Am 16. Februar 2026 erreicht die Kölner Karnevalssession mit dem Rosenmontagszug ihren Höhepunkt. Tausende Teilnehmer und Hunderttausende Zuschauer werden in der Innenstadt erwartet. Der Zugweg, das Motto und die umfangreichen Straßensperrungen erfordern eine gute Vorbereitung für alle Jecken.
Unter dem Motto „ALAAF – Mer dun et för Kölle“ setzt sich der kilometerlange Lindwurm um 10 Uhr am Chlodwigplatz in der Südstadt in Bewegung. Für Besucher bedeutet das Fest nicht nur Kamelle und Strüßjer, sondern auch, sich frühzeitig über Anreise und Sicherheitsmaßnahmen zu informieren.
Das Wichtigste zum Rosenmontagszug 2026
- Datum und Uhrzeit: Montag, 16. Februar 2026, Start um 10:00 Uhr
- Startpunkt: Chlodwigplatz in der Kölner Südstadt
- Endpunkt: Gregorius-Maurus-Straße in der Innenstadt
- Motto: „ALAAF – Mer dun et för Kölle“
- Teilnehmer: Rund 12.500 aktive Teilnehmer werden erwartet
- Kosten: Das Zuschauen am Straßenrand ist kostenlos, Tribünenplätze sind kostenpflichtig
Der Zugweg: Eine Reise durch das Herz von Köln
Der Kölner Rosenmontagszug legt auch 2026 wieder eine beachtliche Strecke zurück, die ihn durch die bekanntesten Straßen und Plätze der Stadt führt. Der Startschuss fällt traditionell in der Südstadt, von wo aus sich die Gruppen auf den Weg in Richtung Zentrum machen.
Die Route beginnt an der Severinstraße und führt über die Mathiasstraße und den Heumarkt weiter in die Altstadt. Von dort aus geht es über die berühmten Einkaufsstraßen Hohe Straße und Schildergasse zum Neumarkt. Der Weg setzt sich über den Rudolfplatz und die Kölner Ringe fort, bevor er in Richtung Dom schwenkt. Der Höhepunkt für viele Zuschauer ist die Passage am Kölner Dom vorbei, bevor der Zug in den nördlichen Innenstadtstraßen sein offizielles Ende findet.
Die vollständige Route 2026
Der offizielle Zugweg führt über folgende Straßen: Severinstraße, Löwengasse, Weberstraße, Follerstraße, Mathiasstraße, Mühlenbach, Hohe Pforte, Hohe Straße, Schildergasse, Neumarkt, Apostelnstraße, Apostelnkloster, Mittelstraße, Rudolfplatz, Hohenzollernring, Friesenplatz, Magnusstraße, Zeughausstraße, Burgmauer, Neven DuMont Straße, Breite Straße, Tunisstraße, Glockengasse, Brückenstraße, Obenmarspforten, Quatermarkt, Gürzenichstraße, Heumarkt, Unter Käster, Alter Markt, Bechergasse, Am Hof, Wallrafplatz, Unter Fettenhennen, Kardinal-Höffner-Platz, Trankgasse, Bahnhofsvorplatz, Domprobst-Ketzer-Straße, Marzellenstraße, An den Dominikanern, Unter Sachsenhausen, Kattenbug, Zeughausstraße bis zur Gregorius-Maurus-Straße.
Die ersten Gruppen werden das Ziel gegen 13:30 Uhr erreichen. Bis jedoch der letzte Wagen, traditionell der Wagen des Kölner Dreigestirns, die gesamte Strecke absolviert hat, wird es bis in den späten Nachmittag, oft gegen 16:00 Uhr, dauern.
Motto, Wagen und die Botschaft des Zuges
Das Sessionsmotto „ALAAF – Mer dun et för Kölle“ rückt 2026 das Ehrenamt in den Fokus. Es ist eine Hommage an die unzähligen freiwilligen Helfer, die den Karneval und das gesellschaftliche Leben in Köln das ganze Jahr über unterstützen. Diese Botschaft wird sich in der Gestaltung vieler Fest- und Persiflagewagen widerspiegeln.
