Auf der Autobahn 4 im Bereich Köln-Eifeltor werden ab diesem Donnerstag neue, feste Kontrollanlagen in Betrieb genommen. Die Anlagen sollen in beiden Fahrtrichtungen sowohl die Geschwindigkeit als auch das Gewicht von Fahrzeugen überwachen. Diese Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf die hohe Unfallgefahr in einer dort eingerichteten Baustelle.
Die Entscheidung für die dauerhaften Kontrollen wurde von der Unfallkommission getroffen, da sich viele Verkehrsteilnehmer nicht an die geltenden Vorschriften halten. Die neuen Anlagen sollen bis Anfang 2027 für mehr Sicherheit auf dem stark frequentierten Autobahnabschnitt sorgen.
Das Wichtigste in Kürze
- Ab Donnerstag, 18. Dezember, gibt es neue, feste Kontrollen auf der A4 bei Köln-Eifeltor.
- Die Anlagen messen Geschwindigkeit (Limit 60 km/h) und Gewicht (Verbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen).
- Grund ist die hohe Unfallrate in der Baustelle durch Missachtung der Regeln.
- Die Kontrollen sind in beiden Fahrtrichtungen aktiv und sollen bis Anfang 2027 bleiben.
Ein gefährlicher Nadelöhr im Kölner Westen
Der Autobahnabschnitt auf der A4 in Höhe der Anschlussstelle Eifeltor hat sich in den letzten Monaten zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt. Grund dafür ist eine langwierige Baustelle, die besondere Vorsicht von den Fahrern verlangt.
Um die Sicherheit der Bauarbeiter und des Verkehrs zu gewährleisten, wurden klare Regeln aufgestellt: Eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h und ein striktes Durchfahrtsverbot für alle Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen.
Die Realität sieht jedoch anders aus. Immer wieder missachten Fahrer, insbesondere von Lastwagen, diese Vorschriften. Die Folge sind zahlreiche Unfälle, die nicht nur zu Blechschäden, sondern auch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf einer der wichtigsten Verkehrsadern der Region führen.
Enormes Verkehrsaufkommen
Täglich passieren rund 270.000 Fahrzeuge diesen Abschnitt der A4. Diese extrem hohe Verkehrsdichte erhöht das Unfallrisiko zusätzlich, wenn die geltenden Regeln ignoriert werden.
Die Reaktion der Behörden: Doppelte Kontrolle
Nachdem wiederholte Appelle und temporäre Kontrollen nicht die erhoffte Wirkung zeigten, hat die Unfallkommission nun eine dauerhafte Lösung beschlossen. Ab Donnerstag werden feste Messanlagen die Einhaltung der Vorschriften erzwingen.
Das Besondere an den neuen Systemen ist ihre Doppelfunktion. Sie sind nicht nur klassische „Blitzer“, die Geschwindigkeitsüberschreitungen dokumentieren. Gleichzeitig erfassen sie auch das Gewicht der durchfahrenden Fahrzeuge. LKW-Fahrer, die das Durchfahrtsverbot ignorieren, müssen somit ebenfalls mit einem Bußgeld rechnen.
Wie funktioniert die Messung?
Die Technologie zur Gewichtsmessung ist in die Fahrbahn integriert. Sensoren erfassen den Druck, den ein Fahrzeug auf die Straße ausübt, und können so das Gewicht ermitteln. Überschreitet ein Fahrzeug den Grenzwert von 3,5 Tonnen, wird dies zusammen mit dem Kennzeichen erfasst – ähnlich wie bei einer Geschwindigkeitsübertretung.
Die Anlagen sind in beiden Fahrtrichtungen installiert, um eine lückenlose Überwachung zu garantieren. Die Stadt Köln erhofft sich durch diese Maßnahme eine deutliche Disziplinierung der Verkehrsteilnehmer und eine spürbare Reduzierung der Unfallzahlen.
Warum das LKW-Verbot so wichtig ist
Baustellen auf Autobahnen haben oft verengte Fahrspuren. Schwere Lastwagen benötigen mehr Platz zum Manövrieren und haben einen längeren Bremsweg. Ein Unfall mit einem LKW hat meist schwerwiegendere Folgen und führt zu längeren Sperrungen. Das Verbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen soll genau dieses Risiko minimieren.
Langfristige Maßnahme für mehr Sicherheit
Bei den neuen Kontrollen handelt es sich nicht um eine kurzfristige Aktion. Die Anlagen sollen voraussichtlich bis Anfang 2027 in Betrieb bleiben. Damit senden die Behörden ein klares Signal, dass die Sicherheit in diesem Baustellenbereich über einen langen Zeitraum höchste Priorität hat.
Für Autofahrer und LKW-Fahrer bedeutet dies eine dauerhafte Umstellung. Wer den Abschnitt auf der A4 bei Eifeltor befährt, muss sich konsequent an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h halten. Spediteure und LKW-Fahrer müssen ihre Routenplanung anpassen und das Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen strikt beachten.
Die Hoffnung ist, dass die permanente Überwachung zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung führt und der gefährliche Autobahnabschnitt wieder sicherer wird – für alle, die dort unterwegs sind und für diejenigen, die dort arbeiten.




