Die Transferaktivitäten des 1. FC Köln in diesem Winter sind möglicherweise noch nicht abgeschlossen. Sportdirektor Thomas Kessler hat bestätigt, dass es bis zum Ende der Transferperiode sowohl bei den Zugängen als auch bei den Abgängen noch Bewegung geben könnte. Eine entscheidende Rolle für die Kaderplanung spielen die kommenden drei Spiele innerhalb von nur sieben Tagen.
Das Wichtigste in Kürze
- Sportdirektor Thomas Kessler hält weitere Spielerabgänge bis zum Transferschluss für möglich.
- Die bevorstehende englische Woche wird für Spieler mit wenig Einsatzzeit richtungsweisend sein.
- Trotz Unzufriedenheit über seine Spielanteile gibt es ein klares Bekenntnis zu Stürmer Ragnar Ache.
- Der Verein führt bereits Gespräche über potenzielle Neuzugänge.
Transferfenster beim FC bleibt in Bewegung
Nach der Verpflichtung des jungen Talents Jahmai Simpson-Pusey per Leihe könnte der Kader des 1. FC Köln weitere Veränderungen erfahren. Sportdirektor Thomas Kessler äußerte sich am Rande des Trainingslagers im spanischen La Nucia zur aktuellen Kadersituation und den Planungen für die verbleibenden Wochen des Transferfensters.
„Ich würde nicht ausschließen, dass uns noch Spieler verlassen werden. Das Transferfenster ist noch ein bisschen geöffnet“, erklärte Kessler. Diese Aussage deutet darauf hin, dass die Vereinsführung offen für Gespräche ist, insbesondere mit Akteuren, die mit ihrer aktuellen Situation unzufrieden sind.
Gleichzeitig sondiert der Verein den Markt für potenzielle Verstärkungen. „Da wird sicherlich das ein oder andere Profil noch aufgehen und wir haben auch schon vernünftige Gespräche geführt“, so Kessler weiter. Details zu konkreten Namen oder Positionen nannte er jedoch nicht.
Hintergrund: Das Winter-Transferfenster
In der Bundesliga ist das Transferfenster in diesem Winter bis zum 2. Februar geöffnet. Bis zu diesem Stichtag müssen alle Transfers abgeschlossen und die notwendigen Unterlagen bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) eingereicht sein. Vereinen bleibt somit noch Zeit, auf Verletzungen zu reagieren oder den Kader nach den ersten Eindrücken der Rückrundenvorbereitung anzupassen.
Die englische Woche als entscheidender Faktor
Ein zentraler Punkt für die Zukunftsplanung vieler Spieler wird die bevorstehende englische Woche sein. Mit drei Pflichtspielen innerhalb von sieben Tagen steht dem Team von Trainer Lukas Kwasniok ein echter Härtetest bevor. Dieser dichte Spielplan wird Klarheit über die Hierarchie im Kader schaffen.
Kessler betonte die Bedeutung dieser Phase: „Spieler bei uns werden sich auch ganz genau anschauen, was in den ersten Wochen hier passiert. Dann werden wir sicherlich das ein oder andere Gespräch führen.“ Für Profis, die bisher wenig zum Einsatz kamen, bietet sich die Chance, sich zu beweisen. Gleichzeitig wird nach dieser intensiven Woche für jeden Einzelnen absehbar sein, welche Rolle er in den Plänen des Trainers für die restliche Saison spielt.
Die hohe Belastung erfordert eine breite Rotation, was auch Spielern aus der zweiten Reihe die Möglichkeit gibt, auf sich aufmerksam zu machen. Wer diese Chance nicht nutzen kann oder nicht erhält, könnte einen Wechsel noch vor Transferschluss in Erwägung ziehen.
Klares Bekenntnis zu Ragnar Ache
Ein Name, der zuletzt häufiger im Zusammenhang mit möglicher Unzufriedenheit genannt wurde, ist Ragnar Ache. Der Stürmer kam im Sommer zum FC, konnte sich bisher aber keinen festen Stammplatz erkämpfen. Trotz seiner Situation stellte Thomas Kessler unmissverständlich klar, dass ein Abgang des Angreifers kein Thema ist.
„Ich halte ihn für einen sehr wichtigen Spieler für uns und einen guten Bundesliga-Stürmer, der uns in der Rückrunde mit seinen Qualitäten helfen wird. Ich habe keinen Zweifel daran, dass er bei uns bleiben wird.“
Diese deutlichen Worte sind ein starkes Signal an den Spieler und die Öffentlichkeit. Der Sportdirektor bekräftigte zudem seine Überzeugung von der damaligen Verpflichtung: „Ich habe ihm gesagt, dass ich die Entscheidung im Sommer heute genauso wieder treffen würde.“
Dialog und Wertschätzung
Kessler berichtete von einem persönlichen Gespräch mit Ache im Trainingslager. Dabei habe er dem Stürmer für seinen Einsatz gedankt, insbesondere in einer Phase, in der er körperlichen Nachholbedarf hatte. „Es war alles andere als selbstverständlich, dass er ohne Murren jede Extra-Einheit mitgemacht hat“, lobte der Sportdirektor die professionelle Einstellung des Spielers.
Trainerlob für Konkurrenten
Zuletzt sorgte eine Aussage von Trainer Lukas Kwasniok für Aufsehen. Er lobte den jungen Stürmer Fynn Schenten für dessen Tempo, Abschlussstärke und Tiefgang – Eigenschaften, die laut dem Coach „kein Neuner“ im Team habe. Solche Aussagen können bei etablierten Spielern wie Ache für zusätzliche Motivation, aber auch für Verunsicherung sorgen.
Ausblick auf die kommenden Wochen
Die kommenden Tage bleiben für den 1. FC Köln spannend – sowohl auf dem Platz als auch auf dem Transfermarkt. Die sportlichen Leistungen in der englischen Woche werden nicht nur über Punkte entscheiden, sondern auch über die personelle Zusammensetzung des Kaders für den Rest der Saison.
Während die Tür für Abgänge unzufriedener Spieler einen Spalt offenbleibt, ist die Personalie Ragnar Ache vorerst geklärt. Der Verein setzt auf die Qualitäten des Stürmers und hofft, dass er in der Rückrunde zu einer entscheidenden Figur im Angriff wird. Gleichzeitig laufen im Hintergrund die Gespräche über mögliche Neuzugänge, um das Team für die kommenden Herausforderungen bestmöglich aufzustellen.




