In den frühen Morgenstunden ist im historischen Schloss Hardenberg in Velbert ein verheerendes Feuer ausgebrochen. Der Dachstuhl des barocken Wasserschlosses stand bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits vollständig in Flammen. Die Löscharbeiten dauern an, und das Ausmaß der Zerstörung ist erheblich.
Eine Polizeistreife bemerkte den Brand in der Nacht und alarmierte umgehend die Feuerwehr. Trotz des schnellen Eingreifens konnte nicht verhindert werden, dass sich das Feuer auf das gesamte Gebäude ausbreitete. Glücklicherweise wurde nach ersten Erkenntnissen niemand verletzt.
Das Wichtigste in Kürze
- In den frühen Morgenstunden brach ein Feuer im Schloss Hardenberg in Velbert aus.
- Der Dachstuhl stand bei Entdeckung bereits in Vollbrand.
- Das Feuer hat sich auf das gesamte historische Gebäude ausgebreitet und massiven Schaden verursacht.
- Es wurden keine Verletzten gemeldet.
- Die Brandursache und die genaue Schadenshöhe sind noch unklar.
Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen
Unmittelbar nach der Alarmierung rückten zahlreiche Feuerwehrleute zum Brandort aus. Ein Sprecher der Feuerwehr beschrieb die Lage als äußerst kritisch, da der historische Dachstuhl bereits lichterloh brannte. Die Flammen griffen schnell auf weitere Teile des Schlosses über und stellten die Einsatzkräfte vor eine enorme Herausforderung.
Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig. Die alte Bausubstanz und die verwinkelte Architektur des ehemaligen Wasserschlosses erschweren den Zugang zu allen Brandherden. Die Feuerwehr konzentriert sich darauf, ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Bereiche zu verhindern und die verbleibende Struktur so gut wie möglich zu sichern.
Die Rolle des THW bei Großbränden
Das Technische Hilfswerk (THW) wird bei Bränden dieser Größenordnung hinzugezogen, um die Statik des beschädigten Gebäudes zu beurteilen. Ein Fachberater des THW analysiert vor Ort die Einsturzgefahr und berät die Einsatzleitung der Feuerwehr. Dies ist entscheidend, um die Sicherheit der Rettungskräfte während der Löscharbeiten zu gewährleisten und das weitere Vorgehen zu planen.
Statiker bewertet die Einsturzgefahr
Um das volle Ausmaß der Schäden zu erfassen und die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten, wurde ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks (THW) an die Einsatzstelle gerufen. Seine Aufgabe ist es, die Stabilität des vom Feuer geschwächten Gebäudes zu beurteilen. Die Sorge ist groß, dass Teile des Schlosses einstürzen könnten, was die Löscharbeiten zusätzlich kompliziert.
Die Einschätzung des Experten wird für die weiteren Maßnahmen entscheidend sein. Davon hängt ab, welche Bereiche des Schlosses die Feuerwehrleute noch betreten können und welche Teile möglicherweise kontrolliert zum Einsturz gebracht werden müssen, um weitere Gefahren abzuwenden.
Ein historisches Juwel in Gefahr
Schloss Hardenberg ist mehr als nur ein Gebäude; es ist ein Wahrzeichen der Stadt Velbert und ein bedeutendes Kulturgut der Region. Das barocke Wasserschloss hat eine lange und bewegte Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Es diente über Jahrhunderte als Wohnsitz adliger Familien und wurde später zu einem zentralen Ort für kulturelle Veranstaltungen.
Der Brand trifft die Stadt und die Region ins Mark. Viele Bürgerinnen und Bürger verbinden persönliche Erinnerungen mit dem Schloss, sei es durch Hochzeiten, Konzerte oder einfach nur durch Spaziergänge im Schlosspark. Der materielle Schaden ist immens, doch der ideelle Verlust wiegt für viele noch schwerer.
Schloss Hardenberg: Ein Blick in die Geschichte
- Ursprung: Die Anfänge der Anlage reichen bis ins 13. oder 14. Jahrhundert zurück.
- Bauform: Ursprünglich eine Wasserburg, wurde sie im 17. und 18. Jahrhundert zu einem barocken Schloss umgebaut.
- Bedeutung: Das Schloss war Stammsitz der Herren von Hardenberg.
- Heutige Nutzung: Vor dem Brand war das Schloss ein beliebter Ort für kulturelle Veranstaltungen, Tagungen und private Feiern.
Ursachenforschung und Zukunft des Schlosses
Während die Löscharbeiten noch andauern, hat die Polizei bereits erste Schritte zur Ermittlung der Brandursache eingeleitet. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es jedoch noch keine gesicherten Erkenntnisse darüber, was das Feuer ausgelöst hat. Spekulationen über einen technischen Defekt oder Brandstiftung werden von den Behörden nicht kommentiert.
Die Kriminalpolizei wird die Brandstelle untersuchen, sobald diese freigegeben und sicher ist. Die Ermittlungen dürften sich aufgrund des Zerstörungsgrades als komplex erweisen. Parallel dazu wird die genaue Schadenshöhe ermittelt, die sich voraussichtlich auf mehrere Millionen Euro belaufen wird.
Die Zukunft des Schlosses Hardenberg ist ungewiss. Die Stadt Velbert und die Eigentümer stehen vor der gewaltigen Aufgabe, zu entscheiden, ob und wie das historische Monument wiederaufgebaut werden kann. Der Brand hinterlässt eine schmerzliche Lücke im Herzen der Stadt und in der Kulturlandschaft der Region.




