Ein Frachtschiff ist am Samstagnachmittag auf dem Rhein in Höhe des Kölner Stadtteils Westhoven auf Grund gelaufen. Die Kölner Feuerwehr ist mit Einsatzkräften vor Ort, um die Lage zu sichern. Nach ersten Informationen wurde bei dem Vorfall niemand verletzt.
Das Schiff hat ein Leck im Rumpf und nimmt derzeit Wasser auf. Die Schifffahrt auf dem betroffenen Rheinabschnitt könnte durch den Vorfall beeinträchtigt werden. Die genaue Ursache für die Havarie ist bislang unklar und Gegenstand der Ermittlungen.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Frachtschiff ist im Rhein bei Köln-Westhoven havariert.
- Es gibt keine Verletzten, die Besatzung ist in Sicherheit.
- Ein Leck im Rumpf führt dazu, dass das Schiff Wasser aufnimmt.
- Die Feuerwehr Köln ist im Einsatz, um das Schiff zu sichern und zu bergen.
Großeinsatz für die Kölner Feuerwehr
Die Leitstelle der Kölner Feuerwehr wurde am Nachmittag des 24. Januar 2026 über eine Schiffshavarie im Bereich Westhoven-Ensen informiert. Unverzüglich wurden mehrere Einheiten, darunter auch das Feuerlöschboot, zur Einsatzstelle entsandt. Bei Ankunft bestätigte sich die Meldung: Ein Frachtschiff hatte sich festgefahren und war manövrierunfähig.
Ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte vor Ort, dass die oberste Priorität die Sicherheit der Besatzung sei. Glücklicherweise befanden sich alle Personen an Bord in Sicherheit und es gab keine Verletzten. Eine unmittelbare Gefahr für die Crew oder die Umwelt konnte zunächst ausgeschlossen werden.
Erste Maßnahmen am havarierten Schiff
Die Einsatzkräfte stellten bei einer ersten Erkundung fest, dass der Rumpf des Schiffes beschädigt ist. Durch ein Leck dringt Rheinwasser in das Innere des Frachters ein. „Wir prüfen aktuell, ob wir das eindringende Wasser abpumpen und das Leck provisorisch abdichten können“, erklärte der Feuerwehrsprecher die laufenden Maßnahmen.
Spezialisierte Taucher könnten zum Einsatz kommen, um das Ausmaß des Schadens unter der Wasserlinie genauer zu begutachten. Die Stabilität des Schiffes wird permanent überwacht, um ein weiteres Absinken oder eine mögliche Kenterung zu verhindern.
Schifffahrt auf dem Rhein
Der Rhein ist eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt. Havarien wie diese können erhebliche Auswirkungen auf den Güterverkehr haben, da sie oft zu Sperrungen oder Einschränkungen für andere Schiffe führen. Die Wasserschutzpolizei ist ebenfalls vor Ort, um den Verkehr zu regeln und die Unfallursache zu ermitteln.
Bergung gestaltet sich schwierig
Die Bergung des auf Grund gelaufenen Frachters stellt die Rettungskräfte vor eine Herausforderung. Die genaue Position des Schiffes und die Beschaffenheit des Rheinbetts an dieser Stelle erschweren die Planungen. Es ist wahrscheinlich, dass das Schiff freigeschleppt werden muss.
„Eine Bergung kann erst erfolgen, wenn das Schiff stabilisiert ist. Es muss sichergestellt werden, dass durch das Schleppen keine weiteren Schäden entstehen oder das Schiff vollends sinkt“, so ein Experte für Schiffshavarien.
Für eine solche Maßnahme werden in der Regel spezielle Bergungsschiffe mit starken Winden benötigt. Die Koordination eines solchen Einsatzes erfordert Zeit und die Zusammenarbeit verschiedener Behörden, darunter das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt.
Fakten zur Havarie
- Ort: Rhein, Höhe Köln-Westhoven/Ensen
- Zeitpunkt: Samstagnachmittag, 24. Januar 2026
- Beteiligte: Ein Frachtschiff
- Schaden: Leck im Rumpf, Wassereinbruch
- Verletzte: Keine
Auswirkungen und weitere Schritte
Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Ob ein technischer Defekt, ein Fahrfehler oder die aktuellen Wasserstandsverhältnisse des Rheins eine Rolle spielten, ist noch unklar. Die Befragung der Besatzung wird ein wichtiger Teil dieser Untersuchung sein.
Der Einsatz wird voraussichtlich noch mehrere Stunden, möglicherweise sogar bis in die Nacht andauern. Die Feuerwehr konzentriert sich darauf, das Schiff zu sichern. Die anschließende Bergung wird vermutlich von einem spezialisierten Unternehmen durchgeführt. Bis dahin bleibt die Situation auf dem Rhein bei Westhoven angespannt.
Anwohner und Schaulustige werden gebeten, den Bereich um die Einsatzstelle zu meiden und die Arbeit der Rettungskräfte nicht zu behindern. Weitere Informationen werden von den Behörden bekannt gegeben, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.