Satire auf Rädern: Die Persiflagewagen
Ein zentrales Element des Rosenmontagszuges sind die Persiflagewagen, die aktuelle politische und gesellschaftliche Themen satirisch aufgreifen. Zugleiter Marc Michelske hat bereits angekündigt, dass insgesamt 21 dieser besonderen Wagen im Zug zu sehen sein werden. Einige der Motive wurden bereits vorgestellt:
- Internationale Politik: Ein Wagen wird sich mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump auseinandersetzen.
- Bundespolitik: Bundeskanzler Friedrich Merz wird ebenfalls Ziel des Spotts.
- Lokale Themen: Kritisch beleuchtet werden die Drogenproblematik in der Stadt, der angespannte Kölner Mietmarkt sowie die Olympiabewerbung.
Zwei der Persiflagewagen bleiben bis zum Start des Zuges eine Überraschung, um die Spannung zu erhöhen. Die Gestaltung der Wagen orientiert sich stets am Zeitgeschehen und bietet den Zuschauern bissige Kommentare zu den Ereignissen des vergangenen Jahres.
Zahlen und Fakten zum Zug
- Teilnehmer: ca. 12.500
- Persiflagewagen: 21
- Dauer: Der erste Wagen benötigt ca. 3,5 Stunden für die Strecke.
- Übertragung: Der WDR überträgt den gesamten Zug live im Fernsehen.
Tipps für Besucher: Tickets, Anreise und Sicherheit
Wer den Rosenmontagszug live erleben möchte, hat die Wahl: Entweder man sichert sich früh einen Platz am Straßenrand oder bucht ein Ticket für eine der zahlreichen Tribünen. Das Stehen an der Strecke ist kostenlos, doch die besten Plätze sind oft schon in den frühen Morgenstunden besetzt.
Tribünenplätze für mehr Komfort
Für ein bequemeres Erlebnis bieten sich die Tribünen an, die entlang des Zugweges aufgebaut sind. Das Festkomitee Kölner Karneval verkauft offizielle Tickets, die ab 65 Euro erhältlich sind. Diese Plätze bieten nicht nur eine gute Sicht, sondern oft auch Zugang zu sanitären Anlagen und Verpflegungsmöglichkeiten. Zum aktuellen Zeitpunkt sind noch Karten verfügbar.
„D'r Prinz kütt!“ – dieser Ausruf signalisiert traditionell den Höhepunkt und das nahende Ende des Zuges, wenn der Prunkwagen mit dem Kölner Dreigestirn vorbeifährt.
Verkehrschaos erwartet: Umfangreiche Sperrungen in der Innenstadt
Für den Rosenmontagszug wird die gesamte Kölner Innenstadt zur Sperrzone. Autofahrer sollten das Zentrum weiträumig umfahren, da ein Durchkommen kaum möglich sein wird. Die Sperrungen beginnen bereits am Montagmorgen um 5:30 Uhr.
Wichtige Verkehrsachsen wie die Deutzer Brücke werden komplett gesperrt. Auch die Zufahrt zu den meisten Parkhäusern in der Innenstadt ist nicht möglich. Anwohner und Besucher, die ihr Fahrzeug im Bereich des Zugweges geparkt haben, müssen dieses rechtzeitig entfernen, um nicht abgeschleppt zu werden.
Wichtige Hinweise für den Verkehr
- LKW-Fahrverbot: Für LKW über 7,5 Tonnen gilt ein generelles Fahrverbot in der Innenstadt.
- Öffnung der Straßen: Die gesperrten Straßen werden erst nach dem Ende des Zuges und der anschließenden Reinigung durch die AWB schrittweise wieder freigegeben. Dies kann bis in die Abendstunden dauern.
- Alternative Routen: Passierbar bleiben voraussichtlich die Severinsbrücke und die Zoobrücke.
Zusätzlich zu den geplanten Sperrungen für den Zug kann es im Laufe des Tages zu weiteren temporären Schließungen kommen, insbesondere im Bereich des Zülpicher Viertels, falls der Andrang feiernder Menschen zu groß wird.
Sicherheitszonen für die Besucher
Um die Sicherheit der Zuschauer zu gewährleisten, richtet die Stadt Köln erneut spezielle Sicherheitszonen ein. Diese befinden sich unter anderem rund um den Wallrafplatz am Dom und im Bereich Unter Käster zwischen Heumarkt und Alter Markt. Der Zugang zu diesen Zonen kann bei Überfüllung beschränkt werden. Anwohner können die Bereiche unter Vorlage ihres Personalausweises betreten.




