Der ADAC und die Autobahn-Gesellschaft warnen vor erheblichen Verkehrsbehinderungen in und um Köln am vierten Adventswochenende. Während der Last-Minute-Einkaufsverkehr die Innenstädte belastet, wird der beginnende Ferienreiseverkehr die Autobahnen im Rheinland auf eine harte Probe stellen. Besonders am Freitagnachmittag wird mit langen Staus gerechnet.
Verkehrsexperten raten Autofahrern, sich auf längere Fahrzeiten einzustellen und, wenn möglich, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Eine zusätzliche Belastung für den regionalen Verkehr stellt die derzeitige Bahnsperrung zwischen Köln und Bonn dar, die viele Pendler auf die Straße zwingt.
Das Wichtigste in Kürze
- Hohes Verkehrsaufkommen am vierten Adventswochenende in Kölner Innenstadt und auf Autobahnen erwartet.
- Freitagnachmittag (14 bis 18 Uhr) gilt als Hauptreisezeit mit höchster Staugefahr.
- Die Autobahnen A1, A3, A4 und A57 im Großraum Köln sind besonders betroffen.
- An Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen wird eine deutlich ruhigere Verkehrslage prognostiziert.
Letzter Ansturm auf die Kölner Innenstadt
Wer am kommenden Wochenende noch die letzten Weihnachtsgeschenke besorgen möchte, muss sich auf volle Straßen und Parkhäuser einstellen. Der ADAC prognostiziert für das vierte Adventswochenende den Höhepunkt des weihnachtlichen Einkaufsverkehrs in den Stadtzentren.
Die Situation in Köln dürfte besonders angespannt sein. Roman Suthold, Leiter des Fachbereichs Verkehr und Umwelt beim ADAC Nordrhein, empfiehlt daher eine klare Strategie, um dem Chaos zu entgehen.
„Am besten lässt man das Auto am Stadtrand stehen und fährt mit Bus und Bahn ins Zentrum“, so Suthold. Diese Alternative schont nicht nur die Nerven, sondern oft auch den Geldbeutel, da die Parkgebühren in den Innenstädten erfahrungsgemäß stark ansteigen.
Die Kombination aus Last-Minute-Einkäufern und Besuchern der Weihnachtsmärkte führt traditionell zu einer Überlastung der Verkehrsinfrastruktur. Autofahrer sollten daher alternative Routen prüfen oder ihre Besorgungen auf verkehrsärmere Zeiten unter der Woche verlegen.
Stau-Hotspot Autobahn: Ferienbeginn in NRW
Nicht nur in der Stadt, auch auf den Fernstraßen wird es eng. Mit dem Ende des Schulunterrichts am Freitag beginnt für viele Familien in Nordrhein-Westfalen der Weihnachtsurlaub. Die Autobahn-Gesellschaft rechnet daher mit dem staureichsten Tag der Vorweihnachtszeit.
„Zwischen 14 und 18 Uhr brauchen Reisende am meisten Geduld, vor allem dort, wo es Einschränkungen durch Dauerbaustellen gibt“, erklärt ADAC-Experte Suthold. In diesem Zeitfenster treffen Pendlerverkehr und Urlaubsreisende direkt aufeinander.
Besonders staugefährdete Autobahnen
Laut ADAC sollten Autofahrer auf folgenden Strecken im Rheinland und Ruhrgebiet mehr Zeit einplanen:
- A1: Köln – Dortmund – Osnabrück
- A3: Emmerich – Oberhausen – Köln – Frankfurt
- A4: Olpe – Köln – Aachen
- A57: Köln – Krefeld
- A2: Oberhausen – Dortmund – Hannover
- A40: Dortmund – Essen – Duisburg – Venlo
Die Hauptreiserouten in Richtung der Skigebiete sind erfahrungsgemäß besonders stark betroffen. Da die Weihnachtsferien in fast allen Bundesländern nahezu gleichzeitig beginnen, verteilt sich der Reiseverkehr weniger als beispielsweise zu Beginn der Sommerferien.
Ruhige Feiertage und Neujahr auf den Straßen
Nach dem erwarteten Ansturm am Wochenende gibt es jedoch eine gute Nachricht für alle, die an den Tagen unmittelbar vor dem Fest oder an den Feiertagen selbst unterwegs sein müssen. Die Verkehrslage dürfte sich ab Montag deutlich entspannen.
Warum es an Weihnachten ruhiger wird
Da Heiligabend in diesem Jahr auf einen Mittwoch fällt, haben viele Berufspendler bereits ab Montag Urlaub. Dies führt zu spürbar leereren Autobahnen an den beiden Tagen vor dem Fest. Heiligabend und der erste Weihnachtstag gehören traditionell zu den verkehrsärmsten Tagen des Jahres. Ähnliches gilt für Silvester und Neujahr.
Erst nach dem Jahreswechsel wird der Verkehr wieder zunehmen. Das Ende der Schulferien in Nordrhein-Westfalen am 7. Januar markiert den Beginn des Rückreiseverkehrs und die Rückkehr zum normalen Pendleraufkommen.
Winterliche Fahrbedingungen nicht unterschätzen
Unabhängig von der Verkehrsdichte mahnt der ADAC, sich auf winterliche Straßenverhältnisse vorzubereiten. Auch wenn im Rheinland bislang kein Schnee gefallen ist, können niedrige Temperaturen zu Glätte führen.
Eine adäquate Vorbereitung ist unerlässlich. Dazu gehören nicht nur Winterreifen, die bei winterlichen Bedingungen gesetzlich vorgeschrieben sind, sondern auch ausreichend Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage und ein Eiskratzer im Fahrzeug. Eine Decke und warme Getränke können bei einem längeren Stau ebenfalls hilfreich sein.




