Ein erneuter Bombenfund aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Mittwoch zu einem Großeinsatz im Kölner Osten geführt. Bei Bauarbeiten in Neubrück wurde eine 125 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe entdeckt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst konnte den Blindgänger am frühen Nachmittag erfolgreich unschädlich machen.
Die Entschärfung erforderte eine Evakuierung in einem Radius von 300 Metern um den Fundort am Rather Kirchweg. Eine Flüchtlingsunterkunft und zwei Buslinien waren von den Maßnahmen betroffen. Der Einsatz verlief jedoch zügig und ohne Komplikationen.
Das Wichtigste in Kürze
- In Köln-Neubrück wurde eine 125-kg-Weltkriegsbombe gefunden.
- Ein Evakuierungsradius von 300 Metern wurde eingerichtet.
- Eine Unterkunft für Geflüchtete mit 73 Personen war betroffen.
- Die Entschärfung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst dauerte nur 20 Minuten.
- Der öffentliche Nahverkehr war kurzzeitig beeinträchtigt.
Bombenfund bei Sondierungsarbeiten
Am Vormittag des 4. Februar kam es bei planmäßigen Sondierungsarbeiten auf einer Baustelle zu dem brisanten Fund. Im Bereich Rather Kirchweg, an der Grenze zum Stadtteil Brück, stießen Arbeiter auf den metallischen Gegenstand im Erdreich. Schnell war klar, dass es sich um einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelte.
Spezialisten identifizierten das Objekt als eine amerikanische Zweieinhalb-Zentner-Bombe. Diese Art von Sprengkörper wiegt etwa 125 Kilogramm und war aufgrund ihres Heckaufschlagzünders als besonders gefährlich einzustufen. Eine sofortige Entschärfung war unumgänglich.
Das gefährliche Erbe des Krieges
Auch mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs liegen noch unzählige unentdeckte Bomben im deutschen Boden. Besonders in Großstädten wie Köln, die Ziel schwerer Luftangriffe waren, werden bei Bauarbeiten regelmäßig Blindgänger gefunden. Jeder Fund erfordert einen hochprofessionellen Einsatz, um die Gefahr für die Bevölkerung zu beseitigen.
Schnelle Evakuierung und reibungsloser Ablauf
Unmittelbar nach der Identifizierung des Blindgängers leiteten das Ordnungsamt der Stadt Köln und der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf alle notwendigen Schritte ein. Der Gefahrenbereich wurde mit einem Radius von 300 Metern um den Fundort festgelegt.
Flüchtlingsunterkunft im Sperrgebiet
Innerhalb dieses Radius befand sich unter anderem eine städtische Unterkunft für Geflüchtete. Die 73 Bewohnerinnen und Bewohner mussten ihre Zimmer umgehend verlassen. Da sich zum Zeitpunkt der Evakuierung nur wenige Menschen im betroffenen Gebiet aufhielten, konnten die Sicherheitskräfte den Bereich schnell räumen.
Zahlen zum Einsatz
- Bombe: 125 kg (Zweieinhalb-Zentner)
- Radius: 300 Meter
- Evakuierte Personen (Unterkunft): 73
- Dauer der Entschärfung: ca. 20 Minuten
Die Stadt Köln informierte die Öffentlichkeit erstmals gegen 12 Uhr über den Fund. Bereits gegen 14 Uhr erteilten die Behörden die Freigabe zur Entschärfung – ein Zeichen für den zügigen und gut koordinierten Ablauf der Evakuierungsmaßnahmen.
Entschärfung in Rekordzeit
Die eigentliche Arbeit der Bombenentschärfer begann kurz nach 14 Uhr. Das Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes machte sich daran, den gefährlichen Heckaufschlagzünder unschädlich zu machen. Diese Arbeit erfordert höchste Präzision und Erfahrung.
„Die Zweieinhalb-Zentner-Weltkriegsbombe wurde erfolgreich entschärft. Sämtliche Sperrungen werden schrittweise aufgehoben.“
Bereits um 14:20 Uhr, nur etwa 20 Minuten nach Beginn der Arbeiten, konnte die Stadt Köln Entwarnung geben. Die erfolgreiche Entschärfung wurde offiziell bestätigt. Unmittelbar danach begannen die Einsatzkräfte damit, die zuvor eingerichteten Straßensperrungen wieder aufzuheben.
Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr
Während des Einsatzes war auch der öffentliche Nahverkehr betroffen. Die Buslinien 157 und 179 mussten ihre Routen ändern und konnten den gesperrten Bereich nicht anfahren. Nach der erfolgreichen Entschärfung wurde der reguläre Fahrplanbetrieb umgehend wieder aufgenommen.
Der Vorfall in Neubrück zeigt einmal mehr, wie präsent die Überreste des Krieges im Kölner Stadtgebiet sind. Dank des professionellen und schnellen Eingreifens aller beteiligten Kräfte konnte die Gefahr jedoch schnell und sicher gebannt werden, sodass der Alltag im Kölner Osten zügig wieder einkehren konnte.




