Die beiden größten Flughäfen Nordrhein-Westfalens, Düsseldorf und Köln/Bonn, haben ihre Winterflugpläne für die Saison 2025/2026 veröffentlicht. Beide Standorte bauen ihr Angebot an Flugzielen leicht aus und rechnen mit einem weiteren Anstieg der Passagierzahlen, was den Erholungskurs der Luftfahrtbranche in der Region unterstreicht.
Während Düsseldorf sein Netz auf rund 130 Ziele erweitert, kehrt am Flughafen Köln/Bonn mit Wizz Air eine bekannte Fluggesellschaft zurück und stärkt das Angebot in Richtung Osteuropa. Die Zahlen deuten auf eine anhaltende Normalisierung nach der Pandemie hin, auch wenn die Rekordwerte von 2019 noch nicht wieder erreicht sind.
Das Wichtigste in Kürze
- Flughafen Düsseldorf: Über 50 Airlines fliegen rund 130 Ziele in 46 Ländern an. Für 2025 wird ein Passagierwachstum von vier bis fünf Prozent erwartet.
- Flughafen Köln/Bonn: 22 Fluggesellschaften steuern 71 Ziele in 30 Ländern an. Wizz Air kehrt mit vier neuen Osteuropa-Verbindungen zurück.
- Passagieraufkommen: Beide Flughäfen verzeichneten ihren verkehrsreichsten Tag des Jahres zum Beginn der Herbstferien am 12. Oktober, was die wachsende Bedeutung dieser Reisezeit unterstreicht.
- Ausblick: Die Flughäfen setzen ihren Erholungskurs fort, mit dem Ziel, die Passagierzahlen weiter zu steigern und das Streckennetz auszubauen.
Flughafen Düsseldorf setzt auf kontinuierliches Wachstum
Am Düsseldorfer Flughafen hat die Wintersaison offiziell begonnen. Der neue Flugplan, der bis Ende März 2026 gilt, umfasst ein breites Spektrum an Verbindungen. Mehr als 50 Fluggesellschaften starten von der Landeshauptstadt aus zu rund 130 Zielen in 46 Ländern. Dies stellt eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahreswinter dar, als etwas mehr als 120 Destinationen angeflogen wurden.
Ein Sprecher des Flughafens erklärte, dass man sich, wie andere große deutsche Flughäfen auch, weiterhin auf einem Erholungskurs befinde. Für das Gesamtjahr 2025 zeichnet sich ein deutliches Wachstum ab. Man rechnet mit einem Anstieg der Fluggastzahlen um vier bis fünf Prozent im Vergleich zu 2024, als rund 20 Millionen Passagiere den Flughafen nutzten.
Der Weg zurück zur Normalität
Trotz des positiven Trends bleibt der Passagierrekord aus dem Jahr 2019 unerreicht. Damals zählte der größte Flughafen Nordrhein-Westfalens über 25 Millionen Fluggäste. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass die Luftfahrtbranche schrittweise zur alten Stärke zurückfindet und das Vertrauen der Reisenden wiederhergestellt ist.
Herbstferien als neue Hauptreisezeit
Eine interessante Entwicklung ist die zunehmende Bedeutung der Herbstferien für das Reiseaufkommen. Der verkehrsreichste Tag des laufenden Jahres war nicht in den Sommermonaten, sondern der 12. Oktober, ein Sonntag zum Auftakt der Herbstferien. An diesem Tag wurden mehr als 86.000 Reisende in Düsseldorf abgefertigt.
Diese Verschiebung deutet darauf hin, dass sich die klassische Reisesaison immer weiter in den Herbst hinein verlängert. Familien und Urlauber nutzen die milderen Temperaturen im Süden Europas für eine späte Auszeit.
Passagierzahlen im Überblick
- Düsseldorf 2019 (Rekord): > 25 Millionen
- Düsseldorf 2024: ~ 20 Millionen
- Düsseldorf 2025 (Prognose): ~ 21 Millionen
- Köln/Bonn 2024: > 10 Millionen
- Köln/Bonn 2025 (Prognose): ~ 10,6 Millionen
Bezüglich der Abläufe am Flughafen wurde bestätigt, dass die behördlich angeordneten, intensiveren Handgepäckkontrollen weiterhin bestehen bleiben. Die Prozesse hätten sich jedoch mittlerweile gut eingespielt, sodass die Wartezeiten wieder auf einem „erwartbaren Niveau“ liegen.
Köln/Bonn: Wizz Air kehrt zurück und stärkt Osteuropa-Anbindung
Auch am Flughafen Köln/Bonn ist der Winterflugplan, der am 26. Oktober in Kraft trat, von Wachstum geprägt. Insgesamt 22 Fluggesellschaften verbinden den Airport mit 71 Zielen in 30 Ländern. Im Vergleich dazu waren es im Winter 2024/25 noch 21 Airlines mit 69 Zielen in 29 Ländern.
Für das Gesamtjahr 2025 wird erwartet, dass die Marke von 10 Millionen Passagieren erneut überschritten wird. Ein Sprecher des Flughafens gab an, dass man voraussichtlich bei rund 10 Millionen Fluggästen landen werde, eine genauere Zahl sei jedoch noch nicht absehbar. Bereits im Geschäftsbericht für 2024 wurde für 2025 ein Ziel von 10,6 Millionen Passagieren prognostiziert, was einem Plus von sechs Prozent entsprechen würde.
Neue Impulse durch Wizz Air
Die bedeutendste Neuerung im Winterflugplan ist die Rückkehr der ungarischen Fluggesellschaft Wizz Air. Die Airline nimmt vier neue Destinationen in Osteuropa in ihr Programm auf, darunter eine Verbindung in die rumänische Hauptstadt Bukarest. Dieser Schritt stärkt die Position des Flughafens als wichtiges Drehkreuz für Reisen in diese Region.
Die Rückkehr von Wizz Air ist ein starkes Signal für den Standort Köln/Bonn. Die Airline plant zudem, ihr Engagement zum Sommerflugplan 2026 weiter auszubauen, was zusätzliche Verbindungen und mehr Auswahl für die Passagiere bedeutet.
Auch Eurowings, die größte am Flughafen vertretene Fluggesellschaft, erweitert ihr Angebot und festigt damit ihre führende Rolle in Köln/Bonn. Details zu den neuen Strecken werden in den kommenden Wochen erwartet.
Verkehrsspitze auch in Köln/Bonn im Oktober
Ähnlich wie in Düsseldorf war auch am Köln Bonn Airport der 12. Oktober der passagierstärkste Tag des Jahres. Mehr als 45.000 Fluggäste wurden an diesem Tag gezählt. Der Flughafen geht nicht davon aus, dass dieses hohe Aufkommen bis zum Jahresende noch einmal übertroffen wird. Dies bestätigt den Trend, dass die Herbstmonate für die Luftfahrt an Bedeutung gewinnen.
Die erweiterten Flugpläne beider Flughäfen bieten Reisenden aus Nordrhein-Westfalen in den kommenden Monaten eine größere Auswahl an Zielen, sei es für den Winterurlaub, Städtereisen oder Geschäftsflüge. Der moderate, aber stetige Zuwachs an Verbindungen und Passagieren ist ein positives Zeichen für die wirtschaftliche Erholung der gesamten Region.




