Nach einem tödlichen Angriff auf eine Chanukka-Feier am berühmten Bondi Beach in Sydney mit mindestens zwölf Toten hat sich der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) zu Wort gemeldet. Er verurteilte die Tat als einen gezielten Angriff auf jüdisches Leben und sprach den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus.
Die australischen Behörden stufen den Vorfall, bei dem auch mindestens 29 Menschen verletzt wurden, offiziell als „Terrorvorfall“ ein. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf zwei Angreifer, bei denen es sich um Vater und Sohn handeln soll.
Das Wichtigste in Kürze
- Bei einem Anschlag auf eine Chanukka-Feier in Sydney wurden mindestens 12 Menschen getötet und 29 verletzt.
- Die Polizei stuft die Tat als Terrorvorfall ein. Die Angreifer sollen Vater und Sohn gewesen sein.
- Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester bezeichnete den Angriff als „feige Terrortat gegen Jüdinnen und Juden“.
- Ein mutiger Passant konnte einen der Angreifer überwältigen und Schlimmeres verhindern.
Anschlag erschüttert Lichterfest am Bondi Beach
Am Sonntag verwandelte sich eine friedliche Feier zum jüdischen Lichterfest Chanukka am weltberühmten Bondi Beach in Sydney in einen Schauplatz des Schreckens. Während die jüdische Gemeinde zusammenkam, um die achttägigen Feierlichkeiten zu begehen, eröffneten Angreifer das Feuer auf die Menge.
Die örtlichen Sicherheitskräfte reagierten schnell, konnten aber nicht verhindern, dass die Situation eskalierte. Augenzeugen berichteten von panischen Szenen, als Menschen versuchten, sich in Sicherheit zu bringen. Der Strand, normalerweise ein Symbol für unbeschwerte Lebensfreude, wurde zum Tatort.
Bilanz des Angriffs
Nach offiziellen Angaben der australischen Behörden forderte der Angriff mindestens zwölf Todesopfer. Darüber hinaus wurden mindestens 29 weitere Personen verletzt, einige von ihnen schwer. Sie werden derzeit in umliegenden Krankenhäusern behandelt.
Ermittlungen deuten auf terroristischen Hintergrund hin
Die Polizei von New South Wales hat die Ermittlungen übernommen und den Vorfall umgehend als Terrorakt eingestuft. Im Fokus stehen zwei männliche Angreifer. Einer der Täter wurde während des Polizeieinsatzes getötet, der zweite erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde festgenommen. Ersten Erkenntnissen zufolge soll es sich bei den beiden um Vater und Sohn handeln.
Die Ermittler fanden in einem Fahrzeug, das mit dem getöteten Angreifer in Verbindung gebracht wird, einen selbstgebauten Sprengsatz. Dies verstärkt den Verdacht, dass die Tat von langer Hand geplant war und möglicherweise noch weitere Anschläge vorgesehen waren. Das Motiv wird im extremistischen Milieu vermutet, die gezielte Auswahl einer jüdischen Feierlichkeit deutet auf einen antisemitischen Hintergrund hin.
Held von Bondi Beach verhindert Schlimmeres
Inmitten des Chaos gab es auch einen Akt außergewöhnlichen Mutes. Ein unbewaffneter Passant stellte sich einem der Angreifer entgegen und schaffte es, ihn zu überwältigen. Durch sein beherztes Eingreifen konnte er den Täter so lange festhalten, bis die Polizei eintraf. Lokale Medien und Augenzeugen feiern den Mann als „Held von Bondi Beach“, der durch seinen Einsatz wahrscheinlich viele Leben gerettet hat.
Was ist Chanukka?
Chanukka, auch Lichterfest genannt, ist ein acht Tage andauerndes jüdisches Fest, das an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 v. Chr. erinnert. Es ist ein fröhliches Fest, bei dem Familien zusammenkommen, um Kerzen anzuzünden, traditionelle Speisen zu essen und zu feiern.
Kölner Oberbürgermeister zeigt sich erschüttert
Die Nachricht von dem Anschlag löste weltweit Bestürzung aus, auch in Köln. Oberbürgermeister Torsten Burmester äußerte sich am Sonntag auf der Social-Media-Plattform Instagram zu den Ereignissen.
„Die Berichte aus Sydney erschüttern mich. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer und Verletzten“, schrieb Burmester. Er fand deutliche Worte für die Tat: „Dies war eine feige Terrortat gegen Jüdinnen und Juden.“
Burmesters Stellungnahme unterstreicht die Solidarität der Stadt Köln mit der jüdischen Gemeinschaft weltweit. In Zeiten zunehmender antisemitischer Vorfälle senden solche klaren Botschaften ein wichtiges Signal des Zusammenhalts und der Verurteilung von Hass und Gewalt. Die Stadt Köln pflegt enge Beziehungen zu jüdischen Gemeinden und setzt sich aktiv gegen Antisemitismus ein.
Ein Angriff auf die offene Gesellschaft
Der Anschlag von Sydney ist mehr als nur ein lokales Ereignis. Er reiht sich ein in eine beunruhigende Serie von Angriffen auf jüdische Einrichtungen und Personen weltweit. Sicherheitsbehörden in vielen Ländern, einschließlich Deutschland, warnen seit längerem vor einer erhöhten Bedrohungslage.
Solche Taten zielen darauf ab, Angst und Unsicherheit zu verbreiten und den gesellschaftlichen Frieden zu stören. Die Reaktionen aus der Politik und Zivilgesellschaft, wie die von Oberbürgermeister Burmester, machen jedoch deutlich, dass die offene Gesellschaft zusammensteht und sich dem Terror nicht beugen wird. Die Ermittlungen in Australien dauern an, um die Hintergründe der Tat vollständig aufzuklären und mögliche Netzwerke aufzudecken.




