteil sein.“
Die Herausforderungen für die Ermittler
Die Aufklärung von Verbrechen im Rockermilieu ist für die Polizei notorisch schwierig. Zeugen schweigen oft aus Angst vor Vergeltung. Die sogenannte „Mauer des Schweigens“ (Omertà) ist ein ungeschriebenes Gesetz, das die Ermittlungen erschwert. Dennoch sind die Behörden zuversichtlich, dass die Beweislage ausreichen wird, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Der Fall des 17-jährigen Tatverdächtigen könnte dabei ein Schlüssel sein. Sollte er sich zur Kooperation mit den Behörden entschließen, könnte er wertvolle Informationen über die Hintermänner liefern. Die Verstrickung eines Jugendlichen in einen solch brutalen Mordauftrag zeigt eine neue Dimension der Skrupellosigkeit in der Kölner Unterwelt.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um zu klären, wer für die Anschläge auf Orhan A. verantwortlich ist und ob die Gewaltspirale im Kölner Rockermilieu weiter eskaliert.




