Autofahrer in Köln müssen sich auf der Zoobrücke wieder an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Nach wetterbedingten Verzögerungen hat die Stadt nun einen festen Zeitplan für die Inbetriebnahme der neuen Blitzeranlagen bekannt gegeben. Ab Anfang Februar werden Geschwindigkeitsüberschreitungen auf der maroden Brücke wieder geahndet.
Jahrelang waren die alten Messanlagen defekt, was dazu führte, dass das Tempolimit von 50 km/h oft missachtet wurde. Die neuen Anlagen sollen nun für mehr Sicherheit und den Schutz der Brückenkonstruktion sorgen.
Das Wichtigste in Kürze
- Inbetriebnahme: Die neuen Blitzer auf der Zoobrücke werden am Freitag, den 6. Februar, scharf geschaltet.
- Tempolimit: Auf der gesamten Brücke gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.
- Grund: Die Maßnahme dient dem Schutz der sanierungsbedürftigen Brückenstruktur.
- Bauarbeiten: Für die Installation sind bis zum 5. Februar nächtliche Sperrungen der rechten Fahrspuren erforderlich.
Endgültiger Zeitplan für die Installation steht fest
Nachdem die ursprünglich für Januar geplante Installation der neuen Geschwindigkeitsmessanlagen auf der Kölner Zoobrücke aufgrund zu niedriger Temperaturen verschoben werden musste, hat die Stadtverwaltung nun den finalen Ablaufplan vorgestellt. Die Arbeiten beginnen in der Nacht zum Mittwoch, dem 28. Januar, mit der Einrichtung der Baustellen.
Für die Montage der Anlagen sind komplexe Arbeiten direkt am Brückenkörper notwendig. Diese erfordern spezielle Wetterbedingungen, die nun erfüllt sind. Die Stadt hat einen detaillierten, mehrtägigen Plan ausgearbeitet, um die Blitzer sicher und dauerhaft zu installieren.
Schritt für Schritt zur scharfen Messung
Der Installationsprozess ist in mehrere Phasen unterteilt, die mit Verkehrsbeeinträchtigungen verbunden sind:
- Ab 28. Januar: Einrichtung der Baustellen und Einhausung der Montageorte. Hierfür werden die rechten Fahrspuren in beide Richtungen gesperrt.
- Ab 29. Januar: Die Brückenoberfläche an den Installationspunkten wird auf die erforderliche Mindesttemperatur aufgewärmt.
- 2. Februar: Durchführung der notwendigen Schweißarbeiten am Brückenkörper.
- 3. bis 5. Februar: In den Nächten werden der Korrosionsschutz aufgetragen und die eigentlichen Messanlagen montiert. Erneut sind Sperrungen der rechten Fahrspuren erforderlich.
- 6. Februar: Die Blitzer werden kalibriert und offiziell in Betrieb genommen.
Während des gesamten Bauzeitraums vom 28. Januar bis zum 6. Februar müssen Fußgänger mit Einschränkungen rechnen. Die Gehwege auf beiden Seiten der Zoobrücke werden gesperrt und der Fußverkehr wird auf die Radwege umgeleitet.
Warum das Wetter die Pläne durchkreuzte
Die Verzögerung bei der Installation war rein technischer Natur. Ein Sprecher der Stadt erklärte, dass sowohl die Schweißarbeiten als auch das anschließende Aufbringen des Korrosionsschutzes eine Oberflächentemperatur der Brücke von mindestens 8 Grad Celsius erfordern. Bei den kalten Temperaturen im Januar konnte dieser Wert nicht erreicht werden, was die Arbeiten unmöglich machte.
Schutz für eine marode Verkehrsader
Die Reaktivierung der Geschwindigkeitskontrollen auf der Zoobrücke ist eine dringende Maßnahme. Die Brücke gilt seit Jahren als sanierungsbedürftig. Um die Struktur zu schonen und die Sicherheit bis zu einer umfassenden Sanierung zu gewährleisten, wurde die Höchstgeschwindigkeit bereits vor längerer Zeit von 80 km/h auf 50 km/h reduziert.
Da die alten Blitzeranlagen jedoch seit Jahren außer Betrieb waren, gab es für Temposünder praktisch keine Konsequenzen. Viele Autofahrer hielten sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit, was eine zusätzliche Belastung für das Bauwerk darstellte. Mit den neuen, modernen Anlagen endet diese Phase der Straffreiheit nun.
Vom Tempolimit zur Kontrolle
Die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit von ehemals 80 km/h auf nun 50 km/h ist eine direkte Folge des Zustands der Zoobrücke. Die neuen Blitzer sollen die Einhaltung dieser wichtigen Schutzmaßnahme sicherstellen und so die Lebensdauer der Brücke verlängern, bis die geplante, umfassende Sanierung beginnen kann.
Was Autofahrer jetzt wissen müssen
Mit der Aktivierung der Blitzer am 6. Februar wird es für Raser auf der Zoobrücke wieder teuer. Die Anlagen werden in beide Fahrtrichtungen die Geschwindigkeit überwachen. Angesichts der prominenten Lage und der hohen Verkehrsdichte ist davon auszugehen, dass die Kontrollen konsequent durchgeführt werden.
Die Stadt Köln appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich an das Tempolimit von 50 km/h zu halten. Dies diene nicht nur der Vermeidung von Bußgeldern, sondern vor allem der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer und dem Erhalt einer der wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt.
Die nächtlichen Sperrungen der rechten Fahrspuren vom 3. bis zum 5. Februar können zu leichten Verkehrsbehinderungen führen. Autofahrer, die in diesen Nächten unterwegs sind, sollten etwas mehr Zeit einplanen.




