Ein großangelegter Polizeieinsatz hat am Donnerstagvormittag zu einer Vollsperrung der Autobahn 3 bei Köln geführt. Spezialkräfte der Polizei nahmen zwei Personen fest. Der Zugriff steht im Zusammenhang mit einer Explosion vor einer Shisha-Bar im hessischen Offenbach, die sich nur wenige Stunden zuvor ereignete.
Der Einsatz begann gegen 11 Uhr auf der A3 in Fahrtrichtung Oberhausen, zwischen den Anschlussstellen Köln-Mülheim und Leverkusen. Für Autofahrer führte die Sperrung zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und langen Staus in der gesamten Region.
Das Wichtigste in Kürze
- Auf der A3 bei Köln wurden zwei Personen nach einem Polizeizugriff festgenommen.
- Die Aktion steht in Verbindung mit einer Explosion vor einer Bar in Offenbach.
- Die Autobahn war in Richtung Oberhausen stundenlang gesperrt, was zu massivem Verkehrschaos führte.
- Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Explosion in Hessen dauern an.
Zugriff auf offener Autobahn
Augenzeugen berichteten von einem schnellen und gezielten Zugriff durch Polizeibeamte. Die Einsatzkräfte, teils in Zivilkleidung und mit schwarzen Gesichtsmasken, stoppten einen Peugeot mit niederländischem Kennzeichen direkt auf der Fahrbahn. Zwei Insassen des Fahrzeugs wurden vorläufig festgenommen.
Der Vorfall sorgte für ein abruptes Ende des Verkehrsflusses. Die Autobahn wurde umgehend vollständig gesperrt, um den Einsatzkräften ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen und die Spurensicherung am gestoppten Fahrzeug durchzuführen. Hunderte von Fahrzeugen stauten sich schnell auf mehreren Kilometern Länge.
Verkehrschaos rund um Köln
Die Sperrung der A3, einer der wichtigsten Verkehrsadern in Nordrhein-Westfalen, hatte weitreichende Folgen. Der Verkehr brach nicht nur auf der Autobahn selbst zusammen, sondern auch auf den Umleitungsstrecken und im Kölner Stadtgebiet kam es zu erheblichen Verzögerungen. Autofahrer meldeten ein Verkehrschaos, das bis in den Nachmittag andauerte.
Die A3 als Nadelöhr
Die Autobahn 3 ist eine der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands. Insbesondere der Abschnitt im Kölner Ring ist täglich stark frequentiert. Sperrungen in diesem Bereich führen fast zwangsläufig zu großflächigen Verkehrsproblemen, die weit über die eigentliche Einsatzstelle hinausreichen.
Erst gegen 14 Uhr konnte die Polizei eine der vier Fahrspuren wieder für den Verkehr freigeben. Die restlichen Spuren blieben für weitere Maßnahmen gesperrt, was die Verkehrslage nur langsam entspannte.
Verbindung zu Explosion in Hessen
Die Polizei in Südosthessen bestätigte, dass der Zugriff auf der A3 in direktem Zusammenhang mit einem Vorfall in Offenbach steht. Dort hatte es am frühen Donnerstagmorgen gegen 8:40 Uhr eine Explosion vor einer Shisha-Bar in der Innenstadt gegeben.
Ein lauter Knall schreckte Anwohner auf. Durch die Detonation entstanden Schäden an der Fassade des Lokals, verletzt wurde glücklicherweise niemand. Zum Zeitpunkt der Explosion war die Bar noch geschlossen. Die Höhe des Sachschadens konnte zunächst nicht beziffert werden.
Zeitlicher Ablauf der Ereignisse
- ca. 8:40 Uhr: Explosion vor einer Shisha-Bar in Offenbach, Hessen.
- ca. 11:00 Uhr: Beginn des Polizeieinsatzes und Sperrung der A3 bei Köln.
- Anschließend: Zugriff auf einen Peugeot und Festnahme von zwei Personen.
- ca. 14:00 Uhr: Teilweise Freigabe einer Fahrspur auf der A3.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Die Hintergründe der Tat in Offenbach sind derzeit noch völlig unklar. Die Ermittler können noch keine Angaben dazu machen, was genau die Explosion ausgelöst hat. Spezialisten der Spurensicherung untersuchten den Tatort und den explosiven Gegenstand, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Das Gelände um die Bar wurde weiträumig abgesperrt.
Ob die beiden auf der A3 festgenommenen Personen direkt für die Tat verantwortlich sind und welches Motiv hinter der Explosion steckt, ist nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Die schnelle Festnahme Hunderte Kilometer vom Tatort entfernt deutet auf eine intensive und erfolgreiche Fahndung hin.
Die Zusammenarbeit zwischen den Polizeibehörden in Hessen und Nordrhein-Westfalen war für den schnellen Fahndungserfolg entscheidend. Weitere Details zu den Festgenommenen oder zum Tatvorwurf wurden aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht bekannt gegeben.




