Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den heutigen Samstag eine amtliche Wetterwarnung für Köln herausgegeben. Die Bürger müssen sich auf leichten Schneefall, Temperaturen um den Gefrierpunkt und verbreitete Glättegefahr einstellen. Insbesondere im Straßenverkehr ist erhöhte Vorsicht geboten.
Die Temperaturen bewegen sich am Morgen zwischen minus 1 und 0 Grad Celsius und sollen im Tagesverlauf weiter auf bis zu minus 2 Grad sinken. Die Behörden raten dazu, nicht notwendige Fahrten zu vermeiden und entsprechende Vorkehrungen zu treffen.
Das Wichtigste in Kürze
- Amtliche Wetterwarnung des DWD für Köln wegen Schneefall und Frost.
- Temperaturen sinken im Tagesverlauf auf bis zu minus 2 Grad Celsius.
- Es werden Schneemengen zwischen 1 und 5 cm erwartet, in Staulagen bis zu 10 cm.
- Verbreitete Glättegefahr auf Straßen und Gehwegen.
- Bürger sind zu erhöhter Vorsicht und Anpassung des Fahrverhaltens aufgerufen.
Offizielle Warnung und Wetterprognose im Detail
Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes haben ihre Prognose für den Kölner Raum konkretisiert. Der leichte Schneefall, der bereits in den Morgenstunden einsetzte, soll voraussichtlich bis etwa 16 Uhr anhalten. Dabei werden Neuschneemengen von bis zu 5 Zentimetern erwartet.
Eine Besonderheit stellen sogenannte Staulagen dar. In diesen Gebieten, in denen feuchte Luftmassen auf geografische Erhebungen treffen und zum Aufsteigen gezwungen werden, können die Schneemengen lokal auch bis zu 10 Zentimeter erreichen. Dies betrifft vor allem die höher gelegenen Stadtteile im Rechtsrheinischen.
Parallel zum Schneefall warnt der DWD bis 18 Uhr vor mäßigem Frost. Die gefühlten Temperaturen können durch leichten Wind noch niedriger liegen. Diese Kombination aus Neuschnee und Minusgraden schafft ideale Bedingungen für die Bildung von Glatteis, was eine erhebliche Gefahr darstellt.
Was bedeutet "mäßiger Frost"?
Die Klassifizierung von Frost hilft, die Intensität der Kälte einzuschätzen. Mäßiger Frost, wie er für Köln vorhergesagt wird, bezeichnet in der Meteorologie einen Temperaturbereich zwischen -4 °C und -10 °C. Auch wenn die offiziellen Werte heute milder ausfallen, ist die Warnung ein Hinweis darauf, dass die Bedingungen ernst zu nehmen sind.
Auswirkungen auf den Verkehr in der Domstadt
Winterliche Straßenverhältnisse stellen für alle Verkehrsteilnehmer eine Herausforderung dar. Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) und die Autobahnpolizei sind in erhöhter Bereitschaft, um auf mögliche Störungen schnell reagieren zu können.
Autofahrer sollten sich auf längere Fahrzeiten einstellen. Angepasste Geschwindigkeit und ein größerer Sicherheitsabstand zum Vordermann sind unerlässlich, um Unfälle zu vermeiden. Insbesondere auf Brücken, in schattigen Waldstücken und auf wenig befahrenen Nebenstraßen kann sich schnell eine gefährliche Eisschicht bilden.
Winterdienst im Einsatz
Die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln (AWB) sind für den Winterdienst auf den Straßen der Stadt verantwortlich. Sobald die Wetterlage es erfordert, rücken die Streu- und Räumfahrzeuge aus, um die Hauptverkehrsstraßen, Brücken und wichtigen Buslinien befahrbar zu halten. Anwohner sind ihrerseits verpflichtet, die Gehwege vor ihren Grundstücken von Schnee und Eis zu befreien.
Auch Radfahrer und Fußgänger müssen besonders vorsichtig sein. Gehwege können spiegelglatt werden, was die Sturzgefahr erheblich erhöht. Festes, rutschfestes Schuhwerk ist heute die richtige Wahl für alle, die zu Fuß unterwegs sind.
"Wir appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, ihr Verhalten den Witterungsbedingungen anzupassen. Fahren Sie nur, wenn es unbedingt notwendig ist, und planen Sie mehr Zeit ein. Ihre Sicherheit und die der anderen hat oberste Priorität", so ein Sprecher der Kölner Polizei am Samstagmorgen.
Vorbereitungen für Haus und Garten
Die angekündigten Frosttemperaturen erfordern auch Maßnahmen rund um das eigene Zuhause, um Schäden vorzubeugen. Wer es noch nicht getan hat, sollte jetzt handeln.
- Wasserleitungen schützen: Außenwasserhähne müssen abgestellt und die Leitungen vollständig entleert werden, um ein Einfrieren und Platzen zu verhindern.
- Pflanzen sichern: Empfindliche Kübelpflanzen sollten ins Haus oder in einen geschützten Bereich wie eine Garage gebracht werden. Gartenbeete können mit Vlies oder Reisig abgedeckt werden, um die Pflanzen vor der Kälte zu schützen.
- Streugut bereithalten: Hauseigentümer sollten sicherstellen, dass sie ausreichend Streumittel wie Sand oder Granulat vorrätig haben, um ihrer Räum- und Streupflicht auf den Gehwegen nachkommen zu können.
Wussten Sie schon?
Salz ist als Streumittel auf Gehwegen in Köln für Privatpersonen größtenteils verboten. Es schädigt Bäume und Pflanzen und belastet das Grundwasser. Erlaubt sind abstumpfende Mittel wie Sand, Splitt oder Granulat. Nur an besonders gefährlichen Stellen wie Treppen oder starken Gefällen darf eine geringe Menge Salz verwendet werden.
Gesundheitliche Aspekte bei Kälte
Kaltes Wetter kann den Körper belasten, insbesondere bei älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen. Niedrige Temperaturen führen dazu, dass sich die Blutgefäße verengen, was das Herz-Kreislauf-System zusätzlich fordert.
Es ist wichtig, sich mit mehreren Schichten Kleidung warmzuhalten. Das sogenannte Zwiebelprinzip ist hierbei am effektivsten. Eine Mütze ist besonders wichtig, da ein Großteil der Körperwärme über den Kopf verloren geht. Auch Handschuhe und warme Socken sind unerlässlich, um die Extremitäten vor Auskühlung zu schützen.
Ein kurzer Spaziergang an der frischen Winterluft kann das Immunsystem stärken, doch bei eisigen Temperaturen sollte man es nicht übertreiben. Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers und kehren Sie rechtzeitig ins Warme zurück.




