Autofahrer und Pendler in Wuppertal müssen sich auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Die Autobahn GmbH Rheinland hat eine Vollsperrung der A46 zwischen der Anschlussstelle Wuppertal-Cronenberg und dem Sonnborner Kreuz angekündigt. Die Sperrung betrifft beide Fahrtrichtungen und wird ein ganzes Wochenende andauern.
Grund für die Maßnahme sind unaufschiebbare Abrissarbeiten an einer alten Brücke, die Teil eines umfassenden Sanierungsprojekts der Autobahninfrastruktur in der Region ist. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren und deutlich mehr Zeit für ihre Fahrten einzuplanen.
Das Wichtigste in Kürze
- Was: Vollsperrung der Autobahn A46 in beide Richtungen.
- Wo: Zwischen der Anschlussstelle Wuppertal-Cronenberg und dem Sonnborner Kreuz.
- Wann: Von Freitag, 20. März 2026 (20:00 Uhr), bis Montag, 23. März 2026 (05:00 Uhr).
- Grund: Abriss einer alten Verbindungsbrücke (Überflieger) an der Anschlussstelle Wuppertal-Cronenberg.
- Zusätzlich: Eine langfristige Sperrung der Auffahrt von der L418 auf die A46 Richtung Düsseldorf vom 16. März bis 8. Mai 2026.
Abrissarbeiten machen Vollsperrung notwendig
Die für das dritte Märzwochenende geplante Vollsperrung ist ein entscheidender Schritt im Rahmen des Brückenneubaus an der Anschlussstelle Wuppertal-Cronenberg. Im Zentrum der Arbeiten steht der Rückbau des sogenannten „Überfliegers“, einer Brückenkonstruktion, die bisher den Verkehr führte.
Dieses Bauwerk muss weichen, um Platz für eine neu errichtete Verbindungsbrücke zu schaffen. Die neue Brücke wird zukünftig den Verkehrsfluss von der Landesstraße L418 auf die A46 in Fahrtrichtung Düsseldorf optimieren. Die Komplexität und der Umfang der Abrissarbeiten machen eine Vollsperrung aus Sicherheitsgründen unumgänglich.
Fakten zur Sperrung
- Dauer der Vollsperrung: 57 Stunden
- Betroffener Abschnitt: Zwischen AS Wuppertal-Cronenberg und Sonnborner Kreuz
- Betroffene Richtungen: Düsseldorf und Dortmund
Die Autobahn GmbH bittet alle Verkehrsteilnehmer eindringlich, die ausgeschilderten Umleitungen zu nutzen und, falls möglich, auf Fahrten in diesem Bereich gänzlich zu verzichten. Es wird erwartet, dass die Umleitungsstrecken stark belastet sein werden, insbesondere zu den Stoßzeiten am Freitagabend und am Samstag.
Umfassendes Sanierungsprojekt für Wuppertals Autobahn
Die aktuellen Baumaßnahmen sind kein Einzelfall, sondern Teil einer groß angelegten Initiative zur Modernisierung der A46 im gesamten Wuppertaler Stadtgebiet. Die Infrastruktur der Autobahn ist in die Jahre gekommen, viele Brückenbauwerke stammen aus den Anfangszeiten des Autobahnbaus und müssen dringend erneuert werden.
Hintergrund: Brückenmarathon in Wuppertal
Die A46 durchquert Wuppertal auf einer Länge von rund 17 Kilometern und wird dabei von insgesamt 31 Brücken getragen. Ein Großteil dieser Bauwerke hat das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Die Autobahn GmbH hat daher ein Programm zur Erneuerung von 20 dieser 31 Brücken aufgelegt, das die Region über mehrere Jahre hinweg beschäftigen wird.
Derzeit laufen bereits Bauarbeiten an vier Brücken im Bereich Wuppertal-Wichlinghausen. Für April ist der Beginn der Arbeiten an einer weiteren wichtigen Autobahnbrücke über der Briller Straße im Stadtteil Katernberg geplant. Diese Projekte sind notwendig, um die Sicherheit und Leistungsfähigkeit einer der wichtigsten Verkehrsachsen in Nordrhein-Westfalen langfristig zu gewährleisten.
Langfristige Einschränkungen und Umleitungen
Neben der Vollsperrung am Wochenende müssen sich Autofahrer auf eine weitere, deutlich länger andauernde Einschränkung einstellen. Bereits ab Montag, dem 16. März, um 9 Uhr morgens wird die direkte Verbindung von der L418 zur Auffahrt Wuppertal-Cronenberg in Fahrtrichtung Düsseldorf gesperrt.
Diese Sperrung wird voraussichtlich bis zum 8. Mai 2026, 20 Uhr, andauern. Für einen Zeitraum von fast zwei Monaten ist es somit nicht möglich, an dieser Stelle auf die A46 in Richtung Düsseldorf aufzufahren. Auch für diese Maßnahme wird eine Umleitung eingerichtet.
Wie werden die Umleitungen ausgeschildert?
Für beide Sperrungen – die Vollsperrung am Wochenende und die langfristige Sperrung der Auffahrt – sind die Umleitungsstrecken einheitlich mit dem bekannten „roten Punkt“ gekennzeichnet. Autofahrer werden gebeten, dieser Beschilderung zu folgen, um die Baustellenbereiche zu umfahren. Es ist ratsam, Navigationsgeräte zu nutzen, die Echtzeit-Verkehrsdaten berücksichtigen, um alternative Routen zu finden.
„Wir bitten die Verkehrsteilnehmenden, den Bereich nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren und mehr Fahrzeit einzuplanen“, so eine Mitteilung der Autobahn GmbH.
Weitere Vollsperrungen in NRW im März
Die A46 bei Wuppertal ist nicht die einzige Autobahn in Nordrhein-Westfalen, die im März von größeren Sperrungen betroffen ist. Baumaßnahmen führen landesweit zu erheblichen Beeinträchtigungen im Fernverkehr. Autofahrer sollten sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Lage informieren.
- A2 bei Dortmund: Vollsperrung vom 12. bis 16. März.
- A44 zwischen Unna-Ost und Kreuz Werl: Vollsperrung vom 13. bis 16. März.
- A562 bei Bonn: Vollsperrung vom 13. bis 16. März.
- A43 bei Herne: Vollsperrung zwischen Kreuz Recklinghausen und Bochum-Riemke ab dem 20. März.
Diese Häufung von Baustellen unterstreicht den hohen Sanierungsbedarf der Infrastruktur in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland. Für Pendler und Reisende bedeutet dies, dass Flexibilität und eine gute Reiseplanung in den kommenden Wochen und Monaten unerlässlich sein werden.




