Ein tragischer Verkehrsunfall auf der Autobahn 61 bei Bergheim hat am Sonntagabend drei Menschenleben gefordert, darunter auch ein Kind. Ein Oldtimer kollidierte nach einem Manöver mit einem Kleintransporter, was zu einer Vollsperrung der Fahrbahn in Richtung Norden führte.
Unfallhergang am Sonntagabend
Der Vorfall ereignete sich gegen 19:30 Uhr auf der A61 zwischen den Anschlussstellen Bergheim-Süd und Bergheim in Fahrtrichtung Venlo. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war ein älteres Mercedes-Modell mit H-Kennzeichen an dem Unfall beteiligt.
Aus noch ungeklärter Ursache kam der Wagen nach links von seiner Fahrspur ab und prallte gegen die mittlere Betonschutzwand. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug zurück auf die Fahrbahn geschleudert und kam offenbar quer zur Fahrtrichtung zum Stehen.
Das Wichtigste in Kürze
- Drei Menschen, darunter ein Kind, kamen bei einem Unfall auf der A61 ums Leben.
- Ein Oldtimer prallte gegen eine Schutzwand und wurde von einem nachfolgenden Fahrzeug erfasst.
- Die Autobahn musste in Richtung Venlo für mehrere Stunden voll gesperrt werden.
- Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.
Kollision mit nachfolgendem Fahrzeug
Ein nachfolgender Peugeot-Kastenwagen konnte dem plötzlich auftauchenden Hindernis nicht mehr ausweichen. Der 31-jährige Fahrer des Transporters fuhr mit hoher Geschwindigkeit in die Fahrerseite des stehenden Mercedes.
Für die drei Insassen des Oldtimers – zwei Erwachsene und ein Kind – kam jede Hilfe zu spät. Sie verstarben noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des Peugeot und seine Beifahrerin erlitten Verletzungen und wurden von Rettungskräften zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Was bedeutet ein H-Kennzeichen?
Das „H“ auf einem Nummernschild steht für „historisch“. Es wird für Fahrzeuge vergeben, die mindestens 30 Jahre alt sind und sich weitgehend im Originalzustand befinden. Diese Kennzeichen bieten oft steuerliche Vorteile und sollen zum Erhalt des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes beitragen.
Großeinsatz von Rettungskräften und Polizei
Die Unfallstelle glich einem Trümmerfeld. Ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten war im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und die Unfallstelle zu sichern. Auch ein Rettungshubschrauber landete auf der Autobahn.
Die Feuerwehr Bergheim warnte die Verkehrsteilnehmer bereits kurz nach dem Unfall über soziale Medien und riet dringend davon ab, auf den betroffenen Autobahnabschnitt aufzufahren. Die A61, eine wichtige Nord-Süd-Verbindung, musste für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie für die Unfallaufnahme in Fahrtrichtung der niederländischen Grenze komplett gesperrt werden. Dies führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen am Abend.
Notfallseelsorge vor Ort
Für die Betreuung von Zeugen, Ersthelfern und den Einsatzkräften wurde eine Notfallseelsorgerin der Feuerwehr hinzugezogen. Solche Einsätze sind psychisch extrem belastend, und eine professionelle Betreuung direkt am Ort des Geschehens ist ein wichtiger Bestandteil der Notfallhilfe.
Ermittlungen zur Unfallursache laufen
Die genauen Umstände, die dazu führten, dass der Mercedes-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Ein spezialisiertes Unfallaufnahmeteam der Polizei wurde zur Rekonstruktion des Geschehens an die Einsatzstelle gerufen.
Es wird nun geprüft, ob technische Mängel, unangepasste Geschwindigkeit oder andere Faktoren eine Rolle gespielt haben könnten. Die Polizei hat beide Fahrzeuge zur weiteren Untersuchung sichergestellt. Bis zum Abschluss der Ermittlungen können noch keine endgültigen Aussagen zur Unfallursache getroffen werden.




