Köln und die gesamte Region Nordrhein-Westfalen stehen vor einem eisigen Jahreswechsel. Nach einem der kältesten Weihnachtsfeste seit über einem Jahrzehnt sinken die Temperaturen weiter und verschiedene Wettermodelle prognostizieren nun Schneefälle, die auch das Kölner Stadtgebiet treffen könnten.
Während die einen auf eine weiße Überraschung zu Silvester hoffen, warnen Experten bereits vor erheblicher Glätte auf den Straßen. Die Vorhersagen der verschiedenen Wetterdienste gehen zwar in der genauen Schneemenge auseinander, doch der Trend zu einem winterlichen Start ins neue Jahr ist eindeutig.
Das Wichtigste in Kürze
- Für die Silvesternacht werden in Köln Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt erwartet.
- Mehrere Wettermodelle sagen für das erste Januarwochenende Schneefall in Köln voraus.
- Die Prognosen reichen von Schneeregen bis zu 20 Zentimetern Neuschnee im Stadtgebiet.
- In den Höhenlagen von Eifel und Sauerland werden teils über 60 Zentimeter Neuschnee erwartet.
- Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt eindringlich vor markanter Glätte auf den Straßen.
Ein frostiger Ausklang des Jahres
Die Kölnerinnen und Kölner haben in den vergangenen Tagen bereits einen Vorgeschmack auf den Winter bekommen. Die Temperaturen fielen nachts teils auf minus 5 Grad Celsius und tiefer. Dieser Trend wird sich zum Jahreswechsel fortsetzen. Die Prognosen sind sich einig: Die Silvesternacht wird frostig kalt.
Diese Kälteperiode folgt auf ein Weihnachtsfest, das in Deutschland so kalt war wie seit 2010 nicht mehr. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) wurde der Tiefstwert in der Nacht zum 26. Dezember im Harz mit minus 12,1 Grad gemessen. Auch wenn es in den Folgejahren an einzelnen Tagen kälter war, erstreckte sich eine solch durchgehende Kälte über die gesamten Feiertage zuletzt vor 15 Jahren.
Wie viel Schnee bekommt Köln? Die Modelle sind uneins
Die spannendste Frage für viele ist, ob auf die Kälte auch Schnee folgt. Hier gehen die Meinungen der Experten und die Ergebnisse der Computermodelle auseinander, doch alle deuten auf winterliche Niederschläge hin.
Die vorsichtige Prognose des DWD
Der Deutsche Wetterdienst bleibt in seiner Vorhersage für das Flachland eher zurückhaltend. Die Meteorologen des DWD gehen davon aus, dass es in Köln und anderen tiefergelegenen Gebieten in NRW eher bei Schneeregen bleiben wird. Für echten, liegenbleibenden Schnee seien die Bedingungen hier möglicherweise nicht optimal.
Andere Modelle sehen Köln in Weiß
Andere Wetterdienste sind optimistischer, was die Schneemengen angeht. Das als zuverlässig geltende europäische Modell ECMWF (Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen) prognostiziert für das Kölner Stadtgebiet eine Neuschneemenge von bis zu zehn Zentimetern am ersten Januarwochenende.
Schneeprognosen im Vergleich
- DWD: Überwiegend Schneeregen im Flachland.
- ECMWF-Modell: Bis zu 10 cm Schnee für Köln.
- Swiss-MRF-Modell: Bis zu 20 cm Schnee für Köln.
Noch deutlicher wird das Schweizer Modell Swiss-MRF aus dem Kachelmann-Konzern. Dessen Berechnungen sagen für einzelne Bereiche Kölns sogar eine Neuschneemenge von bis zu 20 Zentimetern voraus. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, würde die Stadt in einer dicken Schneedecke ins neue Jahr starten.
Bis zu 70 Zentimeter Neuschnee in der Region erwartet
Während in Köln noch über die genaue Schneemenge diskutiert wird, sind sich die Modelle für die höhergelegenen Regionen in NRW einig: Dort wird es erhebliche Schneefälle geben. Wintersportler dürfen sich freuen, Autofahrer müssen sich auf extreme Bedingungen einstellen.
Starkschneefall in Eifel und Sauerland
Die Prognosen für die Mittelgebirge sind drastisch. Für das Sauerland rechnet das Swiss-MRF-Modell mit fast 70 Zentimetern Neuschnee. In der Eifel werden Werte von bis zu 60 Zentimetern erwartet. Auch das ECMWF-Modell sieht im Sauerland Mengen von über 25 Zentimetern. Dies wird unweigerlich zu massiven Verkehrsbehinderungen führen.
Behörden warnen vor erheblicher Glättegefahr
Unabhängig von der genauen Schneemenge ist eine Gefahr bereits jetzt sicher: die Glätte. Der Deutsche Wetterdienst hat eine offizielle Warnung vor markanter Glätte herausgegeben. Frierender Regen oder nasser Schnee auf den eiskalten Böden können die Straßen in gefährliche Eisbahnen verwandeln.
"Wir raten allen Verkehrsteilnehmern zu höchster Vorsicht. Passen Sie Ihre Fahrweise den Witterungsbedingungen an und planen Sie mehr Zeit für Ihre Wege ein", so ein Sprecher des Wetterdienstes.
Autofahrer sollten unbedingt Winterreifen aufgezogen haben und das Fahrzeug auf Wintertauglichkeit prüfen. Insbesondere in den Morgenstunden und in der Nacht ist mit spiegelglatten Straßen zu rechnen. Wer nicht unbedingt fahren muss, sollte das Auto möglicherweise stehen lassen.




