Die Rettungskräfte in Köln stehen unter Schock. Ralf Patz, ein langjähriges und hochgeschätztes Mitglied der Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph Rheinland“, ist plötzlich und unerwartet verstorben. Die Kölner Feuerwehr drückte ihre tiefe Trauer und Fassungslosigkeit über den Verlust aus.
Tiefe Bestürzung bei den Kölner Rettungskräften
Die Nachricht vom Tod Ralf Patz' traf die Einsatzkräfte der Stadt wie ein Schock. In einer öffentlichen Mitteilung auf Instagram brachte die Feuerwehr Köln ihre Gefühle zum Ausdruck: „Gestern hat uns ein Schlag getroffen, den wir so nicht kommen sahen.“
Die plötzliche Nachricht hinterlässt eine große Lücke im Team der Luftrettung. Patz war eine feste Größe und ein bekanntes Gesicht am Luftrettungszentrum am Flughafen Köln/Bonn, wo der Hubschrauber stationiert ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Ralf Patz, Mitglied der Crew des Rettungshubschraubers „Christoph Rheinland“, ist unerwartet gestorben.
- Die Kölner Feuerwehr und die Luftrettung zeigten sich in einer öffentlichen Mitteilung „fassungslos“.
- Patz war als erfahrener Profi, Mentor für Nachwuchskräfte und beliebter Kollege bekannt.
- Er war als technischer Crewassistent (TC-HEMS) ein zentraler Bestandteil des Teams.
Ein erfahrener Profi und Mentor
Ralf Patz war als technischer Crewassistent, kurz TC-HEMS, tätig. In dieser Funktion war er für die Sicherheit während des Fluges, die Unterstützung des Piloten bei der Navigation und die Koordination am Einsatzort verantwortlich. Er war ein unverzichtbarer Teil der dreiköpfigen Besatzung, zu der außerdem ein Pilot und ein Notarzt gehören.
Kollegen beschrieben ihn als einen Profi, dessen Einsätze stets perfekt abliefen. „Einsätze mit ihm liefen wie aus einem Guss: professionell, hochkompetent, strukturiert“, so die Würdigung der Feuerwehr.
Die Rolle des TC-HEMS
Ein Technical Crew Member Helicopter Emergency Medical Services (TC-HEMS) ist ein hochspezialisierter Rettungsassistent oder Notfallsanitäter. Neben der medizinischen Versorgung unterstützt er den Piloten bei der Navigation und Kommunikation, sichert die Einsatzstelle am Boden und bedient die Rettungswinde.
Besonders für junge Kollegen war Patz eine wichtige Bezugsperson. Viele Notärzte und Rettungsdienstmitarbeiter sammelten unter seiner Anleitung ihre ersten Erfahrungen in der Luftrettung. Seine ruhige und geduldige Art, Dinge zu erklären, wurde von allen geschätzt.
Mehr als nur ein Kollege
Der Verlust wiegt für das Team nicht nur beruflich, sondern auch menschlich schwer. Patz war bekannt für sein Engagement, das weit über den Dienst hinausging. Er organisierte gemeinsame Aktivitäten wie Besuche auf dem Weihnachtsmarkt oder Karaokeabende und stärkte so den Zusammenhalt im Team.
„Du warst mehr als ein Kollege. Du warst unser Freund.“
Diese Worte aus dem Nachruf der Feuerwehr zeigen, wie tief die persönliche Verbindung war. Die Trauerbekundung endet mit einem kölschen Abschiedsgruß: „Mach et joot, leeven Ralle.“ Unter dem Beitrag in den sozialen Medien zeigten Hunderte Menschen ihre Anteilnahme und sprachen den Angehörigen und Kollegen ihr Beileid aus.
Die Luftrettung am Standort Köln/Bonn
Der Flughafen Köln/Bonn ist ein wichtiger Standort für die Luftrettung in der Region. Von hier aus starten zwei Hubschrauber zu ihren Einsätzen.
Zwei Hubschrauber für die Region
Am Flughafen Köln/Bonn sind zwei Rettungshubschrauber stationiert:
- Christoph 3: Ein Rettungshubschrauber für die Notfallrettung.
- Christoph Rheinland: Ein Intensivtransporthubschrauber, der auch „Kölsch Mädche“ genannt wird. Er wird für die Verlegung von schwerkranken Patienten zwischen Kliniken eingesetzt, kann aber auch in der Notfallrettung unterstützen.
Das Einsatzgebiet der beiden Helikopter umfasst nicht nur die Stadt Köln, sondern auch die umliegenden Kreise und bei Bedarf auch weiter entfernte Regionen. Die Crews sind rund um die Uhr im Einsatz, um schnelle medizinische Hilfe aus der Luft zu gewährleisten. Der Tod von Ralf Patz hinterlässt in dieser wichtigen Einheit eine schmerzliche Lücke.




